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Folge 58: Die USA nach der Wahl

Sonntagsfrühstück Folge 58. Hier kann darüber diskutiert werden!

Dass Joe Biden der neue US-Präsident wird scheint inzwischen ziemlich klar zu sein - und selbst Donald Trump macht die ersten Andeutungen eines Einsehens. Wie ist die Wahl und das, was danach kam, zu bewerten? Und wird unter Biden wirklich alles besser? Olli, Holger, Chris und Thomas machen sich beim Frühstück Gedanken.

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Schönes ungezwungenes Gespräch mit breitem Meinungsspektrum. Hat mir sehr gut gefallen.

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Danke für den Lacher Doc_Brown :smile:

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Wenn es ist Deutschland nur ein Mehrheitswahlrecht geben würde, sähe der aktuelle Bundestag so aus:

  • CDU 231 Sitze (77,3 %)
  • SPD 58 Sitze (19,4 %)
  • Linke 5 Sitze (1,7 %)
  • AfD 2 Sitze (0,7 %)
  • Grüne 1 Sitz (0,3 %)
  • Die PARTEI 1 Sitz (0,3 %, Wechsel von SPD)
  • parteilos 1 Sitz (0,3 %, Austritt aus AfD)

Die FDP wäre gar nicht vertreten.

Dass es in der Realität zu solch klaren Verhältnissen kommen würde, halte ich allerdings für unwahrscheinlich. Für linke Parteien würde es sich anbieten, eine gemeinsame Liste zu bilden, wodurch in einer größeren Zahl von Wahlkreisen die Mehrheit erreicht werden würde (Tendenz zum Zwei-Parteien-System).

@GuentherStoll: Magst du einmal kurz nennen, welchen Ansatz zur Lösung der Überhangmandate du wählen würdest? Würde man sie nicht ausgleichen, würden derzeit die Unionsparteien ja enorm profitieren.

In den USA sind Maine und Nebraska zwar die einzigen Ausnahmen von der staatenweiten Mehrheitswahl, aber eine reine Verhältniswahl findet auch dort nicht statt. Stattdessen gibt es dort die Congressional-District-Methode, bei der in jedem Kongresswahlbezirk eine Mehrheitswahl stattfindet. Dazu kommen zwei Wahlpersonen nach Verhältniswahl im gesamten Staat.

Der realistischste Ansatz zum Wechsel zu einer landesweiten Mehrheitswahl des Präsidenten ist gerade der National Popular Vote Interstate Compact. Sobald Staaten mit insgesamt 270 Electoral Votes beigetreten sind, tritt das Abkommen in Kraft. Die teilnehmenden Staaten würden dann ihre Wahlleute so auswählen, dass sie dem Kandidaten, der in den gesamten USA die Mehrheit der Stimmen bekommen hat, die Stimme geben. Nach Ansicht der Unterstützer ist dafür keine Änderung der US-Verfassung notwendig, weshalb die Hürden wesentlich niedriger sind. Von 270 nötigen Electoral Votes sind bereits 196 geschafft, in Staaten mit insgesamt 98 Electoral Votes gibt es gerade Versuche, dem Abkommen beizutreten. Es ist also möglich, dass es in den nächsten Jahren in Kraft tritt. Eine gerichtliche Prüfung, ob Staaten solche Abkommen erlaubt sind, steht noch aus.

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Es ist schwierig, hier eine optimale Lösung zu finden. Eine Idee könnte sein, Überhangmandate generell abzuschafffen und mehr gewonnene Wahlkreismandate notfalls auch mit Landeslistenplätzen anderer Bundesländer zu verrechnen. So wäre sichergestellt, dass nur so viele Landeslistenabgeordnete im Bundestag säßen wie Wahlkreisabgeordnete.

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:astonished:

Obwohl sie sich derzeit als Wahlsieger feiern dürfen, ist die Kacke bei den US-Demokraten schon wieder mächtig am dampfen, während die Republikaner im Repräsentantenhaus überraschende (auch hier lagen die meisten Prognostiker meilenweit daneben) Erfolge einfahren können:

Ich weiß ja nich, es mag vorschnell, unklug, was auch immer sein, aber Sachen die solche Videothumbs haben ignoriere ich, klicke ich gar nicht erst an und fühle mich gut dabei und habe den Eindruck das ich Leute die auf sowas klicken oder drauf anspringen eher nicht zu meinen Freunden zählen würde.

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Das würde allerdings die CSU bevorteilen :wink:

Ich würde die Wahlkreis-Stimmen abschaffen, und stattdessen lieber dem Wähler die Möglichkeit geben auf der Liste seine Wunsch-Kandidaten nach oben zu wählen.

Das wäre ein Traum…

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Ich möchte aus aktuellem Anlass nochmal daran erinnern, dass Verschwörungstheorien hier verboten sind. Insbesondere wenn sie von einer Behörde debunkt wurden, die von Trump selber eingerichtet wurde.

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