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Folge 59: Piratenpartei

Veto Folge 59. Hier kann darüber diskutiert werden!

Vor zehn Jahren begann der Höhenflug der Piratenpartei - allerdings war es nach einigen Wahlerfolgen damit wieder vorbei. Aber es gibt die Piraten immer noch - und sie treten auch zur Bundestagswahl an. Der Bundesvorsitzende Sebastian Alscher erklärt, mit welchen Themen seine Partei wieder zurück zu alten Erfolgen will.

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Ach Gottchen die gibt es ja auch noch! Die Piraten hatte ich schon lange nicht mehr auf dem Schirm.

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Die Piraten machen Massengeschmack und Biontech platt indem das Urheber- und Patentrecht geschwächt werden (20:00).

Digitale Wahlen: Ich erinnere mich da an die digitalen Personalratswahlen, die um das Jahr 2000 in den niedersächsischen Landesbehörden stattfinden sollten. Die technischen Herausforderungen waren enorm um das Ganze sicher zu gestalten. Die Wahl fand analog statt.

Asylpolitik: Wir haben Platz. Nehmt sie alle auf. Wir hoffen auf eine europäische Einigung.

  1. „Wir haben Platz“ und „Enteignet Vonovia und Deutsche Wohnen“ passt nicht zusammen.
  2. Die Hoffnung, dass nicht alle kommen werden, überzeugt mich nicht. Bei über 7 Milliarden Menschen reicht es schon wenn wenige kommen.
  3. Dass eine europäische Einigung nicht kommt zeigt die Vergangenheit.
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Findest du? Jedes Video von Massengeschmack kann ich doch derzeit schon DRM frei runterladen. Und ein böser Bub könnte die auch einfach so ins Netz stellen. Aber selbst wenn alle Inhalte von MG auf irgendeiner ausländischen Webseite kostenlos verfügbar wären, würde ich ein Abo haben.

Das wäre dann halt so wie bei den Twitch Streamern, da kann ich die Inhalte aus so sehen und trotzdem habe ich da bei denen die ich besonders gerne schaue eine Sub.

Oder anders gesagt: Ich habe halt ein Abo, weil mich die Inhalte insbesondere von der Meditheke, Veto, Kay Ray darf alles und Sonntagsfrühstück gut unterhalten und weil Holger hier eine Plattform geschaffen hat wo es kein nervies DRM gibt und wo der Ad- und Tracker Blocker im Browser nie was rausfiltern muss, also meine Daten nicht noch irgendwie zweitverwertet werden… Es ist einfach eine ehrliche Plattform. Ich habe nicht weil mich das Urheberrecht dazu drängt.

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Schönes Interview! Als Pirat muss ich das sagen :smiley:

Ich reiche dann mal den Link zur Machbarkeitsstudie nach. Für meinen Heimatkreis dem Kreis Recklinghausen wären es ca. 30 EUR pro Bürger:in, der keinerlei Sozialleistungen bezieht. Diese wären befreit. Es fallen vor allem die unsäglichen Kosten für Werbeagenturen weg, die sich alle Jahre wieder neue Ticketnamen ausdenken :wink:

https://www.fahrscheinfrei.de/?page_id=472

Bei dem „Verrückt ist auch normal“: bisher haben psychisch Erkrankte oft das Problem der Vorurteile. Klar ist, dass nicht alles möglich ist. Als Blinde kann ich mich auch. nicht als Gabelstaplerfahrerin bewerben^^

Bei dem Kommentar zum damaligen Bundesparteitag habe ich in Erinnerung, dass gerade im „Privacy“ Bereich gefilmt wurde. Da darf sich jede:r Teilnehmer:in zurückziehen, wenn nicht gefilmt werden soll. Da zu filmen ist dann natürlich kontraproduktiv. Gibt ja auch noch andere Bereiche auf so einem Parteitag.

Liebe Grüße

Tatjana

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Schon krass, wenn ich bedenke, dass ich die Piraten vor 10 Jahren noch gewählt habe.

Die Positionen sind meiner Wahrnehmung nach deutlich nüchterner und auch stellenweise spießiger geworden. In so fern, gut das ich sie nicht mehr wähle und auch nicht mehr wählen werde.

Zwar gibt es immernoch 1-2 Punkte, wo ich mit der Partei übereinstimme, aber insgesamt erscheint mit deren Programm nicht sonderlich ansprechend. Es fehlt an Visionen, an Modernisierung und an einem neuen Verständnis wenn es um Datenschutz und Digitalisierung geht. Was hier genannt wurde, klingt mir mehr nach digitalem Verständis aus dem letzten Jahrzehnten und nicht nach einer Zukunftspartei.

Trotzdem natürlich danke an Holger, für dieses Interview. War echt ne super Sache, die kleinen Parteien vor der BTW zu interviewen. Großartig! :slight_smile:

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Gut zusammengefasst. Die Piraten sind leider zu einer blassen Kopie von anderen erfolgreicheren Parteien geworden. Wer es etabliert mag, bekommt nahezu dasselbe von Die Grünen, Die Linke oder teilweise auch von der FDP. Wer bei Kleinparteien schaut, findet mit den Humanisten, Volt oder PDF inzwischen interessantere Alternativen. Wer es etwas schräger mag und den ganzen Tag über Social Justice labern will, wird sich wiederum bei den Urbanen Hiphoppern besser aufgehoben fühlen.

Ganz totreden würde ich die Piratenpartei trotzdem noch nicht. Momentan fehlt es dort einfach an Charakterköpfen mit starken Ideen und rhetorischer Finesse. Das kann sich jederzeit ändern.

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Ein wirklich schönes und unaufgeregtes Interview. Was Datenschutz und Bürgerrechte angeht stimme ich zu. Bei der Idee zu Fahrscheinfrei und BGE nicht.

Ich finde aber den Gast sehr sachlich und sympatisch. Ich glaube wenn mehr Politiker vom dem Typ wären, würde es in der Politik deutlich sachlicher und konstruktiver sein.

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Hab in der Anfangszeit der Piraten die auch super supportet. Leider wurden die auch Medial zerstört wie jetzt gerade bei Bearbock zu sehen ist. Mücken zu Elefanten gemacht werden aber aktuell aj noch schlimmer geworden ist.
Der Sprecher ist super sachlich und angenehm amn könnte fast sagen die Piraten sind erwachsen geworden , ich hoffe sie können mal wieder durchstarten. In zb frankfurt noch sehr aktiv in der Politik.
Regional immernoch wählbar aber nix auf Bundesebene. Ihre Ansichten sind in Ordnung

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Wenn die Mücke so groß ist wie ein Mammut, kann man das durchaus so sehen… :ugly:

Hier im übrigen mal ein schönes Beispiel wo Digitalisierung nicht wirklich zum Wohle von Menschen eingesetzt wird:

Noch dystopischer ist wohlgemerkt das was Tesla gerade abzieht:

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Dann wirst du doch bestimmt auch diesen ganz bestimmten Flair kennen, den die Partei von 10 Jahren noch hatte. Ich war damals ohne Mitglied zu sein auf seinen Treffen der Partei in meiner Nähe. Und ich erinnere mich an diese Aufbruchsstimmung den Staat endlich gläsern zu machen, den Bürger endlich zu Schützen und neue Wege der Konsensfindung innerhalb einer Partei auszuprobieren.

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Ja genau das meine ich. Ich hab damals noch an der Uni studiert und einige meiner Studienkollegen haben sich in der Piratenpartei organisiert. Das war schon ne andere Zeit und damals dachte ich, dass die Piraten echt eine neue Kraft in der politischen Landschaft werden würde.

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Hätte ich gewusst wie schnell die Sache endet, hätte ich den Flair von damals mehr genossen.

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Die Piraten nach ihren anfänglichen Wahlsiegen:

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Mehr Genoss*innen, bitteschön! :face_with_monocle:

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Wo das mit dem Tornado-Einsatz bei G20 angesprochen wird, hab jetzt nicht groß recherchiert, aber Holger unterschätzt das Auflösungsvermögen von militärischem Aufklärungsgerät, die genauen Daten sind natürlich geheim, aber sowas hat schon früher mal locker hunderttausende Mark pro Kamera/Objektiv/Gerät gekostet.
Eine Kamera in diese Richtung ist auch im Stasi-Museum, speziell für das MfS von Carl Zeiss Jena gefertigt, Stückpreis jenseits der 100 000 Mark.

Bezüglich Urheberrecht finde ich es schade, dass es bei der Reform eben nicht Richtung Fair Use ging und in erster Linie wohl die Rechteverwerter und nicht unbedingt die Künstler/Urheber selbst groß profitiert haben und sehe bei Uploadfiltern wie auch bei der Videoüberwachung/Gesichtserkennung großes Missbrauchspotential.

Das mit Julia Reda habe ich damals mitbekommen, wie die Caspary vorgeführt hat und eben vor der Europawahl raus ist, echt übel das mit der sexuellen Belästigung, bin zwar kein großer Fan von Metoo, aber den hätte man definitiv absägen müssen…

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Ich sollte mal eine Software für öffentliche Vergaben benutzen, die selbständig Entscheidungen getroffen hat, die der Sachbearbeiter auch nicht mehr ändern konnte.

Die Software hat in einer bestimmten Konstellation selbständig entschieden, dass ein Vergabeverfahren abgebrochen werden muss. Als Sachbearbeiter durftest du in diesem Fall nur noch über den Grund für den Abbruch des Verfahrens entscheiden. Wie sollte ich, wenn ich entschieden hätte, das Vergabeverfahren trotzdem weiterzuführen, das mit der Software durchführen?

Als wir den Vertreter der Softwarefirma (Natürlich USA) auf dieses Problem hinwiesen hat er uns nicht verstanden, wollte das Ganze aber weiterleiten.

Die Software wurde nie eingesetzt. Das wäre Terminator in real life gewesen. Herrschaft der Maschinen.

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