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Folge 54: Partei des Fortschritts

Veto Folge 54. Hier kann darüber diskutiert werden!

Die Partei des Fortschritts (PdF) ist eine weitere Partei, die Politik mit mehr Basisdemokratie und Fachwissen versehen möchte. Allerdings hat man sich noch etwas Besonderes einfallen lassen: Sogenannte Parteiparlamente sind innerhalb der Partei für die Positionssuche zuständig. Der Parteisprecher Lukas Sieper erklärt, was sich mit seiner Partei verbessern soll.

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Minute 2:30:
Die Selbstbeschreibung hat etwas von „Fortschritt um jeden Preis“.
Wohin man fort schreitet und ob das gut/wünschenswert ist kein Wort.
Mal weiter schauen…

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43:25 „Wenn ich anhand von kulturellen, ethnologischen und religiösen Unterschieden […] Grenzen ziehe, nur deshalb, dann bin ich rechtsextrem…“
Diese Definition wirkt für mich auf jeden Fall plausibel, aber AfD-Wähler kritisieren doch die Auswirkungen mancher solcher Unterschiede, die deren Meinung nach große Probleme mit sich bringen. Es geht doch nie nur darum, dass die einfach anders sind. Die Definition hatte deswegen für mich nichts mit der AfD zu tun und, war im Bezug auf die AfD, irgendwie fehl am Platz. Als der Sprecher der PdF dann aber erklärt, dass man diese Unterschiede nicht grundsätzlich als unüberwindbare Probleme darstellen darf, konnte ich Ihn schon besser verstehen. Wirklich gut, dass Holger da nochmal nachhakt.

Das Interview war insgesamt sehr gut und ich finde es positiv, dass man wirklich ehrliches Interesse daran hat hier etwas über die Partei zu erfahren, auch wenn diese sehr klein und noch unbedeutend sind.

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Er definiert „Extremismus“ dennoch recht abweichend von dem, wie es z. B. die Geheimdienste sehen, da die Dinge, die er andeutet bereits „radikal“ sind.
Extremismus ist schon noch ein Stufe höher - gepaart mit Gewaltbereitschaft und Akzeptanz und Nutzung von illegalen Mitteln.

Mir fällt noch auf, dass er sehr idealistisch gegen Idealismus spricht - jedenfalls bisher.
„Ein Teufelskreis“ (T. V. Kaiser) :ugly:

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45:35 - Jetzt wird sein (wörtlich) „Glaube“ aber richtig „idealistisch“.

„Kulturelle Unterschiede sind irrelevant“?
Sag das mal den Frauen und Kindern aktuell in Afghanistan.
Sag das man den vielen Menschen, die Aufgrund ihrer Weltanschauung/Religion bin in den Tod verfolgt werden.
Ja Ne - is klar. :roll_eyes:

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Stimmt, Gewaltbereitschaft usw. hatte ich gar nicht beachtet, obwohl gerade da meiner Meinung nach etwas zu schnell eine Verbindung gezogen wird.

55:00 - Digitalisierung in ALLEN Lebensbereichen? Ja - Ne - is klar.
Null - wirklich Null Ahnung von IT und deren Sicherheit - Sicht nur begrenzt auf Behördengänge vereinfachen.

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Das fand ich mal wieder ein sehr angenehmes Interview. Jemand der klar Sachen für sich schlüssig vertreten kann. Das gab es lange nicht mehr.

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Alleine, weil er gendert, bin ich gegen ihn und seine Partei.

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Sehr spannendes Interview und sehr spannende Partei. Wäre sogar eine Partei, die ich durchaus in Erwägung ziehen würde, wenn ich irgendwann mal soweit bin, dass von den größeren Parteien gar keine Partei aus meiner Sicht wählbar ist.

Danke Holger, dass du meine Frage gestellt hast. Mir ist dann nur aufgefallen, dass das im nachhinen nicht ganz das richtige Beispiel war. Weil klar: Dinge die gegen das Grundsetz sind, kann man auch basisdemokratisch nicht durchsetzen.

Aber es gibt ja durchaus kontroverse Themen, an die Parteien sich nicht herantrauen, über einen basisdemokratischen Weg aber auf die Agenda kommen können und ich hab jetzt nicht so ganz raushören können, wie die PdF damit konkret umgehen würde.

Bei der Piratenpartei war mein Partei-Engagement und meine Stimme in dem Moment weg, als Parteifunktionäre eben anfingen zu definieren, welche Themen nun Gegenstand von Umfragen sein sollten und welche nicht. Dadurch fiel mMn der ganze basisdemokratische Ansatz in sich zusammen. Denn dann kann man sich Umfragen ja auch sparen, wenn man dann doch am Ende bestimmt, welche Themen jetzt übernommen werden und welche nicht. Natürlich müssen diese Themen IMMER NOCH verfassungskonform sein. Da sehe ich keine zwei Meinungen. Andernfalls ist man nunmal (zumindest in Teilen) nicht mehr demokratisch. Und das ist dann auch nicht Sinn der Sache mMn.

Am Ende war ich dann aber doch wieder sehr irritiert von der Aussage, dass die LINKE inhaltlich „undemokratische“ Forderungen im Programm hätten. Dafür hätte ich gerne ein Beispiel gehabt. Ich persönlich gehe davon aus, dass wenn eine Partei zur Wahl zugelassen ist(AfD, LINKE, MLPD, sogar NPD)
dann müssen ja deren Inhalte verfassungskonform sein, zumindest in dem Sinne, dass ihre Forderungen ja durchgesetzt werden könnten, sollten sie genug Stimmen bei einer Wahl erhalten.

Hier finde ichs schade, dass man da wieder in dieses klassische Narrativ zurückfällt, es dann doch wieder eher vom „Gefühl“ abhängig zu machen, was nun demokratisch sein soll und was nicht. Ähnlich wie Rainer Haseloff neulich ernsthaft meinte, die LINKE mit der AfD in einen Topf zu schmeißen und als „undemokratisch“ zu bezeichnen. Das ist doch dann wieder genau dieses Lagerdenken, dass man ja eigentlich bekämpfen will. Das klang auch im restlichen Gespräch ganz anders.

Kommt mir so vor als ob die Partei eher unspektakulär unproblematische Meinungen vertritt. Ich sehe jetzt keinen großen Unterschied zu bestehenden Parteien