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Maischberger zum Thema Öffentlicher Rundfunk - 28.02.2018

Könnte interessant werden. Mit dabei: Tom Buhrow, Thomas Gottschalk, Beatrix von Storch.
Die Zuschauer sind aufgefordert Fragen per Video einzuschicken. Auf, auf!

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Du glaubst doch nicht allen Ernstes, da gibt es eine ernsthafte Diskussion, oder? Die Fragen werden vorsortiert in Positiv und leicht zu widerlegen. Und selbst wenn bei dieser Runde Kritiker dabei sind-deren Redezeit dürfte bei 5% liegen

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Wenn man sich anschaut, wer als Kritiker der ÖR eingeladen ist, ist doch wieder alles klar: Beatrix von Storch. Am Ende kann man dann wieder sagen… ja ja, die Verrückte von der AfD. Berechtigte Kritik wird abgewiegelt und kleingeredet, weil sie von einer Demagogin kommt. Das lenkt leider von dieser wichtigen Diskussion ab…

Erst letzte Woche gab es im WDR 5 Tagesgespräch ein ähnliches Thema. Die Anrufer waren sowas von auffällig selektiert. Das war sehr auffällig und es gab fast nur Lob für das Programm von ARD und ZDF. Die Kritik dagegen war sowas von mild, das man fast behaupten kann, das sie nicht vorhanden war. Da hat sogar eine blinde Frau angerufen und gesagt, das sie nun gerne bezahlt und auch gerne den vollen Beitrag für ARD und ZDF abdrücken würde. Nur zur Erinnerung: Vor der Haushaltsabgabe waren solche Menschen völlig vom Beitrag befreit.

Wer also lust hat, sich mal vor lachen auf dem Boden zu kugeln, kann sich diese Sendung ja mal anhören. Findet man sicher, da der WDR ja auch solche Sendungen zum download bereit hält.

Die Sendung habe ich auch gehört. Ich habe auch selbst mal angerufen zu einem anderen Thema… ich bin passionierter Hörer von WDR3 und 5 (und kein GEZ-Gegner, sondern -kritiker, der Reformen fordert). Ich kann aber behaupten, dass da nicht groß selektiert wird. Es ist eher davon auszugehen, dass das Gehörte dem Durchschnitt der Zuhörer entspricht. Wie allerdings die Maischberger-Runde zusammengesetzt ist… das ist grenzwertig.

So selektiert war die WDR-Sendung wirklich nicht, einer hat sogar das hohe Gehalt von diesem Intendanten angesprochen.

Nein, ernsthafte Diskussionen gibt es bei Maischberger nie. Da wird immer nur wild durcheinander geredet. Daher könnte das interessant im Sinne von unterhaltsam werden. :grinning:

Man muss sagen… es war entgegen meiner Befürchtung doch eine differenzierte und wirklich interessante Diskussion. Natürlich sind Themen in der Tiefe nicht genug ausdiskutiert worden. Herr Buhrow hat immerzu die “Vielfalt” verteidigt. Herr Kofler hat gut dagegen gehalten, in dem er plausibel erklärt hat, warum es nicht 22 TV-Sender braucht, sondern 3 oder 4 ausreichen würden. Das hätte man noch wesentlich vertiefen können und müssen und einmal aufdröseln sollen, was “Vielfalt” eigentlich umfassen muss. Ich habe mir z.B. die Mühe gemacht, mal in einer Woche allein die Quiz-Sendungen der ÖR zu zählen und bin auf 14 gekommen, die alle ähnlich sind und die selbe Zielgruppe haben. Das ist nicht Vielfalt, das ist Übermaß.

Insgesamt eine gute Diskussion. Zwangsläufig stelle ich mir die Frage…: Würde es in den Privatsendern eine Diskussionsrunde geben, in der über die Qualität der Privatsender diskutiert würde?

Darüber hinaus werden diese Quizsendungen täglich zu unterschiedlichen Zeiten auf diversen Kanälen wiederholt und das betrifft nicht nur diese, sondern auch andere Sendungen. Das führt die ganzen dritten Programme und das Argument der Vielfalt dann erst recht ad absurdum.

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Meistens findet die Diskussion ja nur zwischen zwei Extremen statt. Die eine Seite will den ÖR ganz abschaffen oder zumindest in ein Pay-TV umwandeln, und die andere Seite will den ÖR so behalten, wie er ist. Daher ist es ganz gut gewesen, dass mit Kofler jemand dabei war, der sagt, dass man gutes Programm auch mit deutlich weniger Geld machen kann.

Überraschend war Gottschalk, der, obwohl ihn der ÖR zum Millionär gemacht hat, durchaus mit Kritik nicht sparte. Buhrow war wie immer: stur wie ein Stein. Null Einsicht, null Kritikfähigkeit.

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Sendung zum Nachschauen in der Mediathek:

http://mediathek.daserste.de/Maischberger/Wozu-brauchen-wir-noch-ARD-und-ZDF/Video?bcastId=311210&documentId=50466084

Millionär wurde Gottschalk streng genommen durch RTL und durch Werbeverträge - so fair sollte man sein, dass er SO viel bei den Öffis nun auch wieder nicht verdient hat :smiley:

Das ist ja noch so ein Ding: die Intransparenz der Kosten und Gagen. Laut diesem Focus-Artikel hat er alleine in 1987/88 insgesamt 225.000 DM vom ZDF erhalten. Bei Wetten dass sollen es zuletzt 100.000 Euro pro Folge gewesen sein. Wie ernst man auch immer diese Meldungen nimmt, reich ist er mit dem ÖR schon geworden. Dass mit RTL und Werbeverträgen dann noch mal deutlich was dazugekommen ist, ist klar.

Aber er ist auch zu Recht bei den ÖR reich geworden, oder? Er war immerhin Innovator und hat die gesamte Unterhaltungsbranche entkalkt und erneuert. Auch wenn er heute gerne (noch) mit Häme betrachtet wird… er hat die Fernsehlandschaft positiv verändert und war Galionsfigur eines Generationswechsels. Er war jeden Pfennig wert. Mich hat es auch positiv überrascht, dass er in der Diskussion so kritisch mit den ÖR war. Er hat natürlich in den letzten Jahren so manch negative Erfahrung dort gemacht, besonders in der ARD.