Folge 7: Pädophilie

Ich kenne den Gast aus einem anderen Interview… er hat dort seine Beweggründe dargelegt und ich glaube, auch wenn ich mir die Veto-Folge nicht ansehen werde, dass ich nachvollziehen kann, wie er seine Forderungen rechtfertigt. Es gibt ja wirklich nichts, worüber man nicht diskutieren kann. Aber nicht “diskutieren” im Sinne von “ergebnisoffen” und vielleicht am Ende doch von der Gegenseite überzeugt werden. Eher im Sinne von ergründen, was jemanden zu so etwas bewegt.

Sein Problem ist seine Neigung, die eine Störung darstellt, vielleicht sogar eine pathologische. Er versucht sie zu legitimieren, in dem er das ganze intellektuell zu überhöhen versucht. Das haben übrigens auch jene damals bei den Grünen so gemacht. Sie klammern sich zwanghaft an diese Vorstellung der “Lolita”, die aber nichts weiter als ein Phantasma ist. Eine literarische Figur. Allenfalls eine 1 zu 10 Mio. Wahrscheinlichkeit. Klar, es gibt nichts was es nicht gibt. Ich habe einen Bekannten um die 30, der mir anvertraut hat, im Alter von 13 gezielt nach sexuellen Kontakten im damals noch jungen Internet gesucht zu haben, und zwar mit wesentlich älteren Männern. Mit 16 soll er bereits mehr als 100 Kontakte gehabt haben. Was ich sagen will… ja, es mag diese Ausnahmeerscheinungen geben (und auch dafür kann es psychologische Gründe geben, die einer Behandlung bedürfen). Doch das rechtfertigt natürlich in keinster Weise eine politische Forderung, wie er sie stellt. Es bleibt ein jämmerlicher Versuch, die Abnormität seiner Neigung auf eine Stufe mit anderen legitimen und legalen Formen der sexuellen Präferenz zu stellen.

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Ich weiß nicht, welche Vorstellung der Lolita das sein soll. Lolita war letztlich nichts anderes als eine Kindhure, die Humbert erpresst hat, woraufhin er sie selbst erpresst, um sie zu seiner Komplizin zu machen. Und irgendwann haut sie ab, meldet sich drei Jahre später wieder, weil sie Geld haben will. Und am Ende sterben alle.

Ich glaube nicht, dass es die Traumvorstellung der Grünen oder Pädophilen ist, dass sie erstmal mit ihrer kleinen Freundin durch die USA ziehen, sie dann irgendwann abhaut und am Ende alle sterben.

Und zum Gast der Sendung kann man nur sagen, dass er letztlich eine arme Sau ist, gefangen zwischen den Gesetzen, von ihm nicht akzeptierbaren Erkenntnissen (“Das ist der heutige Zeitgeist”) und einer empfundenen Ungerechtigkeit, dass Homosexuelle inzwischen rehabilitiert sind, Pädosexuelle aber nicht.
Bin echt froh, dass ich selbst nicht pädophil bin. Man merkt ihm richtig an, wie er immer Rechtfertigungen sucht, auch einige sehr intelligente Sachen beiträgt (die Ungleichbehandlung seines Blogs und Wikileaks, die FKK-Bilder, usw.), aber dann auch wieder Dinge ignoriert (Fremde streicheln Kinder usw.).

Klar, Eltern sind auch immer potentielle Sexualstraftäter, und auch dort muss man genau hinsehen, da vor allem Frauen leicht davonkommen können, wenn sie sexuelle Handlungen an Kindern vornehmen - Beispiel: Ist das normales Waschen im Intimbereich oder nicht? Aber dadurch wird nicht gerechtfertigt, dass nun in intakten Familien Fremde sich aufgeilen, ohne dass die Eltern es ahnen.

Etwas gestört hat mich, dass Holger einerseits nicht hart genug war, andererseits aber auch wichtige Themen weggelassen hat. Warum beispielsweise lassen wir nicht Pädophile einfach ihre Neigung ausleben, ohne dass sie jemandem damit schaden - etwa mit Kindersexgummipuppen? Würde dies die Gefahr von Straftaten erhöhen oder senken, d.h. ist ein entsprechendes Verbot gerechtfertigt? Heutzutage dürften ja solche Puppen auch under den 184b fallen.
Und was ist mit erlaubter Kinderpornografie, d.h. solcher ohne realistische Darstellung. Sollte die weiter erlaubt bleiben oder verboten werden? Sind schwarz-weiße Mangas o.ä. ein Mittel gegen echte Gewalt, oder fördern sie eher solche?
Da hätte man gerne mal wissenschaftliche Studien - sofern vorhanden - einbringen können. Einmal wurde ja gesagt, dass es keine Kinderpornostudie gibt dazu, wer freiwillig und wer unter Zwang mitmacht (wenn ich das nicht verwechsle).

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Die literarische Figur ist nicht wörtlich zu nehmen, sie dient nur als Namensgeber. „Lolita“ meint in diesem Zusammenhang etwas anderes, und das habe ich mir nicht ausgedacht. Bitte entschuldige, wenn ich nicht 100% und erst Recht nicht wissenschaftlich in das Thema vertieft bin… doch ich will nur damit sagen, dass es eine Wunschvorstellung Pädophiler ist, wenn Kinder eine „erwachsene“ Sexualität mit Erwachsenen ausleben und die Initiative dabei von ihnen ausgeht, dies aber eher weniger mit der Realität zutun hat.

Das ist ja unglaublich, was hier teilweise zu lesen ist. Es darf daran erinnert werden, dass in Deutschland Meinungsfreiheit gilt. Scheinbar ist für einige nicht auszuhalten, wenn andere Menschen Gedanken äußern und Standpunkte vertreten, welche diese nicht nachvollziehen können oder teilen.
Was ich zu diesem Thema für Kommentare lese, sagt mehr über die Verfasser aus als über den Interviewgast.

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Das liest sich ehrlich gesagt auch so, als ob Du dir das schon vorher zurecht gelegt hättest. Denn deine Aussage trifft wenn, dann nur auf einen einzigen Kommentar von hhp4 zu (aber auch nicht wirklich). Alles andere fällt ebenfalls unter „Meinungsfreiheit“, die Du ja scheinbar zu verteidigen versuchst. Man könnte meinen, Meinungsfreiheit bedeutet für dich, dass man an einen Stuhl gefesselt und geknebelt ist und alles ohne Gegenrede hinnimmt.

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Fand ich, ehrlich gesagt, kein relevantes Thema. Es sollte in erster Linie um das Wohl von Kindern gehen. Da wären wir zu weit ab vom Weg gekommen.

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Ich muss sagen, dass mein „hier“ missverständlich ist. Ich bezog mich ebenfalls auf Kommentare bei Youtube.
Meinungsfreiheit kann nur die Toleranz funktionieren- das wollte ich ausdrücken. Mir geht es darum, dass jeder sagen kann, was er möchte, sofern es nicht gegen Gesetze verstößt. Darum habe ich mich ausschließlich an diejenigen Kommentatoren gewandt, die diesem Herren den Mund verbieten wollen. Und was Winterlandschaft auf YT noch zu suchen hat, ist mir ebenfalls schleierhaft.

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Selbstverständlich soll man auch über Tabuthemen diskutieren und ein viel grösseres Tabuthema stand für die Sendung wohl kaum zur Verfügung. Der Erkenntnisgewinn war für mich bei dieser Sendung aber eher gering, denn wirklich viel Substanzielles hatte der Gast nicht beizutragen, zumal ich sein “Engagement” für ziemlich fragwürdig halte. Hier ging es wohl wirklich ausschliesslich um die Provokation, wenn man sich die Reaktionen auf Youtube so anschaut, ist die Strategie ja auch aufgegangen.

Pädophile zählen zu den letzten Minderheiten, die man nach Herzenslust verfluchen kann. Auch solche, die sich zur Enthaltsamkeit zwingen. Und man sollte besser nichts zu ihrer Verteidigung vorbringen, sonst gilt man ruckzuck selbst als pädophil.

Es ist aus gutem Grund Rechtslage, dass Erwachsene keinen Sex mit Kindern haben dürfen. Allerdings macht eine problematische sexuelle Neigung allein einen Menschen nicht zum Aussätzigen. Und jeder hat auch dann das Recht, seine Meinung zu äußern, wenn diese bestehende Tabus ankratzt. Ansonsten bräuchte es keine Meinungsfreiheit.

Vertreter stark vom Genehmen abweichender Meinungen zu Wort kommen zu lassen, ist der Sinn von „Veto“.

Wem nicht passt, dass dieses Thema aufs Tapet kommt, der lehnt das Sendekonzept als solches ab.

Im Übrigen erstaunt es mich, dass dieser Herr öffentlich auftritt. Das erfordert durchaus Mut, denn er lebt mit Sicherheit gefährlicher als ein Shlomo Finkelstein.

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Ich verstehe die Frage nicht. Wozu? Weißt du, was das Format Veto ist?

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Dem kann ich nur zustimmen. Hut ab, Holger, für den Mut, dich so einer Debatte zu stellen, aber Herr Gieseking hat sich so dermaßen vor konkreten Aussagen gedrückt, da wäre ein Pudding leichter an die Wand zu nageln. Ich fand die Struktur des Interviews auch etwas merkwürdig, vielleicht hätte man vielleicht ganz zu Anfang ein paar Grundbegriffe erläutern sollen (zB was genau der Gast unter „Pädophilie“ versteht), um eine klarere Gesprächsbasis zu haben.

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Pädophile, die enthaltsam sind, kann man verfluchen? Warum denn das?
Ein grundsätzliches Problem scheint übrigens zu sein, dass auch Hebephile mit Pädophilen gleichgesetzt werden- was ich totalen Quatsch finde.

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Weil es weder Jungmännertruppen noch Altherrenriegen noch Akademikergören noch Redaktionen gibt, die diese Minderheit idealisieren und protegieren. Sie ist eine von wenigen ohne starke Lobby und bekommt folglich den geballten Hass auch jener ab, die in anderen Fällen aus Angst vor Konsequenzen schweigen.

Verständlich.

Dann sorry, wollte dich nicht anmachen. Dachte es bezieht sich auf dieses Forum.

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Aber die Ursache liegt doch ganz ursächlich darin, dass sexueller Kontakt zu Kindern in Deutschland strafbar ist. Und ein Großteil der Pädophilen (nein, nicht alle!) hat gerne sexuellen Kontakt zu Kindern oder konsumiert Medien über Sex mit Kindern. Und da dies strafbare Handlungen sind, werden die Vereine überwacht, verfolgt, durchsucht usw.
Die einzigen nennenswerten Vereine, die ich kenne, sind die Krumme 13, die Kanalratten oder die AHS. Viele andere lösten sich auf oder wurden zerschlagen. Ebenso die Bewegung innerhalb der Partei „Die Grünen“.

Ein Beispiel aus einem anderen Bereich, der Zoophilie. Dem letzten Verein, der für Sex mit Tieren (und dessen Wiederlegalisierung) werben wollte, wurde die Vereinsgründung verboten (Berliner Sodomieverein).

Noch zwei Anregungen/Kritikpunkte:

  1. Eine Frage dich ich in dem Interview vermisst habe wäre folgende gewesen:

“Wenn es wirklich so etwas wie einvernehmlichen Sex zwischen Kindern und Erwachsenen gibt, warum gibt es dann keine Berichte von Erwachsenen, die davon handeln, wie sie als Kinder solche sexuellen Handlungen toll gefunden haben? Es müsste doch zumindest einige Erwachsene geben, die als Kinder so etwas erlebt haben und diese These untermauern könnten, und es müsste ihnen auch daran gelegen sein, ihre Sicht der Dinge zu schildern, wenn die allgemeine Meinung eine andere ist. Warum hat man von solchen Fällen noch nie gehört?”

  1. Mir hat an verschiedenen Stellen im Video ein “Faktencheck” gefehlt, zB behauptet Herr G. in Minute 50, dass es keine wissenschaftlichen Studien zum Thema Kinderpornographie gibt. Sowas sollte sich doch leicht überprüfen und gff. widerlegen lassen, oder?

Polarisierendes Thema, polarisierender Gast, der sich in meinen Augen durch etliche Aussagen gut selbst entlarvt hat. Der Argumentationsgang war teilweise hanebüchen (verkürzt: “Kinderpornos kann man also nur beurteilen, wenn man sie selbst schon konsumiert hat…” ah ja…).

Ich hätte mir gewünscht, dass Holger noch deutlicher nachhakt, was hier unter Einvernehmlichkeit verstanden wird und wie das ein minderjähriges Kind kundgeben und beurteilen soll. Aufgrund ihrer psychologischen Entwicklung (und dazu gibt es diverse Studien!) sind Kinder eben nicht reif genug, um sich solcher Handlungen bewusst zu sein und sie eigenständig und “einvernehmlich” zu treffen. Die Altersgrenze gibt es daher aus einem guten Grund und wenn es da frühreife Ausnahmen (!) gibt, ist das lange kein Grund, die Altersschutzgrenze per se abzusenken.

Dass Pädophile trotzdem der Hilfe bedürfen, ist natürlich ein vollkommen anderes Thema. Aufgrund der emotionalen Aufladung des Themas sind Studien über Pädophilie und Therapieansätze natürlich sehr schwer durchzuführen. Trotzdem sind diese notwendig und auch sind Ansprechpartner für Menschen mit pädophilen Neigungen notwendig. Ob der Gast wirklich der richtige Ratgeber ist, wage ich jedoch zu bezweifeln.

Hi, Holger!
Vielen Dank für die Erklärung!

Mich stoert der Titel auf Youtube. Der Kerl ist ja Gott sei Dank nicht der Repraesentant saemtlicher Paedophiler.

Könnte man drüber diskutieren. Ist wirklich jeder Faktencheck objektiv? Ab wann ist eine Quelle tatsächlich als „neutraler Fakt“ zu bewerten? Insbesondere bei „Die Anstalt“ (ZDF) habe ich mehrfach die Erfahrung gemacht, dass auch Experten als Quelle gelten.
Ich mag Veto eigentlich mehr, wenn man es 1:1 zeigt und der Zuschauer/ die Zuschauerin sich das eigene Bild machen kann und Thesen oder Behauptungen selbständig googlen kann.