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Folge 91: Interview mit Open Mind, Telegram als Ort für Verschwörer und Extremisten

Die Mediatheke Folge 91. Hier kann darüber diskutiert werden!

In dieser Mediatheke gibt es ein Interview mit dem YouTuber Open Mind, der auf seinem Kanal nicht nur über Drogen informiert, sondern sie auch persönlich testet. Außerdem: Telegram erweist sich als beliebter virtueller Ort für Extremisten und Verschwörer. Und: Wieso schreibt ein WDR-Intendant für die BILD-Zeitung?

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Telegram ist auch nur ein Messenger-Dienst, der halt geschlossene Gruppen bietet. Wie Whatsapp, Facebook-Gruppen, Discord, früher ICQ, und jeder andere Messenger auf der Welt. Rechtlich würde ich da allerdings mal abwarten, die Channel von Attila etc. sind so offen, es würde mich wundern, wenn das kein Nachspiel hat. Jedenfalls würde ich die Bewertung als „digitaler Volksempfänger“ und „Postmoderne Goebbelsschnauze“ jetzt nicht zu eigen machen, es gibt auch viele die Telegram ganz normal und seriös verwenden :wink:

Grüße an die MG-Telegram-Gruppe.

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Schöne erste Viertelstunde, das Interview mit diesem Drogen-Hansel hab ich mir dann gespart.

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Oh man, da musst du dich mal paar Tage auf VK rumtreiben, Holger. Dort sind wirklich zehntausende von diesen Bekloppten. Die Deutschen sind komplett geistig behindert dort auf VK und posten 24/7 nur Nazischeiß. Ich war 2 Jahre lang dort, anfangs war es cool, weil es keine Zensur gibt. Aber alle auf VK sind irre. Keiner ist da normal. Hält man nicht aus. Das sind alles Rentner, die den ganzen Tag nix zu tun haben als sich zu beschweren. Keine Hobbys, kein Geld, kein Leben, Kinder kommen nicht zu Besuch. Nur rechte Hetze von der dümmlichsten Sorte als Lebensinhalt.

Ist ja von den selben Machern.

Während bei WhatsApp eine Gruppe maximal 256 Mitglieder haben kann, sind bei Telegram 200000 Mitglieder möglich. Dazu kann man wählen, dass nur bestimmte Leute in der Gruppe schreiben können. Da es damit keine direkte Gegenrede gibt, ist es ein idealer Weg für Attila Hildmann und vergleichbare Personen, sich zu radikalisieren.

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Das Interview mit Open Mind war wenig ergiebig, finde ich. Der Rest war gewohnt stark, wobei ich einen längeren Beitrag zur Erhöhung des Rundfunkbeitrags erwartet hatte.

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Och, ich kannte den OpenMinds-Typen nicht, ich finde das Interview ganz launig muss ich sagen.

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Ich fand diesen Drogentypen bei der Mediatheke eher fehl am Platz. Der hätte besser zu Veto gepasst.

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Muss ich zustimmen. Ich habe es auch ausgelassen und tue dies bei der Mediathek eigentlich nie.

Das Interview war zu lang, ich hab nachher auch nur noch halb hingehört.

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Ja stimmt, thematisch hat es nicht so gut in die Mediatheke gepasst.

Und dabei kommt die XXL-Version in der Schatzkammer erst noch :grin:

Er ist erfolgreicher YouTuber - und es ging ja auch darum, was er seinen Zuschauern vermittelt, wie er seinen Kanal finanziert - und das ganze Thema Verschwörungen ist ja auch ein Medienthema. Daher war er schon in der Mediatheke richtig. Dass es etwas anstrengend sein kann ihm zuzuhören verstehe ich - aber ich muss die Leute so nehmen wie sie kommen.

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@Fernsehkritiker ich hab der allgemeinen Kritik ja nur etwas recht gegeben, wie gesagt: mir hat das Interview gut gefallen.

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Ich wüsste nicht, an welcher Stelle ich etwas anderes sage als du jetzt. Niemand fordert Zensur - ich auch nicht.

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Irgendwie fände ich gut, wenn man die MT unterteilen würde in Folgen mit langen Interviews und in die „Trends der Woche“. Im Moment ist es ein bisschen Überraschungsei, was ich inhaltlich super finde. Die Form sollte aber irgendwie einheitlich sein.

Neben Verschwörungstheorien finde ich einige gesellschaftliche Veränderungen mindestens genauso schlimm:

  • Schreie nach Verboten bei denen die Nebeneffekte nicht bedacht werden oder die Hintergründe nicht verstanden werden. Da kommt es oft zu schnellen „Lösungen“ die es verschlimmern:
    Verbietet man zum Beispiel rechtsextreme Gruppierungen - was hat man damit erreicht? Imho können sich dann nur Politiker kurz feiern. Aber es ist doch naiv zu glauben, dass damit die Personen der Gruppierung keinen Kontakt mehr zueinander haben und irgendetwas daraus gelernt hätten. Der Effekt ist letztlich nur, dass die Behörden sie nicht mehr auf dem Schirm haben. Wie ein Versteckspiel, bei der der Staat immer sagt „ich seh dich!“ und die Gruppen dann halt so lange weiterziehen bis keiner mehr etwas sagt.
    Gleiches Muster übrigens: DNS-Sperren.

  • wichtige Gesellschaftsdebatten ohne vernünftige Gesprächskultur, begleitet von Demonstrationen und die immer übers Ziel hinausschießen und keinem wirklich helfen. Das Schlimme ist, dass keine Gegenmeinungen oder auch nur Hinterfragen zugelassen wird und daraus ein wirklich konstruktiver Dialog entsteht. Statt dessen scheint es heute schnell zu gehen, dass die, die nicht mitziehen in eine Ecke gestellt und geächtet oder gar bedroht werden. Die Medien sind dabei ein Brandbeschleuniger…

Typische Beispiele:

  • Aufschrei und Gendern als Reaktion auf die Feminismusbewegung (siehe übrigens dazu das Precht Interview " Die Zukunft von Mann und Frau", der zeigt, dass keinem geholfen ist wenn keine echte Gleichberechtigung das Ziel ist und den Wiki-Artikel zu „Misandrie“ in dem klar wird, dass Männer sprachlich häufig schlecht weg kommen und das allgemein toleriert wird)
  • Rassismusdebatte, ohne wichtige Integrationsfragen gelöst zu haben (gerne auch mal reflektieren, ob einem bestimmte Gruppen während Corona oder auch ganz Allgemein durch Regelmissachtung im Gedächtnis geblieben sind)
    In „Eure Heimat ist unser Albtraum“ wird die These aufgestellt, es gäbe gute und böse Kulturen und man könne es daran erkennen, welche Sprachen in Volkshochschulkursen angeboten würden. Es wird offenbar davon ausgegangen, dass zuerst Diskriminierung da war und nicht etwa schlechtes Benehmen von Zugezogenen - genau die Frage wäre aber wichtig zu klären, wenn man in Kategorien wie „Schuld“ oder „Opfer“ argumentieren will. Konstruktiv finde ich hingegen den Clip von Mailab mit dem Titel „Woher kommst du?“
  • Kindesmissbrauch rückt auch immer wieder in den Hintergrund. Wenn es aber im Vordergrund ist, dann richtig und prinzipiell mit Aktionismus verbunden. Keiner will sich daran die Finger verbrennen da Relation herzustellen und immer werden Emotionen geschürt die dann Politiker nutzen um sich beliebt zu machen durch Ankündigungen. Gleichzeitig ist damit immer die Forderung nach mehr Befugnissen bei den Behörden, Vorratsdatenspeicherung usw. verbunden. (Siehe Maybritt Illner diese Woche. Wie generell Behörden mit Daten aus dem „Neuland“ umgehen zeigten u.a. die missbräuchlichen 83 Personenabfragen zu Helene Fischer in einer Konzertnacht und die Charaktereignung für den Job zeigten eindrucksvoll Partypolizisten beim G20 in Hamburg)

Häufig enden Debatten darin, dass ein Gesetz verabschiedet oder das Wording geändert wird - mit dem Hinweis, dass die Sprache der Anfang sein müsse. Ich zweifle daran, ob das wirklich ein Gewinn für die Gesellschaft ist. Beim Thema Umwelt habe ich zumindest den Eindruck, dass der Aktionismus etwas gebracht hat es keine Eintagsfliege ist und der Gesellschaft hilft. Bei Tierschutz und dem Bio/Vegan-Hype tut sich zumindest in Deutschland ein bisschen etwas habe ich den Eindruck.

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Ja genau. Mit Naidoo und Hildmann muss man nur vernuenftig reden, dann hoeren die auf ihren Schwachsinn zu glauben und zu verbreiten. Soll keine Zensur fordern/legitimieren, aber dieser Ansatz ist einfach nur naiv, sry.

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Ich befürchte, ohne mich. :grin:

Ja sorry, ich kann keine exklusive „SIRprise“-Folge machen - jeder findet was anderes gut und nicht gut. Das ist nun mal so. Jede Mediatheke beinhaltet unterschiedliche Themen - und natürlich interessiert sich nicht immer jeder für alles. Das hast du auch bei jeder anderen Magazin-Sendung.

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Eine schöne Sendung. Da ich Simon auch auf seinen eigenen Kanälen folge, war es eine schöne Überraschung. Wenn es nicht das Thema anderer Zuschauer ist, kann man ja weiterspulen… freu mich auf die Schatzkammer

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