Wenn die Katze stirbt ...

Hallo liebes Forum,

am Donnerstag erlitt meine Katze (Luna, 17) einen Schlaganfall. Sie konnte plötzlich nicht mehr richtig laufen und wirkte verwirrt. Sie hörte zwar noch auf ihren Namen und erkannte einen, aber man merkte, dass irgendetwas nicht mit ihr stimmt. Ich habe dann die Nacht ganz intensiv mit ihr verbracht, weil ich schon ahnte, dass sie am nächsten Tag wohl eingeschläfert werden muss. Ich selbst habe es einfach nicht übers Herz gebracht, meine Katze zum einschläfern wegzutragen … Meine Mutter ging dann am Freitag zum Tierarzt und erzählte mir, dass dieser meine Katze vorher nochmal gründlich untersucht hat und zu dem Schlaganfall auch noch eine stark vergrößerte Leber diagnostizierte. Außerdem war sie schon seit Jahren wegen Nierenproblemen in Behandlung und magerte in den letzten Monaten immer mehr ab. Der Tierarzt sagte dann zu meiner Mutter, dass es das beste für die Katze ist, wenn man sie jetzt gehen lässt - alles andere wäre Tierquälerei … Meine Mutter sagte mir, dass Luna durch die Narkose ganz friedlich eingeschlafen ist und sie bis zum Schluss von ihr gestreichelt wurde.

Ich mache mir nun aber große Vorwürfe, dass ich bei der Einschläferung nicht anwesend war. Ich denke die ganze Zeit, dass meine Katze mich vermisst hat und ich es ihr nach 17 Jahren einfach schuldig war, sie in ihren letzten Minuten zu begleiten. Ich kann seit ihrem Tod nicht mehr essen, schlafen und breche ständig in Tränen aus. An eine neue Katze mag ich gar nicht erst denken, denn Luna hatte einen ganz eigenen Charakter - und diesen kann mir keine andere Katze ersetzen.

Habt ihr auch schon mal ein Tier verloren? Und wie seid ihr mit dem Verlust umgegangen?

Vielleicht kann sich sogar Holger dazu äußern - er hatte ja auch mal einen Kater …

Ich hatte zwar nie eine Katze und habe demzufolge auch noch nie eine verloren, aber ich war mal übergangsweise Katzenmum und weiß daher, wie sehr einem die Tiere ans Herz wachsen können. Es tut mir sehr leid für euch.

Das tut mir auch wirklich sehr leid, gerade noch so einer langen Zeit ist das sicherlich nicht einfach :(.
Wir haben seit knapp 14 Jahren eine Katze von klein auf und ich kenne sie fast die Hälfte meines Lebens. Momentan ist sie noch sehr aktiv und munter, aber wenn ihr Tag irgendwann einmal gekommen ist, und davon muss man ja in den nächsten Jahren ausgehen, werde ich sicherlich auch sehr traurig sein.

Ich habe schon so einige Katzen in meinem Leben verloren, kein glückliches Händchen…

  • Katze weggelaufen, bzw. kam sie einfach nicht wieder
  • Kater angefahren, kam mit zertrümmertem Kiefer nach Hause gelaufen und hat’s nicht gepackt :frowning:
  • Katze an Asthma gestorben
  • und schlussendlich ist mir noch eine Katze an Krebs gestorben, sie hatte zum Ende hin überall Beulen

Man gewöhnt sich nie daran und es tut immer wieder weh, besonders wenn Tiere verletzt werden oder leiden müssen. Aber die Lebensspanne von den Kleinen ist eben auch ohne Unfälle und Krankheiten deutlich geringer als unsere. Tröste dich damit, dass du ihr ein gutes Leben gegeben hast, solange du konntest.

Du musst dir übrigens keine Vorwürfe machen, dass du nicht bei deiner Katze bleiben konntest. Ich konnte das leider auch nicht immer.

Erstmal mein herzliches Beileid. Ich hab zwar keine Katze, habe aber Erfahrung mit den kleinen Tigern und mag sie auch sehr. Ich selbst bin Besitzer einer Hündin, und hänge sehr an der Kleinen - sie an mir auch, weil sie mich von klein auf kennt (seit ihrer 2. Lebenswoche) und ich mich immer um sie gekümmert habe; anfangs aushilfsweise auf sie aufgepasst, das wurde immer mehr weil ihr Frauchen krank wurde, schliesslich habe ich sie geerbt. Sie ist sehr lieb, und wenn sie krank ist, leide ich immer mit.
An ihr Ende mag ich gar nicht denken, aber das Wichtigste ist: sie soll nicht leiden, niemals. Das hast Du / habt ihr mit Luna richtig gemacht, und Du soltest Dir wirklich keine Vorwürfe machen: Du warst die letzten Stunden mit ihr zusammen, ganz am Ende war sie auch nicht allein, und musste nicht leiden. Es ist sehr traurig, aber Du darfst Dich deswegen nicht fertig machen.

Jede Katze hat einen eigenen Charaakter, und “ersetzen” kann man die eine mit der anderen nicht. Vorwürfe brauchst Du Dir wirklich nicht zu machen. Eine Katze sieht das anders als ein Mensch. Wenn Du mitgegangen wärest, dabei aber sehr traurig gewesen wärest, hätte sie das wahrscheinlich gespürt. Ob ihr das geholfen hätte, ist fraglich. [B][I] Es zählt, dass Du ihr dabei geholfen hast, ein schönes Leben zu haben.[/I][/B] Darauf kommt es an. Ich denke mal, dass es so, wie es war, das Beste war.

Danke für eure lieben Antworten!

Auch wenn mir diese wieder die Tränen in die Augen treiben, tut es irgendwie gut … es tut gut zu hören, dass ich mir wohl keine Vorwürfe machen muss, dass meine Katze mich in ihren letzten Minuten vermisst haben könnte. Und vielleicht hätte meine Katze wirklich gespürt, dass ich sehr traurig bin und wäre dadurch verängstigt gewesen. Dennoch bin ich zur Zeit total lustlos und habe an nichts mehr Spaß … ich hoffe, dass sich das mit der Zeit wieder legt.

Ich werde mir jetzt einfach mal die neue Folge von “Das Studio” anschauen und dabei ein paar Chips essen - denn mein Körper ist schon total geschwächt, weil ich seit 3 Tagen nichts mehr gegessen habe …

Und nochmal Danke!

Sowas ist natürlich sehr traurig, denn ein Tier wird im Laufe der Zeit einfach zum Teil der Familie und wenn ein Familienangehöriger stirbt, ist das einfach sehr schlimm.
Da meine Eltern immer Hunde und Katzen haben/hatten, habe ich es auch schon erlebt, dass ein ans Herz gewachsenes Tier nicht mehr da ist. Gerade wenn man mit einem Tier aufwächst kann man sich nicht vorstellen, dass es ein Leben ohne dieses geben wird. Ich denke heute noch z.B. an unseren blinden Kater, der bei uns in der Küche geboren wurde. Da er auch so seine Eigenarten (wie wohl jedes Lebewesen) hatte, denkt man immer wieder an diese und vermisst sie, auch wenn man sie zu Lebzeiten als nervig empfand.

Ich finde, man sollte einfach zurückblicken und dankbar sein, dass man einen solchen tierischen Freund hatte. Du bist im Moment noch zu traurig, um das so zu sehen. Es ist aber auch wichtig sich Zeit zum Trauern zu nehmen.

Sowas ist einer Katze egal und sie wusste ja auch nicht, dass man sie umbringt. Du hast nichts falsch gemacht.

Wenn eine Katze am Donnerstag einen Schlaganfall hat und am Freitag behandelt wird, kann man davon ausgehen, dass sie in der Zwischenzeit evtl. an den Symptomen gelitten hat. Oder nicht?

[QUOTE=ersguterkoenig;413427]
Ich mache mir nun aber große Vorwürfe, dass ich bei der Einschläferung nicht anwesend war. Ich denke die ganze Zeit, dass meine Katze mich vermisst hat und ich es ihr nach 17 Jahren einfach schuldig war, sie in ihren letzten Minuten zu begleiten. Ich kann seit ihrem Tod nicht mehr essen, schlafen und breche ständig in Tränen aus. An eine neue Katze mag ich gar nicht erst denken, denn Luna hatte einen ganz eigenen Charakter - und diesen kann mir keine andere Katze ersetzen.

Habt ihr auch schon mal ein Tier verloren? Und wie seid ihr mit dem Verlust umgegangen?

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Kann ich nachvollziehen, meine kleine Hündin ist zwei Jahren verstorben, aber Vorwürfe brauchst du dir keine zu machen, ich hätte es auch nicht ertragen können, bei der Einschläferung dabei zu sein. Die Tierärztin hat sich ausserdem geweigert sie einzuschläfern, da sie noch eine Chance sah, das sie wieder auf die Pfoten kommt und hat ihr ne Aufbauspritze gegeben, sie ist dann am selben Nachmittag zuhause im Schlaf verstorben, damit ist mir das einschläfern gottlob erspart geblieben.

Für mich stand allerdings von vornherein fest das so ein treuer Begleiter nicht in der Verwertung landet, ich hab sie nach Osnabrück überführen und sie auf dem dortigen Tierfriedhof Rosengarten beisetzen lassen, Kosten insclusive Abholung 150 Euro, das wars mir Wert. Bei mir zuhause stehen Bilder und sie hat einenvirtuellen Grabstein auf der Webseite des Tierfriedhofes, die Gewissheit das sie dort ihren Frieden gefunden hat, war schon ein grosser Trost für mich.

[QUOTE=Sherlock;413900]Wenn eine Katze am Donnerstag einen Schlaganfall hat und am Freitag behandelt wird, kann man davon ausgehen, dass sie in der Zwischenzeit evtl. an den Symptomen gelitten hat. Oder nicht?[/QUOTE]

Na ja, sie bekam den Schlaganfall am späten Abend … wir konnten leider erst am nächsten Tag zum Tierarzt. Sie lief auch noch durch die Wohnung und hat etwas gefressen und schlief in der Nacht ganz friedlich in meinem Bett. Der Tierarzt hat meiner Mutter auch gesagt, dass sie bisher noch nicht gelitten hätte - dies jedoch in den nächsten Tagen definitiv der Fall gewesen wäre. Er sagte zudem, dass sie auch ohne den Schlaganfall wohl nicht mehr sehr lange gelebt hätte, aufgrund der Nieren (hatten fast vollständig ihre Funktion eingestellt) und der Leber, welche sehr stark vergrößert war. Sie nahm in den letzten Monaten auch immer weiter ab, obwohl sie nach der letzten Cortison-Spritze (welche sie vor ca. 6 Monaten bekommen musste) uns die Haare vom Kopf gefressen hat. Sie war halt einfach sehr alt und krank. Inzwischen geht’s mir auch wieder etwas besser, weil ich eingesehen habe, dass es das beste für sie war - vergessen werde ich sie aber niemals!

Was hat Sherlock [-]Humbug[/-] da wieder für eine Scheisse geschrieben? Sehr mitfühlend :roll:
Und wie immer deplatziert & irrelevant. Leider funktioniert die Ignorefunktion bei Zitaten nicht, sonst hab ich ja zum Glück Ruhe vor dem.

[post=413999]@ersguterkoenig[/post]Wenn es zu Ende geht, ist ein Schlaganfall noch gnädig, das ist erst mal nicht mit Schmerzen verbunden. Das war definitiv die richtige Entscheidung, und es freut mich, dass es Dir auch besser geht.
Diese Tiere sind ein wichtiger Teil von unserem Leben geworden, und das kann keiner mehr wegnehmen. Alles Gute für Dich.

Na also,. geht doch. :wink:

Ich werd meinen kleinen Wauwau auch niemals vergessen, kann mir aber dennoch nicht vorstellen, das es für immer mein letzter gewesen ist, da gibts bestimmt noch mal einen.