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Folge 59

Hier kann darüber diskutiert werden!

Hätte nie gedacht, dass die Kolumne von Herrn Schmidt mal das absolute Highlight für mich ist :stuck_out_tongue_winking_eye:
Vielen lieben dank, dass die Handke-Debatte endlich mal aus diesen Gesichtspunkte aufgegriffen wurde!
Sagt leider sehr viel über unsere Gesellschaft aus…

Bezüglich der beiden anderen behandelnden Personen muss ich leider sagen, dass ich die Beiträge darüber für höchst irrelevant halte :sleepy:

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WMS sagt „wir leben in merkwürdigen Zeiten“. Stimmt, ich fand seinen Beitrag nämlich außerordentlich gut. Chapeau!

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sprungmarken?

Guter Beitrag von WMS.

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Naja, so leicht ist es auch wieder nicht. Wär der Literaturnobelpreis eine Auszeichnung rein für die Literatur - geschenkt! Aber jeder Nobelpreisträger bekommt ja noch Goldmedaille und 800 000 Euro und das hinterlässt dann schon irgendwie ein Geschmäckle. Da funktioniert auch das besagte Konzept der Trennung zwischen Person und Werk nicht: Handke selbst fährt zur Gala, Handke selbst gibt die Interviews, Handke selbst nimmt Preis und Geld an.

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Richard Gutjahr als nächster Gast :point_up::point_up::point_up::point_up:

wäre interessiert ob jetzt der Shitstorm gegen ihn und seine Familie endlich aufgehört hat und wie der rechtliche Stand der Dinge ist

Das werde ich ihn sicher fragen! :wink:

Passieren nicht immer Anschläge wenn der in der Nähe ist? Sollte man vielleicht die Polizei vorwarnen?

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Zum Beitrag „Hallo Meinung“:
Wer als Bauunternehmer die aktuelle Medienlandschaft als „linksfaschistisch“ bezeichnet, hat - gelinde gesagt - eine spezielle Definition von dem was „links“ ist. Sein politisches Koordinatensystem scheint nach rechts verschoben zu sein.

Es ist sicherlich interessant zu beobachten, auf welche Art die Beiträge im beworbenen Forum moderiert werden um sicher zu stellen, dass sie den propagierten Grundsätzen genügen und die „Meinungsfreiheit“ gewahrt bleibt.

Mein persönliches Interesse daran geht jedoch nicht so weit, dass ich den Herrn mit 36 € unterstütze.

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FAST wäre WMS bei mir mit diesem Kommentar zu Handke durchgekommen. Er hat immerhin einen Gedanken in mir Geweckt, auf den ich so nicht gekommen wäre, nämlich dass sich der Rezipient das Werk zu Eigen macht und es damit vom Urheber trennt sobald es veröffentlicht wird. Eigentlich ist das Logisch, gerade bei Büchern, denn wir stellen uns ja die Geschichte, die dort erzählt wird vor. Wir machen daraus unsere eigene Geschichte. Wenn ich ein kleines Detail überlesen habe, dann kommt das in meiner Version nicht vor. Bei einem Film ist das schwon schwieriger, allerdings würde ich dort über die Emotionen und Gedanken gehen, die ein Film in einem Auslößt. An das, an das man sich erinnert wenn man den Film gesehen hat. Die Wiederholung im Kopf.

Zusammenfassung

Als ich Harry Potter zum ersten mal gelesen habe bin ich gerade aufs Gymnasium gekommen. Jetzt war das aber kein normales Gymnasium, sondern es war (und ist auch bis Heute) in einem Schloss und den nebengebäuden untergebracht. Und so wie ich die Welt von Harry Potter entdeckte, habe ich auch dieses Schloss langsam entdeckt. Meine Vorstellung von Hogwarts ist daher sehr nah an diesem Schloss und an den Erfahrungen die ich dort gemacht habe. Ich habe vieleicht den ein oder anderen Raum verschoben, oder dinge vergrößert, aber im prinzip ist es, wenn ich die Bücher lese immer meine Schule, die ich da vor meinem geistigen Auge habe.

Das ist natürlich etwas ganz anderes, als das was andere Leute vor Augen haben, von daher ist diese Vorstellung meine eigene Version von Harry Potter geworden.

Jedenfalls kam heute dieses Video

Und wie WMS in seinem Beitrag in Bezug auf Joker gefragt hat: " Darf Kunst nicht in einem Maße Gewaltverherrlichend sein?" Dann ist doch die Frage: Darf Kunst nicht auch Frauenfeindlich oder Schwulenfeinlich sein?
Ich muss das ja nicht teilen oder gut finden, aber es ist Teil der Kunst und in diesem Fall bezüglich auf die Homophobie sogar ein Abbild der Realität. Ich denke eine Mehrheit der Menschen in diesem Land hat mittlerweile nach außen eine Tolerante Haltung gegenüber Homosexualität. Aber ich denke auch, dass viele in sich drin oder im Unterbewusstsein nicht so denken und Handeln und quasi die Vernunft immer wieder das Unvernünftige bändigen muss.

Ich fürchte mein Punkt wird hier grad nicht so klar, daher: Der Mensch ist ein vernunftbegabtes wesen. Aber es gibt Momente, wo wir nicht vernünftig sondern impulsiv handeln. Und ich denke, dass es eine Mehrheit in diesem land gibt, deren Vernünftiger Teil Tolerant ist, deren unvernünftiger Teil aber nicht so tolerant ist und sich beispielsweise zu einem Homophoben Witz mitreißen lässt. Es gibt natürlich auch Menschen die mit ihrer vernünftigen (oder vermeintlich vernünftigen) Seite Intoleranz sind. Das halte ich aber für eine Minderheit. Jedenfalls ist es genauso in diesem beschriebenen Film. Diese Gruppe von Männern macht bei einem Lockeren Abend irgendwelche Homophoben Witze und Später erkennen Sie, dass dies Falsch war. Ich glaube das passiert häufiger.

Der war bei mir schon unten durch als der sagt " Linksfaschischtische , grüne Ökoteroristen" Das impliziert doch schon eine feste Meinung und auch wenn ich manche linke sehr militant finde. Sagt das ned das alle so sind. Nur weil man sich für Umweltschutz stark macht den die „faule ,fettarsch Bonzen“ Riege nicht ertragen kann ( das ist bewusst so gewählt) das man nicht ewig auf Pump mit der Natur leben kann " das war doch schon immer so , ich verzichte ned auf den Luxus!" Gehabe ablegen wollen. Ist noch lange ned nur links, das man versucht etwas zu ändern. Zugegeben manches wirkt etwas hilflos aktionistisch,aber wenn man sieht was da bei diesem lächerlichen Klimapaket rausgekommen ist merkt man schon warum so viele die schnauze voll haben.

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Hätte nicht gedacht, dass sich beim „Beitragsservice“ aufgrund öffentlichen Drucks wirklich etwas ändern würde. Das zeigt, dass wir noch nicht völlig in der Postdemokratie angekommen sind.
Der Beitrag über Peter Weber hat für mich eher die Irrelevanz dieses rechten „Denkers“ zutage gefördert. Aber schön, dass wir darüber gesprochen haben.
Über WMS freue ich mich jedes Mal. Seine Beiträge zu medialen Themen sind meistens nicht auf dem gleichen Level wie seine Filmkritiken, aber dieses Mal konnte man spüren, wie er für das Thema brennt. Ich wünschte, ich hätte etwas von Peter Handke gelesen, wenn ich ihn so höre.
Inhaltlich muss ich ihm zustimmen. Für die Qualität eines Werkes ist die moralische Untadeligkeit des Autors nicht von Bedeutung.

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Dem kann ich mich nur anschließen, mit Ausnahme des „nie“, freilich.

Ja, wer sonst? Unterhalb wievieler Euro und ab welchem Metall von Gold abwärts für die Medaille wäre ein Literaturpreis denn in Ordnung?

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