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Neue tagesschau.de-Leiterin

Am Dienstag wurde verkündet, dass Juliane Leopold ab Juli Leiterin von tagesschau.de wird. Ich will auch gar nicht bewerten, ob sie für den Job die Richtige ist, dazu weiß ich zu wenig über sie. Dass sie BuzzFeed Deutschland gründete und dort Chefredakteurin war, erschreckt mich, weil ich BuzzFeed für eine billige Clickbait- und Klickstreckenseite halte, die nichts mit Journalismus zu tun hat.

Seit der Ankündigung ist auf Twitter einiges passiert. Jemand hat einen alten Tweet von ihr herausgekramt, in dem sie Jörg Kachelmann mit dem Kindermörder Magnus Gäfgen vergleicht. Nach Aussagen einiger blockiert sie viele, die sie auffordern, sich zu entschuldigen, oder sie wegen anderen Dingen kritisieren oder einfach aus Lust und Laune. Zu ihrer Blockliste gehören unter anderem: Jörg Kachelmann, Markus Kompa, Christian Ulmen, Tobias Huch (ehemaliger FDP-Politiker)

Ich glaube es dürfte tatsächlich schwer fallen jemanden zu finden, der Buzzfeed irgendwie mit ernsthaften Journalismus in Verbindung bringen würde.
tagesschau.de im Bento Stil… ich finde das hat was! :smiley:

Davor hat sie auch für die Neue Züricher Zeitung, Freitag und die Zeit gearbeitet und sie schreibt als Teil eines Kernteams für einen Blog, der mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet wurde. Sie hat auch zuvor schon tagesschau.de beraten.

Sie scheint also eher vielseitig veranlagt zu sein und hat für ihr Alter schon ziemlich viel erreicht. Dazu kommt jedoch auch, dass es sich hier nur um tagesschau.de handelt, nicht um die Tagesschau selber. Die letzte Chefin hat nicht mal jetzt einen eigenen Wiki-Artikel und der Posten dürfte damit nicht so wichtig und vor allem nicht unabhängig sein. Und privat sollte sie so viele blockieren dürfen, wie sie will.

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Kann man ja einfach mal schauen, was sie selbst von sich hergibt:

Ich weiss nicht so ganz, ob das so perfekt zu den ÖRs passt. Ich zumindest würde mir auf einem solchen Posten jedenfalls lieber einen klassischen Journalisten wünschen. Wie man Dinge vermarktet und effizient mit den sozialen Medien umgeht, ist sicher nicht ganz unwichtig, aber nicht das Kernthema des ÖRs. Es würde reichen sich da jemanden beratend dazu zu holen, so wie das mit ihr offensichtlich in der Vergangenheit auch schon getan wurde.