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Folge 9: Stephan Reimund Senge: "Vom Über-den-Zaun-Klettern des Kleinen Mannes und der Kleinen Frau"

Wort(e) zum Montag Folge 9. Hier kann darüber diskutiert werden!

Gerd J. Pohl liest heute einen Text, der etwas mit Stacheldraht und Zäunen zu tun hat. Dies liegt ihm auch deshalb am Herzen, weil der Bau der Berliner Mauer seiner Familie ein persönliches Schicksal bescherte. Stephan Reimund Senge hat einen Text geschrieben, der sich über den Sinn von Zäunen und Grenzen an sich Gedanken macht.

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Ich mag seine Stimme und die Art vorzulesen. Er sollte Hörbücher machen die wären endlich mal wohltuend. mal wieder ein toller Beitrag

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Mein Vorschlag / Wunsch wäre, Herr Pohl liest exklusiv die Wahlprogramme aller Parteien zur Bundestagswahl 2021. Dann kann man sie sich zumindest besser geben als wenn man sie nur selber liest. :wink:

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Besser nicht, Wahlprogramme von Parteien , insbesondere die am Anfang des Alphabets stehen, sollten nicht mit dieser Stimme geadelt werden.

Der Anfang der persönlichen Geschichte hat mich sehr melancholisch werden lassen und brachte Gedanken zurück an Erzählungen von meiner Schwester, die mit kaum mehr als einem Jahr alt, vor meiner Geburt gestorben war. Oft wurde in meiner Familie mit dem Gedanken gespielt, was wohl aus ihr geworden wäre. Auch wenn man nie gemeinsam zur selben Zeit am Leben war, beinflusst so ein Verlust doch merklich die Eltern, was wiederum sichtbare Spuren im Erleben der Kindheit und den prägenden Phasen des eigenen „Ichs“ werden, zurücklässt.

Zur eigentlichen Geschichte: Danke für die Erinnerung das Grenzen nicht immer nur ein greifbarer Stacheldraht sein müssen und man sich öfter die Frage stellen sollte, ob es jene „Grenze“ noch braucht , ob jenes gesellschaftliche Gebot noch einen Sinn hat oder verändert, gar ganz vergessen werden sollte.

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Vielen Dank für die weitere sehr schöne Geschichte. Ich bin gebürtiger West-Berliner und daher die ersten Jahre meines Lebens mit der Mauer aufgewachsen.

Die persönliche Geschichte bezüglich Ihrer ungeborenen Geschwister ist erschütternd. Ich hoffe, Ihre Mutter wurde irgendwie mit dem Schicksalsschlag fertig.

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Oh Mann, das Vorwort ging echt unter die Haut :slightly_frowning_face:

Bin ein großer Fan von Gert Westphal (Gott hab ihn selig). Aber das gefällt mir auch sehr gut.