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Olympia ohne Nationen


#1

Wollte mal mit euch über folgende Sache diskutieren: Wie wäre es, wenn man bei Olympia nicht mehr offiziell Nationen hätte? Dann gäbe es keinen Medaillenspiegel mehr, und einzelne Länder könnten dann vielleicht im 4x100 Meter lauf ein gemeinsames Team hinschicken-also die Skandinaver zum Beispiel: Für eine gemeinsame 100 Meter Staffel gibt jeder seinen Landesmeister her. Ich denke auf diese Weise das ständige: Wir müssen besser sein als die andere Nation beenden zu können, und es würde eher zur Völkerverständigung beitragen.
Dann könnten ja auch die Afrikaner sagen: Wir schicken ein gemeinsames Fußballteam hin.

Und so ganz nebenbei: in einigen Sportarten wie den Tennisdoppeln, den 6-Tage Rennen und den Straßenradrennfahrern, sind außerhalb von Weltmeisterschaften reine Nationenteams eh unüblich.


#2

Die Sportler sehen das anders. Und da die Sportler sich ihr ganzes Leben darauf vorbereiten, sollen Sie das auch entscheiden. Das ist die marke Nationalstolz die ich noch für unbedenklich halte.


#3

Dann wäre es ein Wettkampf der Konzerne.


#4

Klingt langweilig.


#5

Wie wäre es, wenn jeder Teilnehmer zum Sieger erklärt würde und dann auch jeder die Goldmedaille umgehängt bekommt? Dann gäbe es nur noch Sieger und keine Verlierer mehr.


#6

Anstatt gegeneinander in Wettkämpfen anzutreten, umarmen sich einfach alle!


#7

Coop ist eh spaßiger als PvP :sunglasses:


#8

Ich kann verstehen,wie man auf diese Idee kommen kann, und hätte früher vielleicht ähnlich gedacht,aber diese Idee ist vollkommen naiv:
-Olympia (und andere große Sportveranstaltungen) haben ihre wichtige Funktion als Kriegsersatz und dienen dazu nationale Gefühle nicht destruktiv ausleben zu können.
-Würde es keine Zugehörigkeit zu Nationalmannschaften geben, würden andere Organe diese Funktion übernehmen,Konzerne,gewisse Tendenzen im Profifussball oder Handball (Katar) gibt es in dieser Richtung ja bereits.Die meisten Sportfans wollen das nicht,die wollen ja genau das “er ist einer von uns”
-Man darf sich nicht der Illusion hingeben nur weil ein paar linksgrüne Utopisten in Europa so möchten,alle Menschen der Welt umdenken würden,selbst wenn es keine “Nationen” mehr geben würde,gäbe es für viele Leute eine Identifikation über Hautfarbe,Ethnie oder Religionszugehörigkeit.


#9

Was wäre dann der Anreiz für die staatliche Sportförderung?


#10

Also ich würde das unterstützen. Zudem würde ich gänzlich Medaillen abschaffen. Stattdessen bekommt JEDER eine Teilnahmeurkunde mit Kopfnote im Bereich “Fairness”. Endlich wäre der Satz “dabei sein ist alles” keine Floskel mehr…


#11

Bin dabei, wenn alle Büstenhalter tragen, mit Luftballons werfen und einander während des Wettkampfs Komplimente machen. Beste South-Park-Folge, “Sarcastaball”.


#12

Komplimente machen ist misogyn, mein Gott, du bist so 2018.


#13

Ja, ich sollte dringend an meinen Manieren arbeiten.


#14

Also ich halte es für besser, wenn Patriotismus und Nationalbewusstsein im Sport ausgelebt werden, als wenn das im Krieg passiert.
Und ich bin Befürworter von Patriotismus.