Und täglich grüßt der Kommissar

Es ist jetzt nichts, was besonders pressiert oder auf Grund aktueller Ereignisse sofort thematisiert gehört, aber wenn es mal dazu kommen sollte, dass die Skandalthemen ausgehen, könnte man vielleicht mal was zu den unzähligen Vorabend-Krimi-Serien-Klonen machen.

Es gibt keinen einzigen Wochentag, an dem nicht im Vorabendprogramm von ARD oder ZDF mindestens zwei Krimis laufen. Alle haben etwa die Länge von 45 Minuten oder weniger, alle laufen nach dem gleichen Schema ab, Plot und Schauspieler sind austauschbar. Alles bleibt natürlich jugendfrei und versöhnlich am Ende, im schlimmsten Fall sollen sie sogar lustig sein…
Auf Grund der kurzen Länge der einzelnen Folgen kann keine Spannung aufgebaut werden und eigentlich ist meist schon von Anfang an klar, wer der Mörder/Dieb/Vergewaltiger/Entführer etc. ist. Charaktere werden nicht ausgearbeitet, sowohl Ermittler, als auch Verdächtige erfüllen mehr oder weniger die Klischees des Genres.
Auf den privaten Sendern (sprich: Sat 1) laufen im Vorabendprogramm bekanntermaßen ebenfalls (noch schlechter produzierte) Krimi-Pseudo-Dokus.

Woran liegt dieser Krimioverkill? Will der Zuschauer wirklich ununterbrochen jeden Abend Leichen und Polizisten sehen? Wird dadurch nicht ein eigentlich interessantes, spannendes Genre ausverkauft, weil es familienfreundlich angepasst und auf Serienlänge zusammengestutzt wird?

Einige Sender scheinen sogar noch stolz auf ihre Produktionen zu sein. Ständig prahlt die ARD zum Bespiel mit ihrem Großstadtrevier, oder es gibt sinnloses Aufzählungen der beliebtesten Fernsehkommissare in irgendwelchen Ranking-Shows.
Vielleicht könnte man ja ein Top10-Ranking mit den unrealistischsten Vorabendkrimis machen.
Die üblichen Verdächtigen (aus dem Gedächtnis):
ZDF: SOKO 5113, SOKO Köln, Die Rosenheim-Cops, SOKO Wismar, Küstenwache, SOKO Stuttgart, Notruf Hafenkante, SOKO Kitzbühel
ARD: Großstadtrevier, Nordisch herb, Hubert & Staller, Henker & Richter (und ich fürchte, 2012 wollen die mit Krimiserien voll durchstarten…)
Sat 1: Niedrig & Kuhnt, Lenßen & Partner, K11,

Es ist jetzt nichts, was besonders pressiert oder auf Grund aktueller Ereignisse sofort thematisiert gehört, aber wenn es mal dazu kommen sollte, dass die Skandalthemen ausgehen, könnte man vielleicht mal was zu den unzähligen Vorabend-Krimi-Serien-Klonen machen.

Warum sollte man? Wären Dir etwa zu dieser Tageszeit “Soaps” oder “Scripted-Realitys” lieber?

Es gibt keinen einzigen Wochentag, an dem nicht im Vorabendprogramm von ARD oder ZDF mindestens zwei Krimis laufen. Alle haben etwa die Länge von 45 Minuten oder weniger, alle laufen nach dem gleichen Schema ab, Plot und Schauspieler sind austauschbar. Alles bleibt natürlich jugendfrei und versöhnlich am Ende, im schlimmsten Fall sollen sie sogar lustig sein…

Das alles trifft auf 90-Min.-Krimis genau so zu. Austauschbar sind Beamte im realen Leben ebenfalls.

Auf Grund der kurzen Länge der einzelnen Folgen kann keine Spannung aufgebaut werden und eigentlich ist meist schon von Anfang an klar, wer der Mörder/Dieb/Vergewaltiger/Entführer etc. ist. Charaktere werden nicht ausgearbeitet, sowohl Ermittler, als auch Verdächtige erfüllen mehr oder weniger die Klischees des Genres.

Hier ist ein Punkt wo ich Dir leider Recht geben muss!
Schon oft weiß man nach 10 Minuten bereits wer der Täter ist. (Trifft auch hier auf 90-Min.-Krimis zu).
Der Täter ist entweder …

  1. Der mit Abstand bekannteste Gastschauspieler
  2. Der Gastschauspieler, der fast immer einen Täter spielt
  3. Der Raucher (In 8 von 10 Fällen ist der einzige Raucher in der Folge auch der Täter … )

Auf den privaten Sendern (sprich: Sat 1) laufen im Vorabendprogramm bekanntermaßen ebenfalls (noch schlechter produzierte) Krimi-Pseudo-Dokus.

Auch hier muss ich Dir Recht geben!

Woran liegt dieser Krimioverkill? Will der Zuschauer wirklich ununterbrochen jeden Abend Leichen und Polizisten sehen? Wird dadurch nicht ein eigentlich interessantes, spannendes Genre ausverkauft, weil es familienfreundlich angepasst und auf Serienlänge zusammengestutzt wird?

Offensichtlich will er das! Zumindest dem ZDF geben die Quoten Recht!
Und ich gehöre zu den regelmäßigen Zuschauern (Aber nur bei den ZDF-Krimis).

Einige Sender scheinen sogar noch stolz auf ihre Produktionen zu sein. Ständig prahlt die ARD zum Bespiel mit ihrem Großstadtrevier, oder es gibt sinnloses Aufzählungen der beliebtesten Fernsehkommissare in irgendwelchen Ranking-Shows.

Davon habe ich noch selten etwas mitbekommen. Und wenn, dann amüsiere ich mich höchstens darüber.

Vielleicht könnte man ja ein Top10-Ranking mit den unrealistischsten Vorabendkrimis machen.
Die üblichen Verdächtigen (aus dem Gedächtnis):
ZDF: SOKO 5113, SOKO Köln, Die Rosenheim-Cops, SOKO Wismar, Küstenwache, SOKO Stuttgart, Notruf Hafenkante, SOKO Kitzbühel
ARD: Großstadtrevier, Nordisch herb, Hubert & Staller, Henker & Richter (und ich fürchte, 2012 wollen die mit Krimiserien voll durchstarten…)
Sat 1: Niedrig & Kuhnt, Lenßen & Partner, K11,

  1. Bei “Rosenheim Cops” und “SOKO Kitzbühel” stimme ich Dir zu. Die sind wirklich absolut unrealistisch!
  2. “Großstadtrevier” und “Notruf Hafenkante” gelten nicht als Krimis, sondern als Polizeiserien. Das ist ein kleiner, aber feiner Unterschied. Außerdem spiegeln sie die Realität doch teilweise recht gut wider.
  3. Die SAT.1-Serien sind keine Krimis, sondern “Scripted-Realitys”, und das ist nun wirklich was ganz anderes …

Wie wär’s mit ner netten Familienserie? Lief nicht mal „Berlin, Berlin“ auf so einem Sendeplatz? Wenn man haufenweise Krimiserien produzieren kann, kann man sich bestimmt auch was anderes schreiben lassen.
Außerdem: so wie du argumentierst könnte man glauben, es gäbe zu viel Sendezeit, die man notwendigerweise mit Mist vollstopfen muss, weil Qualität gerade aus ist… :wink:

Das alles trifft auf 90-Min.-Krimis genau so zu. Austauschbar sind Beamte im realen Leben ebenfalls.

Finde ich nur bedingt. Die meisten Tatort-Kommissare versuchen ja doch irgendwo ein bisschen unterscheidbar zu sein.

Und ich gehöre zu den regelmäßigen Zuschauern (Aber nur bei den ZDF-Krimis).

Dann kannst du meiner Mutter die Hand geben. Aber ich frage mich und dich: Wie hält man das aus?

  1. „Großstadtrevier“ und „Notruf Hafenkante“ gelten nicht als Krimis, sondern als Polizeiserien

Da hast du natürlich Recht. Ich hab das im Augenblick nicht so eng gesehen. Aber wo das deswegen realistisch sein soll, sehe ich irgenwie nicht…

  1. Die SAT.1-Serien sind keine Krimis, sondern „Scripted-Realitys“, und das ist nun wirklich was ganz anderes …

Auch das stimmt natürlich… Obwohl… Wirklich? Das läuft unter „Scripted Reality“? Dafür ist es sogar noch recht gut… haha… Ich dachte eigentlich, das liefe unter „Low Budget Serie mit Laienschauspieler“