Politischer Smalltalk

[QUOTE=Danzig;486836]Die gibt es aber auch bei der CDU.[/QUOTE]
Das ist eher eine grobe [B]Richt[/B]linie.

Der CDU-Wähler weiß eher was er bekommt, als jemand, der bei der SPD sein Kreuz macht, aus den genannten Gründen.

Manchmal ist es wichtiger, was man [I]nicht[/I] bekommt…

[QUOTE=Danzig;486855]Der CDU-Wähler weiß eher was er bekommt,[/QUOTE]

“Mit mir wird es keine PKW-Maut geben.” (A.Merkel, 2013)

Der ein oder andere in der Union kann sich durchaus Koalitionen den Braunen vorstellen.

Und Du, Baru, hörst jetzt mal mit dem Lügen auf! :voegsm:

[QUOTE=Scumdog;486857]Manchmal ist es wichtiger, was man nicht bekommt… [/QUOTE]

Du plädierst also für eine Rote-Socken-Kampagne? 8)

Die CDU wird gegenüber der AfD nicht einbrechen wie die SPD gegenüber der Linkspartei, auch wenn ihr es gerne sehen würdet. :mrgreen:

Und du so? :cool:

Absolut niemals nie nicht!

Hast du jetzt noch zwei Stunden nach deinem eigentlich Post ein paar Zeitungsartikel dazueditiert? Lässt dir keine Ruhe, wa? :lol:

Die paar Einzelstimmen ändern überhaupt nichts daran, dass es die SPD ist, die sich seit Jahren an die Linkspartei ranwirft. Wenn wir mehrere CDU-AfD-Landesregierungen haben (samt CDU-ermöglichten AfD-Ministerpräsidenten) und im Bund Union-AfD eine [B]ernsthafte[/B] Option darstellt, können wir das Thema nochmal aufgreifen.

Niedlich wie hier ums Verrecken eine Union / AfD-Option konstruiert wird :smiley: Die SPD hingegen kokettiert offen mit den Demokratiefeinden der Ex-SED.

Joa, wollt keinen neuen dafür machen

Die paar Einzelstimmen ändern überhaupt nichts daran, dass es die SPD ist, die sich seit Jahren an die Linkspartei ranwirft.

Hä? Was hat das eine hier mit dem anderen zu tun?
Die Kausalitäten, die du hier implizierst, sind mir nicht ganz klar

großes Thema: Koalitionsoptionen
Unterthema: Verlässlichkeit, bzw. “Flexibilität” der Parteien, vor allem Union/SPD, aka rote Linien

SPD: open for all, außer AfD
CDU: aus Prinzip keine Koalition mit Linkspartei und AfD

An der Stelle grätscht du rein.

Ich lege dir dar, dass es bei der Union Einzelstimmen sind, die erweiterte Koalitionsoptionen für die Zukunft offenhalten wollen, aber eine “Flexibilität” wie bei der aktuellen SPD nicht vorzuweisen ist.

Wenn du [B]ausschließlich[/B] über die CDU reden möchtest, ist das dein Bier.

Ich lege dir dar, dass es bei der Union Einzelstimmen sind, die erweiterte Koalitionsoptionen für die Zukunft offenhalten wollen, aber eine „Flexibilität“ wie bei der aktuellen SPD nicht vorzuweisen ist.

Die diesbezügliche Flexibilität seitens der Union ist doch aber an anderer Stelle schon aufgezeigt worden.
Was du dagegen vorbringst sind zwar schöne

Die CDU wird gegenüber der AfD nicht einbrechen wie die SPD gegenüber der Linkspartei, auch wenn ihr es gerne sehen würdet.

, aber ebenso inhaltsleere Slogans und Behauptungen.

Wenn du ausschließlich über die CDU reden möchtest, ist das dein Bier.

Will ich nicht, aber stelle du doch keine Zusammenhänge her, wo es keine gibt.

Dass es keine Koalition zwischen Union und AfD/Linkspartei gibt, ist keine Behauptung, sondern eine Tatsache. Dass die SPD mit, über und unter der Linkspartei koaliert, ist keine Behauptung, sondern eine Tatsache. Es geht um “rote Linien”. Die sind bei der Union erreicht, wenn Einzelne den Umgang mit Randperteien wie der AfD oder Linkspartei hinterfragen. Bei der SPD hingegen kennt man in Bezug auf die Linkspartei keine roten Linien mehr.

Wenn es dir aber gar nicht um die CDU geht (natürlich :lol:), kannst du dich auch gerne z. Bsp. zur Linkspartei äußern oder zu einer Koalition zwischen SPD und FDP.

Was kann man eigentlich konkret der Linkspartei bei ihren Regierungsbeteiligungen vorwerfen, was sich die anderen Parteien nicht auch wechselseitig vorwerfen?

Zum Beispiel: Als ich politisiert wurde, regierte hier in Mecklenburg-Vorpommern Rot-Rot. Mal davon abgesehen, dass die wirtschaftlich und arbeitsmarkttechnisch versagten - aber das wird ja auch anderen vorgeworfen - unterstützen die Dunkelroten alte SED- und Stasi-Genossen, verhelfen ihnen durch tatkräftige Rückendeckung zu Ämtern. Ich möchte den Namen meiner Stadt nicht verraten, weil mir ein gewisses Maß an Anonymität wichtig ist. Aber Stasi-Offiziere weiß die Partei unterzubekommen. Sowas findet man leider hauptsächlich nur in Regionalzeitungen, wenn man es selbst nicht miterlebt.

Man erinnere zudem an das unsägliche Gebären der Genossen in Thüringen und darüberhinaus als es darum ging anzuerkennen, dass die SED-Diktatur ein Unrechtsstaat ist. Schaffte es letztlich auch nur entschärft in den Koalitionsvertrag.

Auf Bundesebene kämen dann noch weitere Probleme dazu, auf die ich in der Vergangenheit zu Genüge einging und für die SPD, bis vor Kurzem, auch eine Regierungsbeteiligung ausschlossen.

[QUOTE=Danzig;486893]Dass es keine Koalition zwischen Union und AfD/Linkspartei gibt, ist keine Behauptung, sondern eine Tatsache. Dass die SPD mit, über und unter der Linkspartei koaliert, ist keine Behauptung, sondern eine Tatsache.[/QUOTE]
Naja, in deinem Mindset ist eine Koalition mit links eben etwas unglaublich schlimmes.
Keine Ahnung, wie es da beim durschnittlichen SPD-Wähler mit aussieht.

Nicht [I]links[/I], sondern [I]Linkspartei[/I].

Ist in deinem Mindset eine Koalition mit rechts etwas unglaublich Schlimmes?

Das stimmt, wir sprechen konkret von Linkspartei und AfD.
Und offenbar davon, wie es sich bei den Parteien um gleichwertige Gegensätze handelt, was nicht der Fall ist.

[QUOTE=Danzig;486897]Sowas findet man leider hauptsächlich nur in Regionalzeitungen,.[/QUOTE]

Weil man mit Stasistories im Westen keine Wurst vom Teller zieht. Das interessiert diesseits von Helmstedt bestenfalls notorische Linkenfresser, die ohnehin nicht auf die Idee kämen SPD oder Grüne zu wählen.
Wahlarithmetisch sind solche Bedenken also auf Bundesebene nicht nennenswert von Belang.

Es ist übrigens nicht allzu lange her, da waren die Grünen für die Union als Koalitionspartner undenkbar. Wie es heute aussieht, weiß jeder. Deshalb wähle ich nach 20 Jahren Treue auch nicht mehr Grün.

Warum sollte diese Flexibilität in der (Koalitions-)Partnerwahl für die CDU nicht auch nach rechts möglich sein? Nicht jetzt, nicht nächstes Jahr, aber in mittelferner Zukunft? In Österreich hat sich die ÖVP unter Schüssel schon vor beinahe 20 Jahren mit Haider ins Bettchen gelegt.

[QUOTE=Scumdog;486900]Das stimmt, wir sprechen konkret von Linkspartei und AfD.
Und offenbar davon, wie es sich bei den Parteien um gleichwertige Gegensätze handelt, was nicht der Fall ist.[/QUOTE]

Joa als Gegensätze würd ich die auch nicht bezeichnen :>

[QUOTE=Greggy;486902]Es ist übrigens nicht allzu lange her, da waren die Grünen für die Union als Koalitionspartner undenkbar. [/QUOTE]

Die Grünen nähern sich der Union allerdings auch in großen Schritten an. Jemand wie Kretschmann ist ein Konservativer mit grünem Daumen.

[QUOTE=Greggy;486902]Deshalb wähle ich nach 20 Jahren Treue auch nicht mehr Grün.[/QUOTE]

Mittlerweile ist es die Linkspartei, davor DKP?

[QUOTE=Greggy;486902]Warum sollte diese Flexibilität in der (Koalitions-)Partnerwahl für die CDU nicht auch nach rechts möglich sein? Nicht jetzt, nicht nächstes Jahr, aber in mittelferner Zukunft?[/QUOTE]

Linke reden das seit Jahren herbei und klammern sich an jeden vagen Mundpups, der diesbezüglich irgendeinem Hinterbänkler der Union entfleucht.

Wir haben dieses Jahr eine Bundestagswahl. Bleibt es bei der großen Koalition? Führt vielleicht sogar die SPD diese an? Wie schaut es mit Schwarz-Grün aus? Würde bei letzten beiden Varianten die CSU mitziehen? Reicht es für Schwarz-Gelb? Oder Rot-Grün? Schaden sich SPD und FDP, wenn sie andeuten, dass sie miteinander könnten?

Lieber würde ich mit euch über realistische Koalitionen reden. Dazu gehört übrigens auch Rot-Rot-Grün. Auf eine Phantomdiskussion über ein Bündnis zwischen CDU und AfD, die keine Rolle spielen wird, habe ich, ehrlich gesagt, keinen Bock.

Scumdog und du könnt euch aber natürlich über mögliche Koalitionsoptionen zur Bundestagswahl 2029 austauschen. Bis dahin klinke ich mich allerdings aus.