Zurückgespult Folge 33. Hier kann darüber diskutiert werden!
Holger schaut diesmal auf ein Filmprojekt zurück, das 2009 entstand. Das Ganze nannte sich „Deutscher Geheimdienst“ und war ein interaktiver Thriller. Von der interaktiven Seite ist nichts mehr übrig, aber der Film an sich lohnt sich, ein bisschen drüber zu erzählen. Immerhin gibt es auch hier bereits Begegnungen mit einigen Persönlichkeiten aus dem späteren MG-Universum.
Also diese Christian ist gerade dafür, dass er quasi die Hauptrolle spielt, darstellerisch ja echt der schwächste aus dem ganzen Cast; und seine Körpersprache sagt auch nicht unbedingt „Geheimagent“, sondern eher „verkappter Ballettänzer“
Aber ein hübscher Kerl ist er.
Ich hatte das ganze wesentlich trashiger in Erinnerung, für ein Erstlingswerk mit Mini-Budget ist das echt nicht übel.
Geht mir umgekehrt, damals in kleinen Häppchen zum durchklicken, mit den verschiedenen Optionen, das hatte was, aber so als Film find ichs extrem trashig xD
Oscarverdächtig ist das Ding jetzt nicht, besonders was die doch etwas krude Handlung angeht, das stimmt schon, aber wenn man bedenkt, dass das ein Projekt von ein paar Kumpels ist, die das alles ohne Budget und ohne wirkliche Erfahrung in ihrer Freizeit gedreht haben - und das im Jahr 2009, als längeres Bewegtbild im Internet wirklich noch Neuland war und YouTube noch in den Kinderschuhen steckte, ist es doch echt nicht schlecht.
Vieleicht waren beim ersten Schauen damals auch meine Erwartungen einfach zu hoch
Das Entscheidende ist eben der Spielcharakter, der hier völlig fehlt. Als reiner Spielfilm ist das in der Tat Tash - da wäre ich der Letzte, der das bestreitet
Da war Alsterfilm Netflix aber zeitlich weit voraus, wenn man bedenkt, dass interaktive Filme wie bspw. Black Mirror Bandersnatch erst Jahre später rauskamen
Ja, „Deutscher Geheimdienst“ war der ERSTE Deutschsprachige(!) interaktive Film der Welt! (meines Wissens^^)
Das Genre entstand mit der Einführung der Laserdisc und der dazugehörigen Abspielgeräte, die als erste Video-Abspielgeräte wahlfreien Zugriff boten..
Ein früher Versuch, Video mit Computerspielen zu verknüpfen, war Rollercoaster , geschrieben in BASIC für den Apple II von David Lubar im Auftrag von David H. Ahl, Herausgeber des Magazins Creative Computing. Es handelte sich um ein Textadventure, das auf einen Laserdisc-Player die Wiedergabe von Ausschnitten des Kinofilms Achterbahn (Rollercoaster , 1977) auslösen konnte. Das Programm wurde 1981 geschrieben und in der Januar-Ausgabe 1982 von Creative Computing veröffentlicht. Zugleich erschienen ein Artikel von Lubar, in dem die Entstehung des Spieles beschrieben wurde, und ein Artikel von Ahl, der Rollercoaster als erste Kombination von Video und Computerspiel bezeichnete und eine Theorie der Video/Computer-Interaktivität vorschlug.