Pantoffelkino Folge 497. Hier kann darüber diskutiert werden!
Die Neuheiten im November umfassen sowohl Comedy als auch sehr ernste Kost. Schafft es Liam Neeson mit „Die nackte Kanone“ in die Fußstapfen von Leslie Nielsen zu treten? Lohnt sich die Fortsetzung von „Nobody“? Ein Horror-Überraschungshit ist „Weapons“. Und schließlich geht es noch das Netflix-Drama „A House of Dynamite“, das eine Schreckensvision Realität werden lässt.
Weapons fand ich auch richtig stark und sogar einige Szenen zum schmunzeln dabei ohne es zu sehr in Klamauk abdriften zu lassen. Und ganz froh darüber, dass es ein Re-Cast geben musste. Den inzwischen überpräsenten Pedro Pascal hätte ich da nicht gebraucht und Julia Garner war schon in der Ozark Serie richtig gut.
Dass „The Ring“ nicht mehr so gut wirkt, könnte dran liegen, dass man inzwischen, was paranormaalen Rache-Horror angeht, einfach unglaublich übersättigt ist.
Damals bei Erscheinen war das ganze Konzept halt noch neu und frisch.
Was Die Nackte Kanone schwächer macht, lässt sich schon in der ersten Szene erkennen.
Frank Drebbin wäre damals für den Zuschauer erkennbar als Erwachsener in Kinderklamotten in die Bank gegangen - und die Räuber hätten ihn dann dennoch nur als Kind erkannt.
…und solche „verpasste Chancen“ ziehen sich halt leider durch.
Deshalb klar: Schwächster Nackte Kanone-Film - aber zwischen ihm und 33 1/3 ist noch deutlich Luft nach oben.
„Nicht schlecht“ oder „Besser als erwartet“ ist halt bestenfalls Durchschnitt - und nicht „gut“.
Aber ich gebe halt auch keinen „Endlich mal wieder eine Komödie in den Kinos“-Bonuspunkte.
Mir würde nichts fehlen, gäbe es den Film nicht.
Weapons hat wunderbar viele Metaebene - das finde ich an dem Film so super und das macht ihn auch zu mehr als einem gewöhnlichen Horrorfilm. Hier passt der Begriff „elevated horror“ wirklich mal.
Ich will nix spoilern, aber wer ihn schon gesehen hat: einfach mal überlegen überlegen, welchen Gegenstand Josh Brolin in seinem Traum sieht und was das in den USA für eine Schulklasse bedeuten kann.
“Weapons” hat mich auch sehr beeindruckt, noch mehr als das das vorherige Werk “Barbarian”, das es bisher leider nicht bei den Wunschfilmen geschafft hat.
Interessante Erzählweise mit WTF-Momenten, sage nur die Szene an der Tankstelle oder das im Auto mit der Schere ^^
Mal wieder der seltene Fall, dass ich alle Filme der Folge gesehen habe. Ich fand Weapons sehr gut (8/10), Nobody 2 und A House of Dynamite sehenswert (7/10). Die nackte Kanone war für mich ok (6/10). Für mich war aber Bring Her Back (9/10) dieses Jahr ein noch stärkerer Horrorfilm als Weapons.
A House of Dynamite sehe ich genauso wie Christian. Erstes starkes Drittel, richtig packend, dann abfallend mit einem schwachen Ende. Nach der ersten Episode im Situation Room verpufft die Spannung.
Auch lustig, dass ihr bei der Erwähnung von Crocodile Dundee in 4K einen üblen VHS-Trailer zeigt. Hier ist ein 4K-Clip.
Ja, dem stimme ich zu. Ich hab mir den gleich nach der Besprechung angesehen und er hat seine Momente, aber die meisten Witze waren selbst mir zu flach. Die beste Szene ist immer noch die mit dem Hund.
Nobody und Nobody 2 hab ich mir mal besorgt, bin gespannt, was mich erwartet.
Sister Street Fighter mit Etsuko Shihomi ist tolles Actionkino, ebenso wie die männliche Version mit Sonny Chiba. Leider ist japanisches Genrekino der 70er viel zu unbekannt und unterbewertet. Macht mir jedenfalls deutlich mehr Spaß als der tausendste Kung-Fu-Streifen aus Hongkong.
Da die Frage nach Beispielen für die Erzählweise in Weapons gestellt wurde: Die japanischen Horrorfilme Ju-on - The Curse und Ju-on - The Grudge von Takashi Shimizu sind auch in Kapitel aufgeteilt, die jeweils nach einer Figur benannt sind und die Ereignisse aus deren Perspektive erzählen.