Impfmüdigkeit

[QUOTE=6 of Brot;396432]Das bedeutet, sofern ich mich nicht verrechnet hab, dass bei einer Infektionswarscheinlichkeit von 0,0145833% die Risiken ausgeglichen sind, ist die Warscheinlichkeit einer Infektion höher ist die Impfung zu empfehlen, ist sie niedriger lässt man es besser.
[/QUOTE]
Damit würde man die Infektionswahrscheinlichkeit aber wieder erhöhen und die Ausrottung des Erregers unmöglich machen.

Wenn es um Ausrottung geht muss man sowieso weltweit denken und da müssten wohl erstmal andere Gebiete auf westliches Niveau gebracht werden.
Es macht ja keinen Sinn es hier auszurotten wenns mit der nächsten Flüchtlingswelle wieder da ist.

[post=396441]@6 of Brot[/post]

Deine persönliche Meinung spielt hier keine Rolle. Sobald dein Verhalten nämlich andere Menschen gefährdet, endet die persönliche Freiheit. Impfverweigerung gefährdet nun einmal jene, die für eine Impfung noch zu jung sind oder zu krank. Was dabei heraus kommt, zeigt uns gerade das Beispiel Berlin. Besten Dank an die asozialen Esofuzzis!

[QUOTE=6 of Brot;396441]Wenn es um Ausrottung geht muss man sowieso weltweit denken und da müssten wohl erstmal andere Gebiete auf westliches Niveau gebracht werden.
Es macht ja keinen Sinn es hier auszurotten wenns mit der nächsten Flüchtlingswelle wieder da ist.[/QUOTE]

Ehm… also ist es besser wenn wir von hier aus Masern in Länder exportieren die Masernfrei sind (z.B. USA)? Oder auch in Gebiete einbringen in denen die Impfungsrate zwar niedrig ist, aber Masern trotzdem vor allem von Dummbeuteligen Westlern eingeschleppt werden die meinen, dass Impfen böse ist? Dort sterben dann 10% der Bevölkerung weil irgendso ein Europäer uuuunbedingt mal Afrika sehen wollte -.-

(Übrigens ist hier auf der Seite mal ne Impfrate gegen Masern weltweit http://de.globometer.com/krankheiten-masern.php Frankreich steht da schlechter da als die Mongolei! Good job, Impfgegner…)

Und solange sich hier alle Impfen lassen die das dürfen können andere Menschen hier Masern einbringen wie sie wollen - sie werden nur sehr wenige wenn überhaupt jemanden anstecken können! Je weniger hier sich aber Impfen lassen, desto mehr wird jede eingeschleppte Krankheit zu einer Seuche die Schulen, Unis, Firmen undsoweiter lahmlegt…

Das gestorbene Kind in Berlin wäre definitiv zu vermeiden gewesen. Und nein, die Eltern haben kein Recht ihr Kind und andere Kinder zu gefährden indem sie ihr Kind nicht Impfen. Eltern haben nämlich auch kein Recht ihren Kindern “Klapse” zu geben, ihnen Essen zu entziehen undsoweiter. Eltern MÜSSEN sogar ihren Kindern im Auto Kindersitz und Gurt anlegen, obwohl Gurte gelegentlich tödlich sind!

Ich hab den ganzen Standardkram geimpft bekommen und finde das zunächst einmal ziemlich gut so.
Hab ca. mit 15 langsam angefangen gegen die ein oder andere Auffrischung allergisch zu reagieren,
bis dann mit 19 die allergische Reaktion auf die 3. Hepatitis B Impfung so krass ausfiel, dass ich teilweise völlig gelähmt war und letztlich beinahe daran gestorben wäre. (Als ich dann an den Tropf (Salzlösung) gehangen wurde ging’s mir bald wieder deutlich besser.)
Hab mich seitdem nichtmehr impfen lassen (sind jetzt gut 6 Jahre) und denke, dass ich einfach ein seltener Extremfall bin der auf Impfungen mitunter außergewöhnlich negativ reagiert.
Ich bin den Impfenden sehr dankbar, dass ich mir dank euch den Luxus leisten kann mich nicht weiter zu impfen.
Ich werde meine Kinder impfen lassen und ich fände es sogar korrekt wenn Nicht-Impfer eine Gebühr von ±20€ pro Person und Jahr zahlen müssten.

Ein Punkt der immer noch stark stört ist, das viele Impfungen nicht umsonst sind !
Kurz um gesagt, ist das bei mir der Hauptgrund, das ich nur das wichtigste geimpft habe:(

Finde schon die Haltung von einigen " Die Bösen nicht Impfer".
Zeigt doch wie eingebildet hier oft diskutiert wird.
Ich bin mal wieder endäucht :(…

[QUOTE=Pummeluff;396466][post=396441]@6 of Brot[/post]

Deine persönliche Meinung spielt hier keine Rolle. Sobald dein Verhalten nämlich andere Menschen gefährdet, endet die persönliche Freiheit. Impfverweigerung gefährdet nun einmal jene, die für eine Impfung noch zu jung sind oder zu krank. Was dabei heraus kommt, zeigt uns gerade das Beispiel Berlin. Besten Dank an die asozialen Esofuzzis![/QUOTE]

  1. Ich sags nochmal ganz konkret:
    [B]Ich habe nichts gegen [U]Masern[/U]-Impfungen per se gesagt.
    Ich habe mich gegen Dinge wie Schweinegrippe-Impfungen und unnötige Risiken durch unnötige Zusätze ausgesprochen.[/B]

  2. Impfverweigerung gefährdet zunächst mal niemand, sondern die Möglichkeit andere von Mensch zu Mensch anzustecken, sprich eine Erkrankung und Kontakt zu anderen in der jeweils kritischen Zeitspanne. Daher wird sinnvollerweise, wie bereits gesagt wurde, auch nicht einfach jeder gegen alles geimpft.

  3. Schwachsinnsaktionen wie Schweinegrippe-Impfungen sorgen dafür dass Impfgegner sich in ihrer Ablehnung jeglicher Impfung bestätigt fühlen!

[QUOTE=andy01q;396477]ich fände es sogar korrekt wenn Nicht-Impfer eine Gebühr von ±20€ pro Person und Jahr zahlen müssten.[/QUOTE]
Eine Gebühr dafür das man lebt, tolle Idee.
Was wird denn Pflicht? Alles? Das was die WHO gerade für richtig hält?

Genau das ist das zentrale Problem mit Impfzwang:
Irgendjemand erhält die Möglichkeit entgegen aller Grundrechte über die Körper aller zu entscheiden.
Ein schwerer Bruch freiheitlicher Prinzipien und Menschenrechte, schwerwiegender als Vorratsdatenspeicherung und dergleichen!

Keine Gebühr dafür dass man lebt, sondern eine Gebühr dafür, dass man andere in Gefahr bringt. Wobei ich das nicht sehr sinnvoll finde, sinnvoller wäre es Eltern zu bestrafen, die ihre Kinder nicht impfen lassen. Und die Impfpflicht ist ungefähr genauso ein Bruch freiheitlicher Prinzipien, wie der Freiheitsentzug. Die hohe Lebenserwartung erreichen wir nicht nur dank der Hygiene, sondern eben auch der Impfungen, die dafür Sorgen, dass Krankheiten dezimiert oder sogar vollkommen ausgerottet werden. Wenn in der Bevölkerung nun eine Bewegung entsteht, die eine Gefahr mit sich bringt, dass Krankheiten sich erneut ausbreiten können und der Kampf ins stocken gerät, muss man sich nun Mal Möglichkeiten überlegen, dem entgegenzuwirken. Und das ist eher vereinbar mit den freiheitlichen Prinzipien als ein Bruch mit selbigen.

Eine Impfpflicht halte ich auch für sehr problematisch.

Zum einen wird es die Impfgegner nur weiter bestärken und weitere Impfgegner schaffen, denn warum sollte man Menschen zu etwas verpflichten was sowieso gut für sie ist? In solchen Mustern wird dann ja gedacht. D.h. in der Öffentlichkeitswirkung werden Impfungen viel kritischer gesehen werden.

Zum anderen schafft es einen zusätzlichen riesigen Verwaltungsaufwand die ganzen Impfgegner zu finden und zu bestrafen. Was will man denn mit denen machen? Ordnungsgeld und Zwangsimpfung? Selbst das setzen einer Nadel ist gegen den Willen des Patienten schon Körperverletzung. Rechtlich ist das also nur sehr schwer umsetzbar.

Ich würde es anders machen, und zwar durch regelmäßige Erinnerung vor allem der Eltern an die Impftermine und generell kostenlose Impfungen. Viele impfen wohl aus schlichter Faulheit nicht und das wird den Bärenanteil ausmachen. Diese Menschen muss man irgendwie abholen.

Früher gab es an meiner Grundschule Impftage an denen Ärzte Impfungen verteilt haben. Das war natürlich freiwillig, aber es ist halt auch etwas für faule Eltern…gibt es so etwas denn noch?

[QUOTE=ezzendy;396501]
Zum anderen schafft es einen zusätzlichen riesigen Verwaltungsaufwand die ganzen Impfgegner zu finden und zu bestrafen. Was will man denn mit denen machen? Ordnungsgeld und Zwangsimpfung? Selbst das setzen einer Nadel ist gegen den Willen des Patienten schon Körperverletzung. Rechtlich ist das also nur sehr schwer umsetzbar.[/QUOTE]
Reicht wenn sie gefunden werden, wenn sie mit einer Impfkrankheit im Krankenhaus auftauchen und dann natürlich keine Zwangsimpfung, sondern lediglich ein Ordnungsgeld.

Wie SethSteiner bereits sagte eine Gebühr dafür, dass man andere in Gefahr bringt oder eigentlich viel eher eine Gebühr dafür, dass andere mit ihrer Impfung die Gefahr von einem selbst weghalten.
Irgendwie ironisch dass man die Gebühr dann gerade dann zahlt, wenn der Schutz nicht gewirkt hat zugegeben… okay, von der anderen Seite ist es wahrscheinlich eh besser:
Gib jedem der seine Standard-Impfungen brav macht und auffrischt dafür 20€ und zieh die wieder von den Steuergeldern ein.
Bei Sonderimpfungen kann man dann die Prämie je nach tatsächlichem Gefährdungspotential anpassen und im Nachhinein auszahlen. Bei der Schweinegrippe während das dann wohl so 2 Cent gewesen. (Betrag ist aus der Luft gegriffen.)
Klingt nach sehr viel Zusatzaufwand, aber letztlich reicht man halt alle 5 Jahre seinen Impfpass ein, der zuständige Arzt macht die Häckchen und dementsprechend wird dann irgendeine Prämie überwiesen.

[QUOTE=ezzendy;396501]Ich würde es anders machen, und zwar durch regelmäßige Erinnerung vor allem der Eltern an die Impftermine und generell kostenlose Impfungen. Viele impfen wohl aus schlichter Faulheit nicht und das wird den Bärenanteil ausmachen. Diese Menschen muss man irgendwie abholen.[/QUOTE]
Ich finde es nicht gut alle Impfungen kostenlos zu Gestalten, das öffnet der Pharmaindustrie Tür und Tor für (noch mehr) Sinnlosimpfungen auf der Basis der Gutgläubigkeit mancher Menschen.
Impfungen werden kostenlos wenn Konsens herrscht, dass sie für die Gesellschaft so wichtig sind, dass sich eine Subvention lohnt und wenn sie noch wichtiger sind kann man sie mMn. auch noch über den Kostenlospunkt hinaus subventionieren.

[QUOTE=andy01q;396507]
Impfungen werden kostenlos wenn Konsens herrscht, dass sie für die Gesellschaft so wichtig sind, dass sich eine Subvention lohnt und wenn sie noch wichtiger sind kann man sie mMn. auch noch über den Kostenlospunkt hinaus subventionieren.[/QUOTE]
Wenn das so leicht wäre, müsste ich meine Brille nicht bezahlen. Ohne die wäre ich faktisch schwerbehindert und berufsunfähig, aber trotzdem zahlen die Krankenkassen keine Zuschüsse mehr. Das Argument zieht also nicht wirklich.

Reicht wenn sie gefunden werden, wenn sie mit einer Impfkrankheit im Krankenhaus auftauchen und dann natürlich keine Zwangsimpfung, sondern lediglich ein Ordnungsgeld.

Und inwiefern dient das der Sache? Angst vor Bestrafung hilft nie, da gibt es hunderte Studien zu.

Es müssen Anreize zum impfen geschaffen werden, die von dir genannten Zahlungen sind da nicht verkehrt.

Der Impfschutz selbst sollte eigentlich Anreiz genug sein.
Daher muss eine sachliche Beratung ausreichen.

Warum wird eigentlich so getan als ob man “für andere” impft, die Impfung dient allein dem eigenen Schutz.
Ist auch gut so, Impfungen müssen wie auch alle anderen medizinischen Praktiken im Interesse des Patienten sein!

[QUOTE=6 of Brot;396520]Warum wird eigentlich so getan als ob man “für andere” impft, die Impfung dient allein dem eigenen Schutz.[/QUOTE]
Äh, nein.
[SPOILER]
//youtu.be/bjvripLfflc
[/SPOILER]

Also ich denke man kann so eine Impflicht durch die Hintertür machen in dem man sagt: Wenn dein Kind in eine Staatlich geförderte Kita oder Schule kommt müssen die Eltern nachweisen, das der Impfschutz nach Stiko besteht, und das Kind somit keine Gefahr für andere Kinder darstellt (was sich natürlich dadurch relativiert, das die anderen ja auch geimpft sein müssen).
Da es kaum eine schule geben dürfte, wo der Staat nichts fördert (denn die Meisten Privatschulen bekommen das Geld auch vom Staat, und das Schulgeld ist nur um den Höheren Standard zu erreichen), Wäre damit schon mal fast jedes Kind ordentlich geimpft.

Zusätzlich sollte auch jeder der für den Staat arbeitet, also Lehrer, Beamte und andere auch nachweisen, das sie geimpft sind, damit auch hier eine Gefährdungslage ausgeschlossen werden kann. Man stelle sich das mal vor, ich Muss als Bürger zu irgendeinem Amt gehen, und werde da mit Masern infiziert. Das kann doch nicht sein.

Und natürlich jeder, der im Gesundheitswesen arbeitet, wobei ich da aufgrund der Höheren Gefärdungslage sogar die Jährliche Grippeimpfung mit rein nehmen würde.

@Scumdog Da hat doch tatsächlich einer die ganzen Kegel am Boden festgeklebt :stuck_out_tongue:

Aber ernsthaft: es ist doch logisch, dass man eine Gruppe schützen muss, nicht nur ein Einzelindividuum. Es finden ja permanent Interaktionen statt, je mehr geimpft sind, desto weniger Chance haben Viren sich auszubreiten.
Meine Eltern war alles andere als Impfmüde, so bekam ich Impfungen gegen Polio (Kinderlähmung), Masern-Mumps-Röteln und Windpocken. Ich bekam auch einmal als Reaktion Fieber (weiß nicht mehr genau, bei welcher, vlt war es auch eine Grippeimpfung), aber nicht wirklich schlimm, ansonsten blieb ich von allen üblen Krankheiten verschont. Mein Immunsystem ist zudem ziemlich gut drauf, und ich kann Impfungen bei diesen klassischen Krankheiten nur jedem wärmstens ans Herz legen, damit keine Kinder mehr sterben müssen - das ist wirklich sinnlos.
Gegen FSME würde ich mich auch nur impfen lassen, wenn ich mich in ein Risikogebiet begebe, das wird aber auch genau so empfohlen.

[QUOTE=Corbeau;396526]@Scumdog Da hat doch tatsächlich einer die ganzen Kegel am Boden festgeklebt :p[/QUOTE]

Vor allen Dingen ist es von Pen&Teller geklaut :voegsm:

[spoiler]
//youtu.be/RfdZTZQvuCo

Nana, das ist aber nicht dasselbe: Penn macht es sich leicht, indem er einfach eine Glaswand dazwischen schiebt - bei Lesch hat ein fleissiger Praktikant 95% der Kegel (ich gehe davon aus, dass man das Modell in doitscher Manier sehr akurat umgesetzt hat) mit Montagekleber am Boden festgeklebt :ugly

Dafür haben Penn & Teller mehr Schmackes und bringen die Sache in 1,5 Minuten auf den Punkt :mrgreen:

[QUOTE=Scumdog;396521]Äh, nein.[/QUOTE]
Äh, doch. Das Ziel ist eine mögliche zukünftige Erkrankung des Geimpften zu verhindern, das dadurch die Möglichkeit wegfällt dass der geimpfte die Krankheit selbst verbreitet ist lediglich eine Folge davon.
Die Idee zu impfen [U]nur[/U] um dritte zu schützen ist amoralisch, [B]das Wohl des Patienten hat an erster Stelle zu stehen![/B] Ansonsten müssten auch Personen wie andy01q zur Impfung gezwungen werden, selbst wenn es warscheinlich sein sollte dass er nicht überlebt.

Man darf es natürlich als Argument nehmen um andere zum Impfen zu überreden, aber niemals darf es zulässig sein Person A zu impfen [B]nur[/B] um Person B zu schützen, außer natürlich Person A stimmt dem aus freiem Willen ohne jeden Druck zu.

Wer redet denn davon, dass es nur um den Schutz Dritter geht? Beim Impfen geht es darum die gesamte Gemeinschaft zu schuetzen inklusive des Geimpften … Stichwort Herdenschutz… Wenn das der aktuelle Wissensstand der Bevoelkerung in Sachen Impfung ist, dann ist eine Impfmuedigkeit kein Wunder :roll:

Ich sage nicht dass es so ist, ich sage dass [B]diese Idee[/B] “Pflicht-Impfen für alle [B]allein[/B] zum Wohl der Allgemeinheit”, die einige an den Tag legen, in höchstem Maße gefährlich ist.