Folge 6: Prof. Dr. Walter Krämer

ZeitGeist Folge 6. Hier kann darüber diskutiert werden!

Walter Krämer ist einer der bekanntesten deutschen Statistiker, 35 Jahre lehrte er an der TU Dortmund. Aber um die Faszination und Funktion von Statistik soll es nicht nur gehen. Krämer ist Gründer des Vereins Deutsche Sprache - und er erregt sich über die Berichterstattung der Öffentlich-Rechtlichen. Seine Forderung: Auch Journalisten müssen Statistik können.

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Ein super interessanter Gast, danke für diese Folge!
Die Unstatistik des Monats lese ich seit langem mit Vergnügen
:slightly_smiling_face:

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Ich mag die Sendung und Hans Martin Esser macht das auch prima. Dieses Gespräch war allerdings… nun ja, interessant… Mit ca. 70 % dessen, was der Herr Professor da von sich gegeben hat, stimme ich nicht überein…ganz und gar nicht… Ich fand so manches überzogen und teils auch platt/einseitig. Und manche „Kampfbegriffe“ fand ich dann auch unangebracht… „WD-rot“ für WDR, aha. Und ARD/ZDF sind also voll mit Links-Grünen… Na ja, das halte ich mal für ein wenig übertrieben…

Außerdem bin ich auf jeden Fall FÜR einen Ausstieg aus der Erzeugung von Energie durch Atomkraft. Aber mal sowas von! (Auch wenn ich genug an den Grünen zu kritisieren habe und bestimmt keiner bin) Und mir ist egal, was da in anderen Ländern Gegenteiliges betrieben und angeschoben wird…
Was die Demographie angeht. Da bin ich froh, in der früheren Sendung Denis Scheck dazu gehört zu haben. :wink:
Also, die Sendung in Ehren, aber dieser Herr Professor Krämer… nun ja…

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Ich finde die Sendung gut, den Gast finde ich aber schwer zu ertragen.

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Es gibt auch gar nicht soo einen großen Trendwende in Richtung Atomenergie, wie Herr Krämer sie sieht. Lt. „Ourworldindata“ liegt die globale Energieversorgung seit etwa 20 Jahren auf einem ähnlichen Niveau: Nuclear Energy - Our World in Data. Erneuerbare Energien haben sich hingegen in den letzten 20 Jahren fast verdreifacht, machen jetzt auch fast den dreifachen der Atomenergie aus.

Ich habe so ein wenig das Gefühl es hängt auch stark von der eigenen Position ab, wie man die Berichtersattung von bspw. der Tagesschau so sieht. Ich persönlich habe oft auch eher das Gefühl, dass Themen eher konservativ geframed werden :wink: :see_no_evil:

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Klimawandel: „Naja, ist halt so. Seriöse Forscher sagen, es kommt gar nicht so schlimm. Muss man sich halt technologisch anpassen.“

Kinder: „Die Deutschen sterben aus! Die Rente wird unbezahlbar! Wir müssen die Leute zum Kinderkriegen nötigen!“

Die Sache mit der Leukämie in San Diego klingt arg nach cum hoc ergo propter hoc. Leukämie WEIL reich WEIL zu wenig im Schmutz gespielt? So einfach ist das normalerweise nicht.

Insgesamt erscheint mir Krämer ziemlich unseriös. Wann immer es ihm politisch passt, geht aus Statistiken exakt genau seine Meinung hervor, und wann immer ihm etwas nicht passt, ist es statistisch nicht zu belegen. Typischerweise stehen für politisch andersdenkende Statistiker völlig andere Dinge eindeutig fest.

Und allgemein kann ich niemanden ernst nehmen, der einerseits auf objektiven Wissenschaftler macht und andererseits keinen Satz zu Ende bringt, ohne auf seine politischen Gegner zu schießen.

Das ist halt die Sorte Experte, die früher bevorzugt bei Sabine Christiansen sprechen durfte. Quasi ein Mitglied des alten Meinungskartells, das sich über das neue beschwert.

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Bei Aussagen wie der, dass BSE nie eine Gefahr gewesen sei, sollte der Moderator nachhaken. Krämer kann hier einfach behaupten, was immer er will. Dass die Achse des Guten, für die er schreibt, seit fast zwei Jahren versucht, die Covid-Impfung als Massenmord auf Raten zu framen, scheint ihn hingegen nicht zu stören. Charakterlich bewegt er sich irgendwo zwischen Wisnewski und Todenhöfer.

Wäre eher ein Fall für Veto gewesen.

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Ja, ich würde sogar sagen, dass das nicht nur nicht „so einfach“ ist, sondern vermutlich schlicht nicht zutrifft. Ich bin kein Mediziner, aber mir war das nur von Allergien bekannt; dass diese also befördert werden in ihrer Ausprägung durch den Lebenswandel/übertriebene Hygiene in der Vorgeschichte/Kindheit.
Oder irgendwelche Krankheitserreger, an die sich ein isoliert lebender Mensch nicht gewöhnen konnte etc. Aber bei Krebserkrankungen?

Dann seine „These“, dass es in der Umgegend von AKWs sogar weniger solcher Krankheitsfälle gegeben habe. Aslo ich weiß nicht… Da wäre dann doch nochmal ein Faktencheck nötig…

Ja, das fiel tatsächlich SEHR auf bei dem Herrn!

Man wünscht sich, wenn man sich diese Folge mit dem Herrn Professor so anschaut, ja beinahe so etwas, was Holger damals bei Ken Jebsen unternahm, indem er in Untertiteln einblendete, was von den Aussagen so zu halten sei. :slight_smile:

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Würde ich auch sagen. War nur sehr vorsichtig. Ja, auf Allergien scheint es zuzutreffen, auch wenn ich als Kind wirklich eine alte Sau war und jetzt trotzdem multiple Allergien habe. Was Infektionskrankheiten im Allgemeinen angeht, kursiert im Impfgegnermilieu die Behauptung, ein Immunsystem, das nie hart arbeiten musste, sei Erregern gegenüber relativ hilflos. Auch das erscheint mir eher unglaubwürdig. Und was Krebs betrifft, weiß ich nur, dass Stress ein Risikofaktor sein kann und die Immunabwehr eine Rolle spielt.

Was ich ziemlich sicher weiß: dass medizinische Fragen sehr komplex sind und man Krämers Angewohnheit, (u.a.) solche Fragen mit so einfachen wie pauschalen Antworten abzutun, vor allem an Stammtischen pflegt. Dass er kein Mediziner ist, passt ins Bild.

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Zum Beispiel, da mir das gerade über den Weg lief:

https://twitter.com/tagesthemen/status/1595164659606093825?t=zYT8rxLquUKfBwpE-C0wzw&s=19

:wink:

Da hast du aber lange suchen müssen, um endlich auch mal einen konservativen Kommentar (!) von den ÖR zu finden. Denen allen Ernstes bei der Berichterstattung ein „eher konservatives Framing“ zuzugestehen, ist schon sehr abenteuerlich! :grin:

Naja, ich hab ja geschrieben, das ist halt auch subjektiv und unterscheidet sich vielleicht auch je nach Thema. Nur soooo einseitig wie es hier im Interview dargestellt wird, ist es halt auch nicht …

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Mediziner bin ich auch nicht. Aber es gibt einen Zusammenhang zwischen spontaner Leukämie bei Kindern und Allergien.
Genauso treten Leukämien bei der hispanischen Bevölkerung häufiger auf.
Warum Kinder überhaupt an Leukämie erkranken ist noch gar nicht so bekannt. Gut möglich, dass die Sammlung der Risikofaktoren zum erhöhten Aufkommen führt.
Ein bisschen wie beim Lotto: Wenn ich genug ankreuzen darf, dann sind meine Chancen größer.

Ich stimme ihm nicht zu, dass man es einfach so abreden kann. Allerdings in dem Punkt, dass man es sich zu einfach macht, wenn man sich nur auf das Atomkraftwerk fixiert.

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