Verlieren junge Menschen den "Geschmack"?

Ich auf einer Realschule, aber nach der neuen Realschulordnung muss jeder, der schlecht ist (also eventuell den Abschluss nicht schafft) eine Hauptschulprüfung mit dazugehörigem Projekt machen. Ich muss das zum glück nicht, weil meine Noten ganz OK waren.

Zum Thema, die, die ich jetzt „Hauptschüler“ nenne, sind halt Leute, die den Abschluss machen müssen, obwohl sie eigentlich Realschüler sind, dass ich sie so nenne, ist eine Macke von mir :smiley:

Heute mussten sie ihre Projekte vorstellen, und ich (als Hobbygrafiker) war schockiert…
Eine Gruppe hatte ein Projekt über Katzen, als PowerPoint Präsentation war „Vorstellung einer Neuheit“ von OpenOffice Impress als Standard, also man hat sich gar keine Mühe gemacht und einfach das bunteste Beispiel genommen…

Jeder Text hatte seine eigene Farbe und ist mit 20 Sekündigen Animationen durch den Bildschirm geflogen, bevor man ihn lesen konnte, qualitative Bilder? Hu, was ist das denn?
Alle Bilder waren von Ca. 8080 mit hohen Jpg Artefakten auf 300300 oder größer skaliert, und das auf einem Riesen-Beamer-Monitor (1,5x2 Meter). In etwa so bloß auf einer riesen Fläche:

Dann nur noch oberflächliches Geschwafel wie „Was sind die Top 10 der Peinlichsten Katzennamen“, woher die Katze kommt, seit wann der Mensch sie ca. als Haustier hat, wussten sie nicht.
Auf die Frage, ob es bestimmte häufig auftretende Katzenkrankheiten gibt, kam…
„Äh… j… nein, eigentlich nicht!“.

Die wenigten Texte, die mir halbwegs gut geschrieben vorkamen, fand ich auf http://de.wikipedia.org/wiki/Hauskatze wieder.

Ich habe gerade nochmal gesucht, die hatten auch dieses Bild drinne, konnten aber keinen Knochen zeigen und haben es schnell übersprungen.
http://www.abload.de/img/skelett0439.jpg
In der Präsentation sah es denn etwa so aus:
http://saved.im/mtaxntixnxz1/bsp.png

Es ist ja OK, keine Ahnung von PCs zu haben, aber dann lässt man doch bitte seine Finger da weg und veranstaltet nicht eine Stunde solchen Oberflächlichen Gute-Katzenwelt-Scheiß, ist jemand meiner Meinung?
PS.: Ich will mich nicht als „besser“ herausstellen, aber ich wollte das mal loswerden, erstrecht diese lieblos gesuchten verartefakteten Jpgs hätten mir als Lehrer gereicht, um eine „5“ zu geben.

Was haben sie denn für ne Note bekommen?

Wenn sie nen Hauptschulabschluss auf der Realschule machen hat das wohl seinen Grund. an übermäßiger Kompetenz kann es ja nun nicht liegen. Solche Art der Präsentation ist leider nicht unnormal, ich hatte in meiner Schulzeit auch schon so einige schlechte Präsentation gesehen. Aber die Präsentation alleine macht ja noch nicht das Referat aus, schlimm wird es erst, wenn die Leute den Text dann auch noch ablesen von nem Blatt.

Das hätte ich ja zu gerne gesehen :smt005

Also bei uns nehmen wir in EDV zum Glück auch grad Powerpoint durch incl. wie man die dann richtig präsentiert.
Die ersten Resultate sahen dann teilweise auch sehr unterhaltsam aus, wenn z.b. während gesagt wurde man solle eine Seite nicht zu sehr mit Text überladen und dann in Schriftgröße 10 in allen Farben ca.300 Wörter auf eine Folie gepresst wurden aufploppten…ja…weniger ist meistens mehr :mrgreen:

Und teilweise dann auch mit wirklich GROTTIG hässlichen Smileys riesig groß auf einer Folie drauf, da kratz ich mir auch am Kopf :smt017

Was haben sie denn für ne Note bekommen?

Bekommen sie erst übermorgen zu hören, weils im Abschluss steht, wird länger drüber diskutiert.

Wenn sie nen Hauptschulabschluss auf der Realschule machen hat das wohl seinen Grund. an übermäßiger Kompetenz kann es ja nun nicht liegen. Solche Art der Präsentation ist leider nicht unnormal, ich hatte in meiner Schulzeit auch schon so einige schlechte Präsentation gesehen. Aber die Präsentation alleine macht ja noch nicht das Referat aus, schlimm wird es erst, wenn die Leute den Text dann auch noch ablesen von nem Blatt.

Aber wieso? Haben die Leute keine Augen? Das sind normalerweise übrigens die, die mich ärgern wollen mit
„Deine Haare sind so scheiße häßlich!“
„Kauf dir mal richtige Klamotten du scheiß Penner!“
Also halt… an den Augen kanns net liegen…

Das hätte ich ja zu gerne gesehen :smt005

Glaub mir, hättest du nicht. 8)

Also bei uns nehmen wir in EDV zum Glück auch grad Powerpoint durch incl. wie man die dann richtig präsentiert.
Die ersten Resultate sahen dann teilweise auch sehr unterhaltsam aus, wenn z.b. während gesagt wurde man solle eine Seite nicht zu sehr mit Text überladen und dann in Schriftgröße 10 in allen Farben ca.300 Wörter auf eine Folie gepresst wurden aufploppten…ja…weniger ist meistens mehr :mrgreen:

Leider wird das bei uns nur ganz kurz im Inforkurs der neunten Unterrichtet, die meisten machen den nicht („ich will ja kein Freak werden!“), ich habe ihn (stolz) übersprungen und bin im Infokurs der 10. Aushilfslehrer.

Und teilweise dann auch mit wirklich GROTTIG hässlichen Smileys riesig groß auf einer Folie drauf, da kratz ich mir auch am Kopf :smt017

Entweder so, oder wie wieder eine andere Gruppe über Spice/Space (diese Drogen) gar keine Bilder, nur ein Pinker Hintergrund und Babyblaue Schrift.
Und dann noch alles von Notizzetteln abgelesen…

Naja… ich werde solche Menschen nie verstehen.
Glaube ich… :smiley:

Vielleicht erhellt es einige Gemüter, wenn sich eine Lehrerin einmischt…

Ich unterrichte an einer Thüringer Regelschule; das ist Haupt- und Realschule unter einem Fach. Zum Abschluss der jeweiligen Stufen gibt’s auch ein Projekt, das darf sich jeder aussuchen. Von Kunst, Musik bis Informatik ist alles dabei. Die meisten entscheiden sich für eine kürzere Facharbeit in den Fächern Geschichte, Biologie, Physik, Chemie, Geographie, …

Facharbeiten haben den rigorosen Vorteil, dass es auf die Fakten verstärkt ankommt. So können auch Schüler, die einen eher mäßigen Ausdruck haben, punkten. Für geschriebene Programme, Musikstücke und Kunstwerke sind die jeweiligen Fachlehrer zuständig. Die Arbeit wird dabei noch von einem zweiten Kollegen beguchtachtet. Das soll eigentlich verhindern, dass schlechte Arbeiten zu gut und zu gute Arbeit zu schlecht bewerten werden. Das klingt teilweise bescheuert, so ist es auch.

PS.: Ich will mich nicht als “besser” herausstellen, aber ich wollte das mal loswerden, erstrecht diese lieblos gesuchten verartefakteten Jpgs hätten mir als Lehrer gereicht, um eine “5” zu geben.

Als Lehrer ist die Benotung ohnehin eine heikle Angelegenheit; sollte sich der Verdacht allerdings bestätigen, wäre ein ■■■■■■ mit einer Note Ungenügend definitiv drin gewesen. Zumindest bei uns. (Doch ältere Lehrer versäumen es meist, im Internet nachzuschauen, ob der Text nicht zufällig auftaucht… Satz in Google rein, fertig. Wenn schlechte Schüler plötzlich erstklassige Arbeiten abgeben, stimmt nie etwas.)

Von Kollegen der musisch-künstlerischen Zweige kenne ich Bewertungsbögen, mit denen verhindert werden soll, dass ein Schüler beschissene Noten erhält, weil das Kunstwerk alles ist; nur keine Wohltat für Aug’ und Ohren. Dabei wird zumeist Idee, Mühe, Zeitbudget usw. eingeplant… Ich würde den Benoter definitiv höflich fragen (am besten, unter zwei Augen) ob er die Bewertungskriterien inklusive seiner Einschätzung erläutern würde.

Falls er/sie “rumzickt”: Lehrer sind VERPFLICHTET, ihre Bewertung offen zu legen.

Es gibt immer schlechte und gute Referate.
Die hatten eben nicht so viel Talent.
Sie deshalb gleich vom Arbeitsmarkt mit einer schlechten Vermerkung auszubooten finde ich eher ungerecht.
Mich stört sowieso diese Klassengesellschaft, welche durch Abitur, Mittlere Reife und Quali definiert wird.
Dabei stellt der, der das Abitur erreicht, den für die Gesellschaft wertigeren dar, während die, die diesen Abschluss nicht erreicht haben, mit der Versorgung der Bedürfnisse der Abiturienten beschäftigt sind. Vielleicht nicht direkt, aber durchaus über verschlungene Pfade.

Deshalb wurde eine unabhängige Bewertung eingeführt, die nicht nur den künstlerischen Aspekt bewerten soll, sondern auch die verbrachte Arbeitszeit, die Materialsammlung, der Einsatz, die Vorbereitung, …

Dies soll gerecht sein, da nicht jeder künstlerisch ein Ass ist oder Ahnung im EDV-Bereich hat. Meine Kritik schlägt eher daran an, dass man die Betroffenen vorher nicht in einen vorbereitenden Kurs geschickt hat, der sich mit offen mit der PC-Problematik beschäftigt. Außerdem sollte jede Gruppe zwangsweise einen Betreuer besitzen, der verhindert, dass die Lütten sich aus einem Versehen verrennen. (In manchen Bundesländern wird mittlerweile im Zeugnis vermerkt, ob eine kleine Informatik-Ausbildung stattgefunden hat.)

Als Schüler kann man (und sollte man!) immer den jeweiligen Bewertenden bitten, einem die Kriterien zu erklären, falls er es nicht von selbst tut.

Es wäre schon enorm viel erreicht, wenn man bundesweit die Hauptschule in Realschulen auflösen würde (funktioniert bei uns wunderbar) und die zentralen Prüfungen ins Nirvana geschossen würden. Auswendiglernen ist keine Bildung. Das wird sie nie sein.

Facharbeiten haben den rigorosen Vorteil, dass es auf die Fakten verstärkt ankommt. So können auch Schüler, die einen eher mäßigen Ausdruck haben, punkten. Für geschriebene Programme, Musikstücke und Kunstwerke sind die jeweiligen Fachlehrer zuständig. Die Arbeit wird dabei noch von einem zweiten Kollegen beguchtachtet. Das soll eigentlich verhindern, dass schlechte Arbeiten zu gut und zu gute Arbeit zu schlecht bewerten werden. Das klingt teilweise bescheuert, so ist es auch.

Das andere Problem hatte ich auch schon beschrieben, sie waren oberflächlich vom Thema her und hatten im Nachhinein keine Ahnung von den gestellten (wirklich einfachen) Fragen.

Dies soll gerecht sein, da nicht jeder künstlerisch ein Ass ist oder Ahnung im EDV-Bereich hat. Meine Kritik schlägt eher daran an, dass man die Betroffenen vorher nicht in einen vorbereitenden Kurs geschickt hat, der sich mit offen mit der PC-Problematik beschäftigt. Außerdem sollte jede Gruppe zwangsweise einen Betreuer besitzen, der verhindert, dass die Lütten sich aus einem Versehen verrennen. (In manchen Bundesländern wird mittlerweile im Zeugnis vermerkt, ob eine kleine Informatik-Ausbildung stattgefunden hat.)

Das sehe ich ja auch eigentlich als OK, mich ärgert es halt, dass anscheinend nur ich JPG Artefakte auf 6060 Pixel großen Bildern erkennen kann, die auf 60006000 vergrößert wurden.

Was am allerschlimmsten war, ich weiß es war nicht das eigentliche Thema, dass die keine Ahnung hatten. Siehe erster Post.

Warum hast du dein Unverständnis nicht privat gegenüber dem Lehrpersonal geäußert?

Warum hast du dein Unverständnis nicht privat gegenüber dem Lehrpersonal geäußert?

Wie meinst du das? :?:

Wie meinst du das?

Irgendein Lehrer wird doch wohl dabei gewesen sein, um sich den Zirkus zum Gemüt zuführen. Frage denjenigen, was er davon hält, wie er das sieht und was er geben wird. Da kannst du auch gleich fragen, wie sich die Note ausdrückt.

Wer weiß, vielleicht haben sie schlechter abgeschnitten als du glaubst.

Warum interessiert dich das überhaupt? Ist es nicht viel sinnvoller das ganze mit einem müdem lächeln zu ignorieren?

Davon abgesehen werden dir selbst an der Uni Leute über den Weg laufen, die glauben Powerpoint sei ein neuartiger Cocktail und Wikipedia der Stein der Weisen.

Sie wissen selbst noch nicht, wie sie abgeschnitten haben. Das bekommen sie erst morgen zu wissen.

Ich hoffe natürlich auf eine schlechte Note für die Mädels (ich weiß, das ist nicht nett, aber hey, die sind auch nicht nett zu mir… :D). Wenn sie jedoch trotz mieser Präsentation und fehlendem Hintergrundwissen eine gute Note haben, werde ich natürlich mal nachfragen.

Warum interessiert dich das überhaupt? Ist es nicht viel sinnvoller das ganze mit einem müdem lächeln zu ignorieren?

Weil es mich aufregen würde, wenn sie gut benotet werden würden, weil es mich aufregt, das so eine miese Präsentation nach wochenlanger Arbeit herauskommt und weil es mich aufregt, dass geraded die Mädchen, die mich ständig als häßlich bezeichnen, (jetzt kommt wieder mein Lieblingsargument) häßliche JPGs verwenden und bis zum erbrechen vergrößern.

Weil es mich aufregen würde, wenn sie gut benotet werden würden, weil es mich aufregt, das so eine miese Präsentation nach wochenlanger Arbeit herauskommt und weil es mich aufregt, dass geraded die Mädchen, die mich ständig als häßlich bezeichnen, (jetzt kommt wieder mein Lieblingsargument) häßliche JPGs verwenden und bis zum erbrechen vergrößern.

Wenn sowohl Schüler als auch Studenten immer so bewertet werden würden, wie sie es aufgrund ihrer erbrachten Leistungen verdient hätten, wären die Schulen und Universitäten ziemlich leer. Deshalb sollte es dir genügen - sofern der Lehrer sie gut benoten wird - zu wissen, dass sie Idioten sind.

Teilweise wird schon recht deutlich, wieviel des von einem Schüler vorgetragenen “Wissens” überhaupt von ihm stammt - und welches lediglich aus dem Internet kopiert wurde.

Ach, was war Lernen zu unserer (ich bin Baujahr 1972) Schulzeit noch kompliziert und schwierig… wir mussten damals noch in Büchereien gehen oder im Bekanntenkreis herumfragen, ob jemand ein passendes Fachbuch oder ein Lexikon besitzen könnte. Wir haben unsere Hausaufgaben noch komplett handschriftlich erledigen müssen (Computer? Was ist das?). Einfach irgendwas kopieren? Besser nicht, das fällt auf und kostet zudem Geld…

Und heute? Da kann man einfach mal im Internet googlen oder Wikipedia durchforsten. Eigentlich ja eine wunderbare, nahezu unerschöpfliche Informationsquelle. Richtig genutzt kann man damit sicherlich hervorragend lernen.
Falsch genutzt hat man zwar ÜBERHAUPT NIX gelernt, aber dafür wenigstens eine gute Note bekommen. Der Schock kommt dann später, wenn man das vorgegaukelte Wissen für den Job brauchen könnte - oder für den Eignungstest dafür.

Ne, ne, ne - wir haben damals noch ehrenhaft geschummelt! :mrgreen:

-Catboy

Facharbeiten haben den rigorosen Vorteil, dass es auf die Fakten verstärkt ankommt. So können auch Schüler, die einen eher mäßigen Ausdruck haben, punkten. Für geschriebene Programme, Musikstücke und Kunstwerke sind die jeweiligen Fachlehrer zuständig. Die Arbeit wird dabei noch von einem zweiten Kollegen beguchtachtet. Das soll eigentlich verhindern, dass schlechte Arbeiten zu gut und zu gute Arbeit zu schlecht bewerten werden. Das klingt teilweise bescheuert, so ist es auch.

Von Kollegen der musisch-künstlerischen Zweige kenne ich Bewertungsbögen, mit denen verhindert werden soll, dass ein Schüler beschissene Noten erhält, weil das Kunstwerk alles ist; nur keine Wohltat für Aug’ und Ohren. Dabei wird zumeist Idee, Mühe, Zeitbudget usw. eingeplant… Ich würde den Benoter definitiv höflich fragen (am besten, unter zwei Augen) ob er die Bewertungskriterien inklusive seiner Einschätzung erläutern würde.

  1. Ich würd mich freuen, wenn im Klassenraum ein 2er Lehrer sitzen würde. Unser Lehrer gibt uns Noten, die sowas von ungerechtfertigt(in 2/3 der Fällen verglichen mit anderen) sind, das man ihn am liebsten aus dem Fenster werfen würde. Beispiel: Einer hat draußen die Präsentation, Laptop zu sich gedreht, lehnt sich auf den Tisch und liest die Präsentation vom Laptop stur ab. Klick für Klick. Pro PowerPoint Seite stand ein ganzer Aufsatz drauf. (Echt. Schriftgröße 10, ganze Seite vollgeschrieben ohne Absätze). Als Benotung bekam er 1-2, er hat zu schnell gesprochen, aber er hatte einen guten(!!) Blickkontakt(War nicht vorhanden, war nur Laptop und Lehrer) und der Lehrer habe nicht dass Gefühl gehabt, als würde der Schüler ablesen(DAUERSTARREN IN DEN LAPTOP). Das ist schrecklich! Andere Leute, die ihre Präsentation wirklich gut können und auch nur ihre Stichwortzettel ein paar mal brauchen kriegen natürlich ihre 2-3er, weil sie zu schnell reden(wobei deren Geschwindigkeit so langsam ist, dass man einschläft) und weil sie keinen Blickkontakt haben(der wirklich zu mir ins Eck rübergeht). Der ist schrecklich.

  2. Noch besser wäre so ein Bewertungsbogen aber wirklich :slight_smile:

dazu sag ich nur: geschmack is ein relativer begriff (merkt man, dass ich selbst ein “freak” in den augen der meisten menschen bin?).
und wenns ihnen noch dazu unwichtiger is als alles andere, so eine präsentation qualitätsvoll zu bringen, kann man dann anderes erwarten?sieht mir einfach nach ner 10-minuten arbeit aus, weils halt sein musste. also ich kenn höchstens 3 oder 4 schüler in dem alter, die da volle leistung bringen. bei denen is ne 4 einfach durch und damit hat sichs. wurschtingersepp.

Ich verliere nicht den Geschmack. Wenn ich mal eine Präsentation erstellen muss, dann ist sie meistens gut recherchiert und vorallem sachlich.
Allerdings wird zum einen die Methode des Referierens in beinahe jedem Fach meines Stundenplans besprochen. Dann wird vorallem das freie Sprechen und das erstellen eben solcher Power Point, Keynote etc. Präsentationen behandelt.
Zum anderen sind die Bewertungskriterien hier auch ziemlich hart so würde beispielsweise eine Präsentation über Katzen mit einem, ich nehme mal an, sehr geringen Informationsgehalt vielleicht mangelhaft bis ungenügend sein.
Wenn ich also eine Präsentation zu einem bestimmten Thema erstelle, ist es völlig unwichtig ob das Aussehen und die Animationen meinen Geschmack treffen, es geht einzig und allein um die Vermittlung von Informationen. Und das ist in meiner Klasse jedenfalls, bei niemandem anders.

Ich würd mich freuen, wenn im Klassenraum ein 2er Lehrer sitzen würde. Unser Lehrer gibt uns Noten, die sowas von ungerechtfertigt(in 2/3 der Fällen verglichen mit anderen) sind, das man ihn am liebsten aus dem Fenster werfen würde.

(Anmerkung: Ich kann nur vom Schulrecht Thüringens ausgehen.)

Ungerechtfertigte Noten: Wenn ein Gespräch mit dem benotenden Lehrer selbst nichts bringt, kann man immer noch einen Vertrauenslehrer bzw. den Schulleiter einschalten. Stellt die Note einen Gefahr gegenüber der Versetzung dar, hat der Schüler das Recht, die Arbeit von einem zweiten Lehrer korrigieren zu lassen. Wenn ich mich nicht irre, ist das in NRW noch einfacher: Es reicht der Vorwurf des Misstrauens aus, um eine Zweitkorrektur zu beantragen, dazu gehören aber triftige Gründe (Leistung plötzlich zu schlecht, gleiche Leistung=unterschiedliche Benotung bei zwei Schülern, deutliche Bevorzugung/Benachteiligung bestimmter Schüler).

Manche Lehrer sind auch einfach nur sehr streng. Und gegen strenge Lehrer hilft nichts, solange die Benotung gerechtfertigt ist.

  1. Noch besser wäre so ein Bewertungsbogen aber wirklich

Jeder Lehrer hat solche Dinger - diese unterscheiden sich allerdings von Bundesland zu Bundesland. Manche haben mehr Freiheiten als andere - aber jeder Lehrer muss auf Anfrage ein Bewertungsschema vorweisen können. Der Eindruck ungerechtfertigter Noten entsteht leicht dadurch, dass manche auf bestimmte Details geradezu krankhaft versessen sind (Lassen sich durch technisches Blendwerk blenden, obwohl der Vortrag sehr bescheiden ist).

Faire Lehrer teilen entweder solche Bögen aus oder geben mündlich Hinweise. Nur unfaire Lehrer lassen die Kinder ins Messer laufen. Solche kenne ich auch. Geben keine Hinweise und wundern sich dann, dass die Kinder das machen, was sie nicht sollen.

Schüler haben heute mehr Recht als damals - nur leider lesen sie ihre Schulordnung nicht. :wink:

Weil es mich aufregen würde, wenn sie gut benotet werden würden, weil es mich aufregt, das so eine miese Präsentation nach wochenlanger Arbeit herauskommt und weil es mich aufregt, dass geraded die Mädchen, die mich ständig als häßlich bezeichnen, (jetzt kommt wieder mein Lieblingsargument) häßliche JPGs verwenden und bis zum erbrechen vergrößern.

Kannst du dich nicht irgendwie direkter Verteidigen, ausser in einem Internetforum zu schreiben, dass die (fiesen) Mädchen nicht mit Powerpoint umgehen können?
Oder gibt dir eine schlechte Note für diese Figuren schon genugtuung für deren ständigen verhohnepiepelungen?