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Musste Jaden wegen Animes sterben?

Ich bin geraden auf einen Artikel im Stern gestoßen (Ausgabe 12; 16.3.2017).
Hier wird die These aufgestellt, Jaden’s Mörder, Marcel H., ist von Animes zu der Tat inspiriert worden.

Unter anderem wird darauf hingewiesen, dass es in “Yo-Gi-Oh” Figuren mit den Namen Jaden und Marcel gibt.

Wenn man Killer-Spiele, Marilyn Manson und Helene Fischer ausschließen kann muss Anime schuld sein!

[SPOILER]Ansonsten glaube ich dass der Typ hauptsächlich getötet hat weil er ‘kaputt’ ist.[/SPOILER]

[QUOTE=Rabasch;486194]Wenn man Killer-Spiele, Marilyn Manson und Helene Fischer ausschließen kann muss Anime schuld sein!
[/QUOTE]

Klingt total plausibel. Wird schon so stimmen.

Das ist doch ein konzertierte Aktion von Leuten, die Sakura zurück haben wollen. Das Magazin ist ja entstanden, weil RTL einen ähnlichen Fall konstruiert hat und Holger daraufhin Volker und Chirley interviewte :wink: .

Gestern war meine Mittagspaus zu Ende, deswegen war mein Einstiegspost etwas kurz geraten. Ich bin dann nach Feierabend nicht mehr dazu gekommen, weiter hierzu zu schreiben, obwohl ich es mir eigentlich vorgenommen hatte.

Hier die Kurzbeschreibung der Animeszene in Deutschland aus dem Artikel:
“In Deutschland werden Anime vor allem unter Jugendlichen ummer beliebter, eine Subkultur, deren Anhänger sich in die Fantasiewelt ihrer Helden flüchten. Die sind häufig Außenseiter, aber mit verborgenen Fähigleiten. Kauzig, tollpatschig und unfehlbar zugleich.”
(Wie zutreffend diese Bewertung ist, mögen die Manga und Anime-Fans hier im Forum bewerten.)

Später im Artikel kommt noch eine Beschreibung von “Yu-Gi-Oh”:
"Dort werden Kinder an Duellakademien ausgebildet und treten gegeeinander an. Für die Aufnahmeprüfungen müssen sie hart trainieren."
So klingt das fast, als würde hier eine paramilitärisches Guerilla-Ausbildunglager. Vor allem, wenn man das im Zusammenhang mit den Mord an Jaden sieht. Dabei handelt es sich um eine Aubildungsstätte für Professionelles Kartenspielen.

(Und jetzt ist meine Mittagspause wieder zu Ende, später vielleicht mehr.)

Für die radikalen Tierschützer im Internet waren die Morde an den beiden Menschen nicht das Schrecklichste, was Marcel H. getan hat, sondern die Tötung eines Hamsters.
Da muss man kriminalistisch nachfragen, ob nicht vielleicht Richard Gere, die Pet Shop Boys und Frank Zander eine gewisse Mitschuld tragen. Sollte bei Marcel H. eine CD von Fred Sonnenschein und seinen Freunden gefunden werden, ist der Fall klar.

Es war Katrin, nicht Chirley, aber ansonsten ist die Theorie natürlich korrekt. :stuck_out_tongue:

Die anderen Anspielungen kann ich zuordnen, aber Richard Gere?

@ Volker

In der Standardversion handelt es sich um eine Rennmaus (gerbil), das hat Dich vielleicht verwirrt.

Nicht unerwähnt bleiben darf Hamsterschänder Freddie Starr

zur Info:
Inzwischen ist der Artikel auch online verfügbar.

Also der Artikel ist echt wieder mal richtig reißerisch gegenüber den Animefans geschrieben.

Um 18.55 Uhr schickt er über Whatsapp ein Selfie: Marcel H., der mit blutverschmierten Händen in die Kamera grinst, im Hintergrund das Gesicht des toten Jaden.

Genau so wie in Yugioh!!

Marcel H. lernte Japanisch, er brachte es sich selbst bei. Vor allem um die Animes und Mangas, japanische Comics, im Original zu sehen und zu lesen. Immer von hinten nach vorn.

Was??? Von hinten nach vorn??? Das ist ja EXTREM!

Ein Einzelgänger. Kam mit Springerstiefeln und Kopfhörern in die Schule

Oh nein!!! Das war doch das eindeutige Erkennungszeichen, seiner Störung: Kopfhörer!!

m “/b/”, einem Unterforum von “4chan”, ist alles erlaubt, was dem japanischen Vorbild “2channel” nachempfunden ist, mit Schwerpunkt auf Animes und Mangas. Hier heißen die Nutzer “Anonymus”. Keine Namen, keine Hemmungen.

Ist ja echt krass, dass die da nicht ihre echten Nicknames benutzen sondern nur Anonymus heißen.

Hier tummeln sich Manga- und Anime-Fans wie Marcel H. genauso wie Trolle, Gewalt- und Sexsüchtige.

Was ist schlimm daran ein Mangafan, ein Troll oder sexsüchtig zu sein? Nur die Gewaltsucht würde ich als problematisch einstufen.

Oft habe man ihn laufen sehen, am Kanal entlang, anderthalb Stunden, von Herne bis nach Gelsenkirchen. Von September an ging er dann dreimal die Woche in das Fitnessstudio am Gelsenkirchener Hauptbahnhof, übte für den Sporttest, Ganzkörper, Sit-ups, Liegestütze. Und an der Stange hängen, sagt sein einziger Freund, mit dem er trainierte. Beim ersten Mal habe Marcel H. nur 20 Sekunden geschafft, im Januar waren es schon 80 Sekunden. Als er Anfang Februar die Absage von der Bundeswehr bekam, war er fertig mit der Welt.

Ich würde sagen, dass spricht für die Qualität der Eignungsprüfung der Bundeswehr, dass so ein Typ da nicht auch noch ausgebildet wird.

In Kurz: Eine furchtbare Tat eines Irren, der scheinbar Anime gemocht hat.