Folge 61: Ralph Boes

Ihr müsst euch mal einig werden, erst beschwert ihr euch über mangelnde Bildung und dann seit ihr schockiert, wenn ein Studierter keinen Bock auf Brötchen backen hat.

Es interessieren sich auch viel weniger jüngere Menschen für solche „einfachen“ Jobs. Jeder will ja irgendwas mit Medien und Computer machen und Gleitzeit gibt’s beim Bäcker auch nicht.

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Hat niemand gesagt. Kannst du also wieder streichen.

Noch ein Nachtrag: Aus den Artikeln geht klar hervor, dass bspw. diese Bäckereien keine hochqualifizierten Kräfte suchen. Der Bedarf ist momentan so hoch, dass sogar Quereinsteiger ohne weitere Vorkenntnisse genommen werden. Auch bei den Arbeitszeiten ist man flexibel und erwartet nicht die bäckertypischen Frühschichten. Das alles bei überdurchschnittlicher Bezahlung.

Wenn dann aber sogar unter diesen Idealbedingungen kaum noch Arbeitskräfte gefunden werden können, zeigt das sehr gut, dass auch ein BGE keine Verbesserungen für den Arbeitsmarkt bringen würde. Die NackscheSchlange meinte ja, Arbeitnehmer hätten dann eine bessere Verhandlungsgrundlage, um höhere Löhne zu verlangen. Was wiederum den Fachkräftemangel reduzieren würde, weil fairere Bezahlung zu gesteigertem Interesse an diesen Jobs führt. Genau diese Situation haben wir allerdings bereits in vielen Branchen: Aufgrund des Personalmangels besteht schon jetzt eine bessere Verhandlungsgrundlage und es werden vielerorts überdurchschnittliche Löhne angeboten. Der von unseren BGE-Fans beschriebene positive Effekt bleibt größtenteils jedoch aus. Anscheinend ist die Problemursache weitaus komplexer.

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Yep, die „Jugend von Heute“ will schnell viel Geld verdienen, als Streamer, Youtuber , Bitcoin ,Rapper oder Bordelbesitzer , aber Nachts vor nem 300 Grad heißen Ofen zu stehen bzw. andere „normale“ Jobs sind schon lange nicht mehr lukrativ. Die Boomer Generation kann dies jedoch nicht verstehen und wundert sich warum keiner mehr „Baggerführer“ oder „Polizist“ werden will.
Ich wünschte ich hätte eine FKK Sana Club eröffnet damals anstatt ne Ausbildung zum Kaufmann, heute wäre ich reich und sexy, aber naja… oder ich hätte 2010 herum mit YT begonnen etc.

Darf man fragen, woher deine Kenntnisse über die junge Generation stammen? Hast du mit denen beruflich viel zu tun oder ziehst du deine Schlussfolgerungen nur aus RTL2-Dokus?

Wer sollte sich das anschauen wollen? :rofl: Die meisten heute angesagten Streamer sind sowohl auf Youtube als auch auf Twitch erst in den letzten 2-3 Jahren groß geworden. Außer deiner eigenen Unlust hindert dich also niemand daran, es ihnen gleichzutun, wenn du tatsächlich so ein toller Hecht bist. Ausreden wie „Da hätte man schon vor 10 Jahren mit anfangen müssen“ sind Unsinn.

Kann ich hier im Osten und für meine Branche (Einzelhandel) nicht bestätigen, da gibt es genug die nur Mindestlohn zahlen oder knapp drüber. Da brauch ich mir nur den Bäcker bei uns im Laden anschauen, eine Mitarbeiterin pro Schicht, Pause kannste während der Arbeitszeit also keine machen. Löhne bei 15Cent über dem Minimum. Unbezahlte Überstunden. Beim Fleischer daneben sieht es genau so aus. Also schon mal suboptimal Arbeitsbedingungen, trotzdem finden sich immer welche, die dort arbeiten.

Auch ist da nach wie vor Teilzeit sehr in Mode und das ist dann doch für viele nicht ausreichend, weshalb das immer noch eine Branche ist, wo vorrangig Frauen arbeiten.

Ich bekomm zwar Tariflohn, könnte mit 30h/Woche aber auch keine Familie ernähren.

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Deinem Schreibstil nach bist du sicherlich noch jung genug, um umzusatteln. @Bossmang hat ja bereits beschrieben, wie gemütlich man als Informatiker vor sich hin schlonzen kann. :laughing: Do it!

Nö nö, ich bin soweit zufrieden mit meinem Job, für mich reicht es mehr als locker und das Amt bin ich auch los.

Apropos Amt, als ich damals noch aufstocken musste, mehr oder weniger, eher weniger bis gar nicht^^, haben die doch ernsthaft verlangt, dass ich eine unbefristete Stelle mit Tariflohn aufgebe, um in eine ungewisse Zukunft mit Mindestlohn und Vollzeitstelle zu starten. Hauptsache ich brauche keine Aufstockung mehr. Ich hab also tatsächlich zumutbare Arbeit abgelehnt, mehrfach und das ist sanktionswürdig und als Aufstocker ist dann schnell mal die ganze Kohle weg.

Zum Glück war ich da eh nur noch wegen der GEZ-Befreiung gemeldet und die paar Kröten, die es von denen noch gab, konnte ich aller 6 Monate komplett zurück zahlen. Jetzt arbeite ich 4 Tage die Woche und hab immer noch deutlich mehr als so ein Mindestlohn-Jobber in Vollzeit, aber gut, manche werden leider bei solchen Erpressungsversuchen sicherlich einknicken.

So einfach ist das btw nicht, da man eine Krankenversicherung haben MUSS. Man kann nicht einfach so aussteigen

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Doch. Sozialversicherungspflichtige Arbeit bringt Versicherung in der GKV und auch noch Geld außerhalb des Sozialsystems. Einfach Genial. Da müssten andere nur mal selber drauf kommen :smile::smile::smile:

Bzw. kann man den Beitrag zur GKV auch Schuldig bleiben. Wenn man dann auch irgendwann im Knast landet, kann man ja auch Call-In-Gesundheitssendungen mit der eigenen Story regelmäßig busten. Vielleicht kommt man damit sogar in die Mediatheke. 15 Minuten Ruhm und so :upside_down_face::smile:

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Völlig obsolete Antwort

Von „einfach“ hat auch nie jemand geredet. :man_shrugging:

Mitchbove hat generell schon recht - seit 01.01.2009 ist jeder Mensch mit Wohnsitz in Deutschland zu einer Krankenversicherung verpflichtet.

Verschwiegen wurden allerdings die Ausnahmekriterien. :wink:

  • Arbeitnehmer, deren Gehalt über die Jahresarbeitsentgeltgrenze steigt
  • Studenten ab dem 15. Semester / 30. Geburtstag
  • Rentner, die nicht über bestimmte Vorversicherungszeiten verfügen
  • Selbstständige und Freiberufler
  • Beamte
  • Personen ohne Erwerbstätigkeit oder mit einem Einkommen von bis zu 450 Euro monatlich
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Wie sieht das mit Leuten aus, die weder Arbeit haben, noch Geld vom Staat bekommen, wie können diese der Verpflichtung nachkommen? Ich kenn da selber so einen Fall, kein Obdachloser, aber 0€ Einkommen und dementsprechend nicht krankenversichert.

Stimmt. Vor allem wenn man sie sehr regelmäßig in Anspruch nimmt. :sweat_smile:

Aber anders würde die Solidargemeinschaft, die sich Spaßvögel wie @Harry90 wünschen, wohl auch nie funktionieren können: Entweder alle machen mit (auch fürs BGE) oder keiner. Sein Like zeigt, dass er diesbezüglich wohl noch mit schweren inneren Konflikten zu kämpfen hat.

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Da gibt es je nach Stadt unterschiedliche Angebote:

https://www.medhilfe-duesseldorf.de/

https://mom-bremen.de/

Der örtlich ansässige Obdachlosenverband sollte entsprechend vermitteln können.

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Menno! Dabei habe ich den Punkt doch extra fett markiert. :wink:

…können sich von der Pflicht befreien lassen bzw. sind befreit.
In sofern stellt sich Deine Frage gar nicht, da keine Verpflichtung besteht.

Bezüglich Obdachlose - was ja hier nicht der Fall ist:
Da sie keinen Wohnsitz haben, sind sie zu keiner KV verpflichtet. Natürlich können sie auch ALGII/Sozialgeld beantragen und erhalten und dann würde auch ihre GKV bezahlt. Nur halt Mangels Wohnsitz keine Kosten der Unterkunft.

Kritisch sehe ich es allerdings für die Menschen, die so am Boden sind, dass sie einerseits obdachlos sind und nicht die Bürokratie rund um ALGII/Sozialgeld stemmen können. Erschwert mitunter davon, wenn auch keine Bereitschaft da ist, sich z. B. von Caritas, Diakonie & Co. diesbezüglich helfen zu lassen.
Das sind die wirklich tragischen Fälle.

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Wer Hartz 4 kassiert, der ist automatisch versichert, er zahlt halt nur keine eigenen Beiträge. Daher ist der Punkt nicht ganz korrekt, was meine Frage anging. Auch ging es ja eben nicht um einen Obdachlosen, sondern um jemanden mit Meldeadresse, der weder Einkommen hat, noch Sozialleistungen bezieht, ergo nicht versichert ist.

Das war nicht meine Frage. Es ging um die Erfüllung der Versicherungspflichtig und nicht, ob Obdachlose ohne KV ärztlich behandelt werden.

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Bitte - lies meine Antworten GENAU.
Du rennst offene Türen ein, weil Du es anscheinen nicht tust. :man_shrugging:

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Wenn man keim Einkommen hat und damit keine Versicherungspflicht mehr besteht, dann ist das doch auch nur ein Schlupfloch für die Politik, weil jemand der keine Beiträge zahlen kann, automatisch nicht versichert ist.

In so einem Fall müsste man sich dann aber doch ganz normal von der GKV abmelden können bzw. diese kündigen können. Ist das überhaupt möglich? Die KV verlangt ja trotzdem weiter Beiträge, weil man einen Vertrag mit dieser hat.

Ich selber war auch mal 2 Jahre nicht krankenversichert und wusste davon nicht mal was, bis es mal jemanden aufgefallen ist.

Seufz.
Wieso liest Du meine Beiträge nicht genau?
Das, was Du einforderst, ist doch der Fall.
Oder willst Du es einfach nicht wahr haben? :man_shrugging:

…und noch einer, der die Beiträge nicht liest - sowie die ebenfalls genannten Ausnahmen von der Regel nicht beachtet.
Schätz, da kann man nix machen… Ist genau so, wie mit den Filmwünschen für PK bei bereits laufenden Umfragen… :man_shrugging:

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Nein - darum geht es nicht. Es geht um die Pflicht krankenversichert sein zu müssen.