Soweit käme es noch...

Diskussion über den Blog-Artikel: Soweit käme es noch…

Für großes Gelächter sorgte Ende August ein Tweet von mir. Da hatte doch tatsächlich jemand auf RTL Now, der kostenpflichtigen Mediathek von RTL, irgendwelchen Dailysoap-Dreck angeschaut - und dabei zur Bezahlung meine Adresse und die Nummer unseres Spendenkontos angegeben.

Ich hatte diese Beträge selbstverständlich zurückgebucht, denn soweit kommt es noch, dass vom Spendenkonto ausgerechnet das Programm von RTL finanziert wird. RTL schickte mir daraufhin eine Mahnung ins Haus, die ich natürlich sofort in den Mülleimer warf (wo alles, was ein RTL-Logo hat, hingehört).

Heute nun erreicht mich das Schreiben einer Inkasso-Firma. Aus den ursprünglich 5,97 Euro sind inzwischen 93,85 Euro geworden (inklusive Mahngebühren, Inkassogebühren). Lesen Sie mal:

Ich habe dieser Inkasso-Firma natürlich sofort eine E-Mail geschrieben und denen erklärt, dass ich die Unterstellung, ich hätte Geld für eine gequierlte Scheiße namens RTL Now ausgegeben, als infam zurückweise.

Wer auch immer sich diesen Scherz erlaubt hat, meine Adresse und die Nummer unseres Spendenkontos anzugeben: Der Spaß ist gelungen, kann aber nun unangenehme Folgen für die Person haben. Denn die Inkasso-Firma wird, da sie ja nun bei mir nicht landen kann, sicher über andere Wege weiter fahnden.

Mit was für einem Blödsinn ich mich so nebenbei herumschlagen muss. Mensch, Mensch…

Herrlich! Hab grad Milch übern Bildschrim verteilt -.-

Nur mal eben so
Streich das Aktenzeichen auch im Text (falls nicht beabsichtigt)

Mit nervigen geldeintreibern kennt sich Kai Uwe ja aus, solltest ihn mal fragen :wink:

Weiter so!

Im Text ist noch ein Aktenzeichen nicht geschwärzt

@Topic:
Wie armselig muss man sein auf irgendeine Namen (und dann auch noch bei einem Spendenkonto) Rechnungen zu “produzieren”

Das ist ziemlich witzig …

Aber das Spendenkonto könntest du auch mal sperren lassen. Afaik kann man der Bank sagen, dass von diesem Konto nichts per Lastschrift abgebucht werden können … soll. :smiley:
Müsstest du mal bei deiner Bank (Sparkasse?) in Erfahrung bringen. Das macht bei öffentlich bekannten Kontonummern eigentlich immer Sinn …

RTL hin oder her solltest du solche Forderungen nicht einfach entsorgen, denn eine versäumte Einspruchsfrist und schon kann sowas rechtskräftig sein.
Ist aber schon bedenklich, dass ich mit einem Namen und einer Bankverbindung bezahlen kann. Ich sollte die von anderen bedenkenlos entsorgten Belege (Bankmülleimer, Supermarktkassen) mal mitnehmen…

Aber solange wir weiter Spaß mit RTL und dir haben, würde ich dir sogar die 1,98 Eus spenden.

Wer ist eigentlich so krank für den Dailydreck auf RTL Geld zu bezahlen? Ich hoffe, die Inkassos finden den. Dann solltest du ihn mal interviewen. Und dann wegen ■■■■■■ anzeigen!

Mal davon ab, dass die Angabe fremder Kontakt- und Bankverbindungsdaten zutiefst verachtenswert ist und mit 20 Hieben mit der Bleipeitsche auf das entblößte Gemächt bestraft gehört…

Wer ist eigentlich nachweispflichtig?
Muss Holger beweisen, dass er es nicht gewesen ist? Falls ja… wie würde das gehen?
Oder muss das Inkassounternehmen seine Nutzung des berechneten Dienstes nachweisen, was ich auch für schwierig halte. Nicht das da wieder ein Gerichtsverfahren bei rauskommt…

Von 6 auf fast 100 Euro Rechnungsanstieg ist allerdings auch superdreist. 'Nen so teuren Brief müsste Holger einrahmen und aufhängen :smiley:

Genial :smt023

Recht hast du. Alles, was RTlLim Namen hat, gehört in den Mülleimer.

Naja Polizei einschalten und dann findet ja dann recht schnell die IP raus von dem Kerl, der auf der Seite war.
(Oder dürfen die Provider für sowas die noch nicht rausrücken?)
Wie siehts aus, wenn er nen Proxy genutzt hat?

Ich glaube, dass das Ganze noch recht interessant werden kann. Vllt hat Holger bald selbstgedrehtes Material von Inkasso Moskau :smiley:

Nur mal als Info an dich Holger, was noch auf dich zukommen kann.
Eventuell weißt du das alles schon, aber dann hilft es vll. anderen hier im Forum.

Das Inkassounternehmen wird wahrscheinlich irgendwann beim zuständigen Amtsgericht ein Mahnverfahren anstrengen.
Das heißt, es wird beim Amtsgericht einen Antrag mit den entsprechenden Angaben einreichen. Das Gericht prüft diesen Antrag dann ausschließlich auf formelle Richtigkeit und stellt ihn als Mahnbescheid zu.
Ab der Zustellung hat mann dann zwei Wochen Zeit zu widersprechen.
Also, bitte einen gerichtlichen Mahnbescheid nicht in den Mülleimer werfen wie die Mahnung von einem Unternehmen (wie etwa RTL).
Wenn man nicht Widerspruch einlegt, wird das Gericht einen Vollstreckungsbescheid erlassen, der den vermeintlichen Gläubiger zum Eintreiben des Betrags offiziell berechtigt (egal ob die Forderung berechtigt ist oder nicht :!: )

Legt man aber gegen den Mahnbescheid Widerspruch ein, so wird ein reguläres Verfahren beim Amtsgericht eröffnet.
Das bedeutet dann, dass der vermeintliche Gläubiger die Berechtigung seiner Forderungen bei Gericht nachweisen muss.
Spätestens ab hier hört man dann von den entsprechenden Firmen mit unberechtigten Forderungen nichts mehr. :mrgreen:

Noch genauer hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Mahnverfahren

Muss Holger beweisen, dass er es nicht gewesen ist? Falls ja… wie würde das gehen?
Oder muss das Inkassounternehmen seine Nutzung des berechneten Dienstes nachweisen, was ich auch für schwierig halte. Nicht das da wieder ein Gerichtsverfahren bei rauskommt…

Die Beweislast im Verfahren (nach Widerspruch seitens Holger) trägt die Klägerin. Diese müsste dann vermutlich eine IP Adresse vorweisen und dass Holger von diesem Anschluss aus das RTL Angebot genutzt hat.

@Holger

Vielleicht solltest du auch deine Adresse auf dem Inkasso-Fetzen schwärzen damit diese dreiste Aktion nicht noch einige Nachahmer findet, aber der Wisch ist echt RTL-typisch, irgendwelche offenen Rechnungen sind auch gleich an ein windiges Inkasso-Büro gekoppelt, herrlich, hier unterscheidet sich die Kölner Sondermüllanstalt in keinster Weise von gewissen Mobilfunkanbietern! :ugly

RTL schickte mir daraufhin eine Mahnung ins Haus, die ich natürlich sofort in den Mülleimer warf (wo alles, was ein RTL-Logo hat, hingehört).

Um sich damit den Arsch zu wischen, ist das Papier ja leider zu hart!! :smt025

Dankeschön :slight_smile:

Soweit ich weiß besteht aufgrund der Schadensminderungspflicht eh keine Möglichkeit normale Inkassokosten “einzutreiben” und erst Recht nicht in dieser Höhe! Wenn es eine berechtige Forderung wäre würde es genügen auf die Hauptforderung zu überweisen mit Hinweis auf die zig Gerichtsurteile die besagen das Inkassokosten keine nötigen Rechtsverfolgungskosten darstellen da sie prinzipell nicht mehr Rechte haben als du und ich auch!

Der Blödsinn stellt strafrechtlich ggf. einen B-trug dar.

…es wäre in diesem Sinne wohl auch B-trug, wenn sich jemand, um dem Inkassounternehmen die Sinnlosigkeit seines Tuns vor Augen zu führen, mit der Bankverbindung des Inkassounternehmens bei “RTL NOW” anmelden und dort kostenpflichtige Filme sehen würde - aber wer würde sich schon freiwillig für so etwas hergeben… :roll:

Zu einem gerichtlichen Mahnverfahren wird es auch nicht kommen weil sie wissen das sie nicht die ganz Summe Einklagen können. Sie werden aber immer weiter Mahnungen schreiben mit immer höheren Forderungen.

Auf jedenfall sollte Holger zur Polizei gehen und gegen Unbekannt eine Anzeige machen wegen ■■■■■■.

Inkassogebühren (und eine etwagie Erhöhung derselben) sind reine Einschüchterungsmaßnahmen. Wenn es nachher zu einer Klage seitens RTL käme bekämen sie ohnehin nur die Anwaltskosten erstattet - vorausgesetzt natürlich daß die Forderung gerechtfertigt wäre. Also nicht nervös machen lassen.
Die meisten Inkassofirmen verschicken nur automatisiert erstellte Schreiben und berechnen dafür dann ein fiktives Anwaltshonorar. Daher ergibt sich dann deren Gewinn falls sie einen Dummen finden (bei RTL Kundschaft nicht ganz unwahrscheinlich). Würden sie wirklich einen Anwalt dafür arbeiten lassen wäre der Gewinn gleich null.
Was bei einem Mahnbescheid vom Gericht zu tun ist wurde ja bereits geschrieben.
Falls es mal eine berechtigte Forderung ist: Immer nur die Hauptforderung direkt an den Gläubiger überweisen - nie an das Inkassounternehmen. Die behalten dass Geld zunächst zur Deckung ihrer eigenen Gebühren ein und der Gläubiger sieht nichts davon.

Die Mühe einfach mal einen Brief an RTL zu schreiben dass die Forderung nicht gerechtfertig ist hätte ich mir allerdings dann doch gemacht.

Ich warte übrigens gerade auf die fest zugesagte Klage wegen einer meines Erachtens ungerechtfertigte Forderung gegen mich. Ich bin mal gespannt ob es damit was wird. Das Inkassounternehmen hätte eben nichts davon und nervt lieber weiter. Jeden Tag steht ein Doofer auf - man muß ihn nur finden.

Holger du hast absolut richtig reagiert und dich nicht von der Mahnung einschüchtern lassen :smt023.
Unglaublich was ich da im Blog gelesen habe das ist wirklich eine Frechheit von einem Unbekannten zur Bezahlung das er irgend welche Dailysoap auf der kostenpflichtigen Mediathek von RTL Now deine Adresse und die Nummer von dem Spendenkonto von Fernsehkritik Tv angibt. Mit der Rückbuchung hast du auch alles richtig gemacht.
Ich hab auch die Mahnung von der Inkasso-Firma gelesen. Du sollst also insgesamt 93,85€ bis zum 27.10.2012 einzahlen. Aber natürlich tuts du nicht und das ist auch richtig. Das du dieser Inkasso-Firma auch eine E-Mail gesendet hast in der du ganz klar geschrieben hast das du züruckweist jemals soll eine Blödsinn in der Mediathek von RTL Now angeschaut zu haben war ebenfalls richtig. Wenn sowas kommt muss man sich wehren. Ich hoffe das hört nun auf und du hast nun wieder etwas Ruhe.

Hätte sich die Sache nicht viel einfacher aus der Welt schaffen lassen, wenn gleich Ende August eine Mail an den RTLNow-Kundenservice gegangen wäre: “Sehr geehrte etc…habe ich nicht geschaut…öffentlich einsichtige Adresse & Kontodaten…habe Rückbuchung eingeleitet…Vielen Dank”. Man kann doch auch selbst ein wenig dafür sorgen, dass es nicht soweit kommt.

Wie komme ich denn dazu? Warum muss ich mir Mühe machen, wenn die nicht genug Sicherheitskontrollen haben? Irgendwie muss derjenige ja auch eine E-Mail-Adresse angegeben haben, mit der er seine Anmeldung bestätigt hat.

Mensch Holger, du hättest das viel früher klären können, indem du mit den Leuten redest, dass du das nicht warst. Dann hätten die die IP raussuchen können und demjenigen das in Rechnung stellen, der das wirklich war. Ich befürchte, derjenige war entweder irgendwie mit einer IP unterwegs, die ihn nicht mehr ermittelbar machen, und du bist dann der einzige Hinweis, oder aber es entsteht irgendein Blödsinn, dass die IP nicht rausgegeben werden darf. Oder ein Internetcafe ist die Adresse :?

Schreib den Leuten doch einfach was Sache ist. Warum bist du dahingehend mit Gewalt auf Krawall gebürstet?