PREMIUM - Zurückgespult #32: Sonntagsfrühstück - Umgang mit dem Tod (2019)

Das habe ich auch gemacht und bin mir im Nachhinein sicher, dass mein Klassenlehrer das sehr wohl gemerkt hat, sich aber nichts hat anmerken lassen. Noch viel später habe ich mir dann die Frage gestellt, warum ich blöder Schwachkopf nicht einfach irgendeine Unterschrift erfunden habe und bei Nachfrage behauptet hätte, es sei die Unterschrift meiner Mutter. Deren Unterschrift kannte in der Schule nämlich niemand.

2 „Gefällt mir“

hallo danke für den clip und die schönen worte am ende. PS: auch wenn es manchmal schwer fällt, wir haben leider nur ein leben..also macht was draus.

ach ja, ich hoffe das es noch mehr Helmut Z. fans gibt außer Mario und Ich. der mann war echt ein entertainer vorm herrn wie master perez. ich were seine orgelei vermissen als musikfreak..

lg, belibt gesung und allen vom team und euch da draussen einen gutes 2026 ohne ärger, stress und co…

sören

3 „Gefällt mir“

Trotz aller Bitterkeit, die die Situation mit sich bringt, finde ich das, was Mario hier sagt bezüglich lebensverlängerte Maßnahmen, fast schon tröstlich. Am Ende hat er sich durch seine Patientenverfügung doch ein Stück Selbstbestimmtheit bewahren können.

Ich halte es auch für empfehlenswert, diese Entscheidung nicht den Angehörigen zu überlassen. Eine Patientenverfügung sollte eigentlich jeder machen. Oder das Thema mit den nächsten Verwandten zumindest mal besprochen haben.

8 „Gefällt mir“

Richtig. Wegen Marios tragischem Schicksal habe ich mich letzte Woche auch hingesetzt und eine Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung ausgefüllt und mit meinen Angehörigen durchgesprochen. War eine nervige Angelegenheit und hat viel Zeit und Druckerpapier gefressen, aber so, so wichtig, wenn man ein bestimmtes Schicksal wünscht oder nicht wünscht.

Macht das alle.

8 „Gefällt mir“

und dazu noch ein MG Logo auf die Urne?

es ist immernoch traurig und unwirklich

Habe auch einen Bekannten der eine künstliche Herzklappe bekam, davor hat er kaum noch Luft bekommen
Operation dauerte 8 Stunden, dann Halluzinationen (was ganz normal ist bei dieser langen Operationsdauer, da das Gehirn unter Dauerstress ist )und viele Medikamente und kein gutes Essen, er hat 20kg abgenommen (vorher Normalgewicht). dann direkt Reha, wo ich ihn besucht habe. Er war ganz schwach und konnte kein Fleisch essen, was er vorher liebte. 6 Wochen später war er wieder das blühende Leben,wahnsinn wie schnell sich der Körper auch regeneriert. Nun hat er leider gelegentlich sehr hohen Blutdruck, gerne mal Schlücken Alkohol , viel rote Wurst, und wenigstens ein Hund um regelmäßig Spazieren zu gehen…
und alles begann mit einer Herzmuskelentzündung in frühen Jahren, weil er krank zur Arbeit gegangen ist und nicht auf sich geachtet hat
Mario liebte Kühlschrankmagnete und ich habe ihm in Braunschweig einen Magneten aus der Karibik überreicht beim Bäcker am HBF

eine Freundin mit sehr viel Krebs jahrelang ist verstorben und hatte zum Glück kein Entsperrcode etc im Handy, die Eltern haben dann die erste Nummer in der Wahlwiederholung gewählt und so wurde eine Freundin gewählt und wir haben alle davon erfahren

Grüße an das Geburtstagskind im Himmel, hoffe du feierst schön :tada:

4 „Gefällt mir“

Wilhelm, soll das etwa heißen, dass das, was Du uns hier so alles schon erzählt hast, NOCH NICHT Deine schmutzigsten Geheimnisse waren?!

Beim gelben Sessel hättest Du uns damals sogar anonym Deinen Schweinkram erzählen können. Den gelben Sessel gibt es nicht mehr, Domian auch nicht. Bleibt Dir nur noch der Beichtstuhl, vorausgesetzt, Du bist katholisch. :wink:

2 „Gefällt mir“

Ich war lange Zeit katholisch, aber bin schon vor etwa 15 Jahren ausgetreten und bereue es keinen Tag. War das jetzt auch ein schmutziges Geheimnis :grin:

2 „Gefällt mir“

Nur, wenn du der Priester warst und während der Predigt Karl Spiehs Filme gezeigt hast. :stuck_out_tongue:

Was das Thema Tod in der Schule angeht, scheint das aber wirklich ein Tabu-Thema zu sein. In der 10. Klasse hatte eine Lehrerin in den Osterferien auf dem Rückweg vom Urlaub einen tödlichen Autounfall, bei dem auch ihr Sohn ums Leben gekommen ist. Nur der Mann hat überlebt, weil er hinter ihr in einem zweiten Auto gefahren ist.
Das einzige Thema in der Schule war dann: „Oh mein Gott, was machen wir jetzt: Die Abschlussprüfungen stehen an…“ und sie war die Deutschlehrerin der Parallelklasse. Aber sowas wie ne Trauerfeier gab es in der Schule nicht.

4 „Gefällt mir“

Das kann ich für das Bundesland Hamburg definitiv nicht bestätigen. „Tod und Sterben“ ist fester Bestandteil der von der Behörde vorgegebenen Unterrichtsstoffe für das Fach Religion - wir haben das bislang immer in Klasse 10 gemacht, aber unser internes Curriculum verändert sich gerade und ggf. wird dieses Thema vorgezogen.

Ansonsten sind tragischerweise gleich drei Schüler bzw. Schülerinnen meiner Schule (unabhängig voneinander) im letzten Schuljahr gestorben. Natürlich gab es für jeden davon eine Trauerfeier, wo die Eltern dies nicht abgelehnt haben. Es gab auch jeweils einen Andachtsraum, wo die anderen Schüler hin könnten und zum Beispiel Bilder, Gedichte etc. hinterlassen könnten, oder beten könnten, oder mit dem Verstorbenen Zwiesprache halten konnten oder was auch immer. Dort war auch ein Sozialarbeiter des Beratungszentrums auf Abruf für Seelsorge im weitesten Sinne bereit.

Also ganz so wegignoriert, wie manche glauben, wird das Thema nun nicht.

1 „Gefällt mir“

Wie es heute ist, kann ich nicht beurteilten. Ich gehörte zu den ersten, bei denen die Fächer LER und Religion (man hatte die Wahl zwischen eines der beiden Fächer) in der 7. Klasse in Brandenburg eingeführt wurden und damals gab es die Fächer auch nur in der 7. und 8. Klasse. Und in Religion haben wir bei einer Wochenstunde eher so Allgemeinwissen wie den Ursprung der Feiertage behandelt.

1 „Gefällt mir“