Folge 84: Das verpflichtende soziale Dienstjahr

…was bezüglich des von Trichophyton genannten Arguments genau Null Unterschied ausmacht. :man_shrugging:

Wenn dir der Unterschied zwischen einem Minderjährigen (der ja grundsätzlich unter der Fuchtel seiner Erziehungsberechtigten steht) und einem volljährigen Bürger mit seinen Rechten und Pflichten nicht bekannt ist, dann hat sich wohl jegliches Weiterdiskutieren erledigt. :man_shrugging:

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Auch Rainer Winkler weiß: Lesen und Schreiben lernen ist gestohlene Lebenszeit

Es handelt sich dabei um Kinder, die keine eigenen Zukunftsentscheidungen treffen können. Hier kann ich die Argumentation vertreten, dass man keine Zukunftsprobleme durch falsche Entscheidungen von Eltern verursacht sehen möchte.

Einem Erwachsenen ein Jahr zu stehlen, ist etwas anderes.

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Staatzi.

Doch, doch - hat m. E. nur nichts mit dem ursprünglichen „Argument“ der „gestohlenen Lebenszeit“ zu tun - es sei denn, Du wertest die Lebenszeit von Minderjährigen nicht so hoch, als die von Erwachsenen. In dem Fall hätten wir tatsächlich eine deutlich unterschiedliche Ansichten von Wertigkeiten.
Guckst Du:

ich habe von 1989 bis 1990 meinen Militärdienst abgeleistet, und das tut es, was Papa Staat mir an Zeit gestohlen hat! Ob ich nun Zivildienst leiste oder irgendwas im Namen des Staates, weil ich dazu GEZWUNGEN werde, ich doch sch…egal. Es ist eine verlorene Zeit.
Leute, wie Holgers Interview-Partner, die dies befürworten, sind meistens Berufspolitiker oder aber auch Staatsangestellte wie Lehrer, die wissen doch gar nichts von der realen Berufswelt, wo einem jungen Menschen Zeit gestohlen wird, sich ins reelle Leben hineinzu leben. hat der Typ selber auch ein Ziviljahr abgeleistet? Weiss dieser Theoretiker was Praxis bedeutet? Der Staat (also die Staatsverwaltung) ist ein notwendiges Übel, mehr nicht.
Jedes Staatsjahr ist ein verlorenes Jahr.
Zivildienst? Ein Gesundheitswesen, das auf Zivilsienstleistende angewiesen ist, ist ein Armutszeugnis für ein solches System, kein Dazugewinn.
Militärdienst? Heutige moderne Waffensysteme sind so komplex, (Bsp. US-Army), dass es eine Zeitverschwendung ist, einen Rekrut an ein kompliziertes System anzulernen, um den nach einem Jahr wieder zu entlassen. Der Beruf eines Soldaten hat sich in den letzten 30 Jahren sehr spezialisiert, ein Soldat ist eine FACHKRAFT, die nicht einfach ersetzt werden kann. Dass es in der Ukraine und auch in Russland noch Militärdienst gibt, ist ein Zeichen dafür, dass diese Armeen im grunde genauso „primitiv“ ausgerüstet sind wie vor Jahrzehnten.
Je mehr ich reinhöre, desto mehr geht mir dieser Typ auf die Nerven.

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Ja, leider und ich fasse mich dabei auch ganz hart an der eigenen Nase an. Auf dem Papier schreit man gerne nach Solidarität, aber wenn es an die eigene Existenz geht (womit wir meist den Geldbeutel oder unseren persönlichen Luxus meinen), endet jegliches Miteinander und jeder steht nur noch für sich selbst ein.
So sehr ich staatliche Regulierung verachte oder in einigen Feldern höchst umstritten finde, aber an diesem Punkt muss was passieren.
Dazu aber auch noch ein wichtiger Punkt: ich habe den Job während des Studiums weitergemacht (und das nicht wegen dem Geld, davon blieb nach Abzug der Steuern nicht mehr viel) und an Wochenenden und Feiertagen ausgeholfen und ich lehne mich mal so weit aus dem Fenster, dass ich das möglicherweise auch heute noch tun würde - aus Überzeugung.
Gescheitert ist es dann aber an der Bürokratie, denn als ungelernte Pflegekraft durfte ich schlicht nicht weitermachen, trotz all der praktischen Erfahrung.
Ich kann das einerseits verstehen, denn wenn etwas passiert wird das schnell ein Versicherungsthema für den Träger, aber rein vom gesunden Menschenverstand her konnte ich all die Handgriffe ausführen und war unter den Pflegerinnen eine willkommene Aushilfe, eine Entlastung.

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Anstatt Leute verpflichten Lebenszeit zu Verschwenden kann man Pflegeheime auch verpflichten genug Personal einzustellen. Aber das waere ja zu teuer, dann doch lieber billig arbeiter? Kann ja nicht sein das Firmen es schlechter haben als die Leute die dafuer arbeiten.

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