Vielen Dank für das erfüllen meines Lebemannwunsches.
Nach dem Urlaub musste ich erstmal viel MG-Content nachholen, aber die Folge hab ich mir bis zuletzt aufgehoben.
Ursprünglich war ja die Idee, die Knastfilm-Folge (Nr. 463) fortzusetzen aber da mein Favorit „Runaway Train – Express in die Hölle“ schon besprochen wurde und dann auch noch „Der unheimliche Besucher“ in Folge 500 folgte, habe ich den Fokus auf die Filme aus Asien gelegt.
Story of Ricky ist natürlich Kult und Ringo Lam geht auch immer.
Der Etikettenschwindel bei The Prisoner ist wirklich eine Frechheit und ich habe die Produktionsgeschichte sogar nochmal anders gelesen als die Versionen von Christian und Holger.
Im Jackie Chan Filmfüher von Thorsten Boose steht:
Bereits 1976 standen beide in der Billigproduktion „The Killer Meteors“ (dt.: „Tiger der Todesarena“) von Regisseur Lo Wei vor der Kamera. Jackie Chan ist hier in einer ungewöhnlichen Rolle als Schurke zu sehen, wohingegen Jimmy Wang Yu für die Gerechtigkeit kämpft. Dies kommt nicht von Ungefähr, war Jimmy Wang Yu, ein taiwanesischer Schauspieler, doch bereits Ende der 1960er Jahre mit seiner Rolle des einarmigen Schwertkämpfers zum Star geworden. Nach dem Tod von Bruce Lee 1973 suchte die Hongkong-Filmbranche verzweifelt nach einem Nachfolger – Kultregisseur Lo Wei fand ihn in Jackie Chan und wollte ihn zum Star machen. „The Killer Meteors“ war einer der ersten Lo-Wei-Jackie-Chan-Filme und führte zu nichts anderem als Frust.
Es folgten weitere Billigproduktionen für den einst so erfolgreichen Regisseur und Entdecker des modernen Bruce Lee. 1978 platzte Jackie Chan dann der Kragen und man einigte sich auf einen Deal mit dem Filmstudio Seasonal Films: Lo Weis aufstrebender Star wurde für zwei Filme ausgeliehen. Es entstanden „Snake in the Eagle’s Shadow“ (dt.: „Die Schlange im Schatten des Adlers“) und „Drunken Master“ (dt.: „Sie nannten ihn Knochenbrecher“). Jackie wurde über Nacht zum Star, musste aber laut Vertrag weitere Filme für Lo Wei realisieren.
Um seiner frischen Bekanntheit nicht das Genick zu brechen, baten sein damaliger Manager und bester Freund, Willie Chan (nicht verwandt), sowie das erfolgreiche Filmstudio Golden Harvest den Taiwanesen Jimmy Wang Yu um Hilfe. Jimmy Wang Yu wurden Beziehungen zu den Triaden, der chinesischen Mafia, nachgesagt, die nie bestätigt, aber auch nie widerlegt werden konnten. Nach „strengen Verhandlungen“ kam Jackie Chan aus dem Lo-Wei-Vertrag frei und arbeitete fortan für Golden Harvest. Der Rest ist Filmgeschichte – doch Jackie Chan musste seine Schuld bei Jimmy Wang Yu begleichen.
Dies geschah erstmals 1983 in dem sogenannten Mo-Lei-Tau-Film (Hongkonger Nonsense Comedy) „Fantasy Mission Force“ von und mit Jimmy Wang Yu. Sieben Jahre später, 1990, sollte Jackie Chan wiederum für Jimmy Wang Yu arbeiten, in dem Film „The Prisoner“ oder „Island of Fire“. Der Film wurde in nur 42 Tagen vom 5. April bis zum 17. Mai 1989 gedreht. Bis heute bleibt dieser Film die letzte Zusammenarbeit von Jimmy Wang Yu und Jackie Chan, sodass Jackies Schulden von damals wohl beglichen wurden.
So richtig rund ist der Film auch nur in der Taiwan Fassung auf der Blu-ray von (ehem.) Koch Media.
Bei Sasori kann ich auch die Fortsetzungen empfehlen, wobei die Box mit den Teilen 1-4 auf Ebay oder Filmundo erst ab so 50€ bis 60€ zu bekommen ist. Der erste Teil einzeln ist sogar noch schwieriger zu bekommen, dafür ist Teil 2 schon um die 10€ erhältlich.
Meiko Kaji hat ja oft die Titelsongs ihrer Filme selbst gesungen und das Lied, welches Malte erwähnte, ist der Titelsong aus Lady Snowblood (Meikos Paraderolle). Der Titelsong aus Sasori läuft übrigens auch in den End Credits von Kill Bill.