Pantoffelkino Folge 533. Hier kann darüber diskutiert werden!
Wir haben wieder einen Lebemann-Wunsch abzuarbeiten. Diesmal hat unser Zuschauer Niklas die Liste zusammengestellt. Und weil gleich zwei Anime-Filme dabei sein, muss nach langer Zeit mal wieder Ronny mit ran. Die Filme springen quer durch die Genres. Es ist auch Science-Fiction und Horror dabei - und ein Low-Budget-Werk aus der Schmiede des „Kleinen Fernsehspiels“.
Das war auch eines meiner ersten Anime!!! Das war so geil! (und auch surreal! )
Fun Fact: Der Originaltitel heißt: 時をかける少女Toki o kakeru shōjo = Zeitspringendes Mädchen , oder auch kurz Tokikake = Zeitspringer
Und „Der Dieb“ finde ich auch etwas „witzig“ , weil der Originaltitel „Wor“ ist, also phonologisch-englisch „War“ heißt.
Вор (kyrillisch) heißt tatsächlich einfach Dieb übersetzt. Tatsächlich auch der Film den ich am ehesten ansehen würde. Das Mädchen das durch die Zeit sprang klingt auch nett, ich mag Slice of Life ganz gerne.
Nicht wundern das russische was aussieht wie ein kleines p ist im russischen ein r. Deshalb вор wor
Man merkt den Unterschied, natürlich. Vielleicht (aber nur vielleicht) hat Holger dieselbe Meinung bezüglich der Augen. Die sind in beiden doch sehr ähnlich (keine Mandelaugen).
Natürlich sind beide Animes diametral verschieden. Ich kannte den Begriff Anime gar nicht, bis ich selbiges Thema im Internet gesehen habe. Da dachte ich mir, das sieht doch aus wie Heidi, oder Captain Future.
Holger hat noch Adventstürchen zu vergeben (nein, ich stehe in keiner Verbindung zu Holger). Also Anime der 70er, 80er würde bestimmt viele interessieren.
Bei der Kritik zu dem Film bin ich übrigens ganz bei Dir, kann mich mit dem Leben der Protagonisten im Übergang von Teenie-Zeit zum Erwachsenen auch stark wiedererkennen. Die WG-Partys, die Neuorientierung nach der Schule, die ersten festen Beziehungen, Freundeskreise brechen auf und bilden sich neu, so sahen meine frühen 2010er Jahre auch aus. Hinzu kommt noch, dass der Film in Münster und Umgebung gedreht wurde, ich aus der Gegend stamme und man ganz viele Drehorte sofort erkennt.
Es gibt immer wieder zumindest sehenswerte deutsche Horrorfilme. Ob die immer in letzter Konsequenz richtig gut sind, sei mal dahingestellt.
Letztens habe ich seit langem mal wieder „Babylon - Im Bett mit dem Teufel“ (1992) gesehen. Das war der dritte Spielfilm von Ralf Huettner. Kein reiner Horror-Film, aber schon mit deutlichen Anleihen. Der gefällt mir auch heute noch richtig gut. Dominic Raacke spielt hier ganz großartig einen wild in der Gegend rumbumsenden Widerling, dessen Sex-Partnerinnen eine Weile nach dem Akt explodieren. Das Ganze ist natürlich eine Parabel auf Aids und nicht so trashig wie es klingt. War damals geschnitten, heute ungekürzt ab 16.
Davor hatte Huettner „Der Fluch“ gedreht, auch mit Raacke, der ebenfalls als Mystery-Grusler recht ordentlich ist. Der hat ein bisschen was von „Laurin“ von Robert Sigl, der allerdings der bessere Film ist.
Anschauen kann man sich auch mal „Jonathan“ (1970) von Hans W. Geissendörfer. Echt schade, dass Geissendörfer nicht mehr in der Richtung gemacht und sich lieber der Lindenstraße verschrieben hat.
Um auch noch etwas Neueres zu nennen: „Hagazussa“ (2017) ist ein schöner Slow-Burner (für manche vielleicht zu slow). „Luz“ (2018) und „Hinter den Augen die Dämmerung“ (2021) haben interessante Aspekte zu bieten, vor allem auch visuell. In Gänze sind die aber leider etwas unrund und schauspielerisch nicht immer so richtig überzeugend.