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Folge 79: Klassentreffen – ja oder nein?

Massengeschnack Folge 79. Hier kann darüber diskutiert werden!

Endlich! Julian berichtet von seinem glorreichen Klassentreffen und erzählt von falschen Vornamen, Sitzplätzen und linearem Fernsehen. Nebenbei lernt Dean noch von seinem Steuerberater wichtiges über Versicherungen. Viel Spaß!

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Mein Klassentreffen zum 20. ist letztes Jahr leider Corona zum Opfer gefallen, aber vermutlich wäre es mir da auch nicht so viel anders ergangen als Julian auf seinem. Es hat wahrscheinlich einfach Gründe, warum man die meisten Menschen 20 Jahre nicht gesehen hat :smiley: Wobei ich vor ein zwei Jahren eine alte Schulfreundin in Hamburg nach 19 Jahren wieder gesehen habe und man hat sich direkt wieder verstanden, wie damals. Jetzt schreibt man sich halt ab und zu mal bei FB, mehr aber auch nicht.

Auf die nächste Folge freue ich mich schon, falls der Themenbereich Hotelerfahrungen wirklich kommen sollte, umso mehr. @Sprechplanet Wenn du Premier Inn Hotels gut findest, dann fahr mal nach London in eines der „Hub by Premier Inn“ - echt tolle Hotels und für Londoner Verhältnisse fast ein Schnapper :wink: Qualitativ auch noch deutlich über den B&B-Hotels trotz eher Niedrigpreisklasse.

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Schon wieder diese Dorfklischees. Als wenn jeder der in einem Dorf leben würde ein doofer Bauer wäre und man sich alle paar Tage über den Weg läuft und jeder jeden kennt.
Also ich wohne seit 12 Jahren in einem Dorf mit rund 1500 Einwohnern und davor sogar in einem noch kleineren Dorf (200 Einwohner) und nein - dem ist nicht so! Ich glaube mich kennt hier kein Mensch (außerhalb meines bewohnten MFHs)!

Nun gut, ich bin auch ein stark introvertierter Eigenbrötler… vielleicht liegt’s daran! :grimacing:

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Nach 12 Jahren gehörst du ja auch noch nicht dazu. Da bist du noch „der Neue“ :wink:

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In der Verbandsgemeinde lebe ich aber schon seit über 30 Jahren! :laughing:

Ich treffe meine Bekannten aus dem Dorf meist aktuell an den Mainwiesen. Wenn ich aber freitags im alten Dorf eine Runde ziehe, treffe ich unzählige Leute. Gleichzeitig gibt es Menschen, die hier keiner kennt.

Keiner „kennt“ Dich, aber alle kennen Dich und zerreissen sich das Maul :wink:

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Möglich! Aber nichts könnte mir egaler sein.
Worauf ich aber nur hinaus wollte ist, das Dorfleben nicht gleich Dorfleben ist. Man kann auch im Dorf sehr gut sein eigenes Ding drehen ohne von den anderen „Dorftrotteln“ belästigt zu werden.
Ich höre Massengeschnack sehr gern, aber diese häufig engeworfenen Dorfklischees gehen mir ein wenig auf den Zeiger. Ja, ich habe begriffen dass ihr alle Großstädter seid (ich gebürtig übrigens auch btw.) und dass dies so viel besser ist als „auf dem Land zu versauern“.

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Ich wohne auch in einem Dorf und könnte mir ein Stadtleben nicht vorstellen. Aber diese Rumreiterei auf Dorfklischees stört mich wenig. Es gibt sicher Dörfer, bei denen die Klischees immer noch voll zutreffen. Und speziell Julian scheint in dieser Hinsicht ja ein Trauma entwickelt zu haben. :wink:

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Ich fand @Sprechplanet s Schilderungen sehr unterhaltsam und witzig. Die beschriebenen klischees können ja allgemein auf Menschen über 30 bezogen werden: Haus, Kind, hund und Katze - fertig. Das Lebenskonzept nervt mich tendenziell auch, vorallem weil man als Mensch mit einem anderen lebenskonzept oft behandelt wird, als sei man bemitleidenswert. Gerade als Frau glaube ich ein fieses Thema, da kommen ja oft die Sprüche wie „oooh, Du hast keine Kinder? Schade…“

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Höre gerade die Folge…
„Ist ja NUR Internet!“ - Das ist ja echt ein Knaller.
Allein, wen du, @Sprechplanet , schon alles getroffen und interviewt hast und was du gemacht hast. Die spinnt doch.

Ich kenne das aber auch: Wenn irgendjemand mitbekommt, dass ich als Hobby Musik mache, kommen dann auch immer so typische Fragen wie „Wo kann man das hören/kaufen?“ - Ich sage dann immer YouTube, Spotify, Amazon, die CDs bei Mediamarkt und Co.
Und trotz über 10.000 monatlichen Hörern bei Spotify gibt’s dann oft nur ein Schulterzucken, weil’s eben nicht im Radio oder TV läuft.

Ich denke, dass den Leuten dann klar wird, was für ein langweiliges Leben sie selbst leben und was SIE eben NICHT geschafft haben:
Bevor man die Leistungen anderer anerkennt, redet man sie sich lieber klein, um sich selbst nicht in Frage stellen zu müssen.

Umso mehr freut man sich dann über Mails oder Nachrichten von Fans oder die Möglichkeiten, mit oder für die Helden seiner Kindheit Jugend zu schreiben oder zu arbeiten. Das ist zumindest mir viel mehr wert als alles Geld der Welt und ich denke, dir geht’s da ähnlich. :slight_smile:

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Ich kann aus Erfahrung bezeugen, dass der Sitzplatz bei geselligen Treffen stark die Qualität jenes meist Abends entscheidend beeinflusst. Es mag Menschen geben, die kommen mit jedem ins Gespräch. Die möchte einfach jeden wissen lassen, was sie so machen und tun (und wie toll sie sind^^). Meinerselbst möchte, wenn er denn überhaupt zu solchen lockeren Gesprächsrunden u.ä gehen muss (mittlerweile vermeide ich Großgruppentreffen), selbst mit an sich sympathischen Kollegen welcher Art auch immer nicht über den üblichen Arbeits- oder Vereins-Smalltalk hinaus kommen. Isso. Ich lasse lieber die anderen reden. Zum Glück gibbet immer die paar Leutz, die gerne laut und lustig sind. Da kann sich dann der Introvertierte, Desinteressierte, Private, Unmotivierte oder Nichtseinfaller gut dranhängen.

Ich erinnere mich noch, wie ich mit meiner teils etwas abstrakten Verhaltensart einen jungen mir bis zu jenem Tag unbekannten jungen Mann bei einem netten Zusammensitzen fragte, warum er denn so ruhig sei und nichts sagen würde (mir fiel er auf, weil er neben mir saß und der Rest weitgehend in Gespräche vertieft war). Er meinte dann nur, das wäre nicht so sein Ding. Ich erwiderte nur, dass ich ihn da sehr gut verstehen könnte. Das mit dem erzwungenen Smalltalk. Noch schlimmer ist es, sein Leben vor mehreren Leuten auszubreiten. Mach ich nicht. Ja, ich hatte schon auch mal positive Firmenfeiern, aber auch genügend Treffen mit wohlgemerkt mir bekannten, meist netten Leuten, wo ich mich absolut nicht wohlgefühlt habe bzw. nicht in der Stimmung war.

Von daher wäre ein Klassentreffen welcher Art auch immer für mich ziemlich alptraumhaft, weil a) ich gar keine Planungssicherheit habe (solche Treffen finden ja 10 oder wie viele Jahre später statt), b) jeder natürlich von seinen Erfolgen und seinem tollen Leben erzählt und c) jeder wissen will, was ich so mache und es wird 100 Pro nicht bei einem „das ist doch völlig okay so, Haupsache es passt so“ bleiben. Über 30 muss man schon gewisse Meilensteine erreicht haben. Jeder, der das aus welchen Gründen auch immer nicht geschafft hat (oder gewollt hat), ist da schon mal irgendwie im Abseits.