Folge 491: Filme mit Tomas Milian

Töte Django und Der Berserker gibt es bei Prime aber nur in einer stark gekürzten Version. Beim Berserker fehlt sogar das ganze Ende

Gekürzte Fassungen bei Streamingdiensten sind echt die Pest, ich glaube, dass es da auch gar keine Informationsquellen mehr gibt. Bei Schnittberichte habe ich zumindest bislang keine Infos dazu gesehen.

Ich habe gerade mal reingeschaut. Bei Der Berserker kommt das normale Ende mit den italienischen Credits. Ich wüsste nicht, was da fehlen sollte. Alles andere sieht auch korrekt aus, soweit ich das beim Durchskippen sehen konnte. Ich glaube, der ist komplett.

Bei Töte, Django fehlt die Skalpier-Szene und ein paar ganz kurze Einstellungen, wo die Typen die Goldkugeln aus dem Toten rauspuhlen. Abgesehen davon sind aber die Szenen drin, die in der früheren 18er fehlten. Ich vermute, es ist die gleiche Fassung, die auf Youtube, Joyn und Netzkino zu finden ist.

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Stimmt. Das Ende von “Der Berserker“ ist im Stream enthalten. Ich hab das mit einem anderen Film verwechselt :sweat_smile:

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Das war wirklich eine super interessante Folge. Überhaupt nicht meine Genres-und doch bin ich diesem Exkurs sehr sehr gerne gefolgt. Vor allem Volker zuzuhören ist immer und immer wieder eine große Freude, wenn er über einen Film referiert gleicht das einem filmhistorischen Seminar und ich geniesse das sehr.
Danke natürlich auch an Malte und Christian und ich frage mich, ob das was mit einem macht, wenn man diese 6 Filme in so kurzer Zeit aufeinander schaut. :wink:

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Vielen Dank für das Erfüllen von meinem Lebemannwunsch und ich finde die neue Aufmachung von Pantoffelkino auch sehr gut. Macht richtig was her.

Ich muss zugeben, dass ich Tomas Milian als Thema nur gewählt habe, um noch mehr Poliziotteschi bei Pantoffelkino vorzustellen. Da dieses Genre letztes Jahr so gut ankam und es in der Richtung noch so viel interessantes gibt, musste ich mich zwischen Tomas Milan, Maurizio Merli und Umberto Lenzi als Thema entscheiden. Nicht einfach. Letztendlich ist es Milian geworden, weil ich bei Merli nur Mannaja als Western zur Abwechslung dabei hätte und Umberto Lenzi sowohl bei Kannibalenfilmen (Mondo Cannibale, Die Rache der Kannibalen), als auch bei Gialli (Das Rätsel des silbernen Halbmonds, Labyrinth des roten Todes, Orgasmo), Western (Ein Colt für hundert Särge), Horror (Großangriff der Zombies) oder Kriegsfilm (Nur drei kamen durch) sehenswertes zu bieten hat und dann die Poliziotteschi zu kurz kämen.

Die von Volker erwähnte Western-Trilogie von Sergio Sollima, Tepepa, „Verdamnt zu leben, verdammt zu sterben“ oder Corbuccis „Lasst und töten, Companeros“,… Unter Milians Western gäbe es viel zu empfehlen. „Töte Django“ ist es dann geworden, weil er mit seiner düsteren Atmosphäre und seinem zynischen Gesellschaftsbild schon etwas besonderes ist. Die Szene als ein angeschossener nur stirbt, weil die Leute, die ihm eigentlich helfen wollen aus Habgier in seinen Wunden herumwühlen (Sie stellen fest, dass er mit Kugeln aus Gold angeschossen wurde) oder wenn die Kinder am Ende die Gewalt nachspielen, die sie von ihren Eltern vorgelebt bekommen bleiben schon im Gedächtnis. Der Regisseur Giulio Questi hat die Geschichte auch nur als Western inszeniert, weil er nur so eine Finanzierung bekommen hat. Auch andere Regisseure aus der Zeit nutzten den Western eher als Mittel zum Zweck um politische, kritische oder ironische Kommentare abzugeben.
„Die rote Sonne der Rache“ war lange nicht zu bekommen und ist erst seit kurzem auf DVD veröffentlicht worden. Ich mag Filme mit ambivalenten Hauptcharaktern und ohne klare schwarz/weiß-Zeichnung der Figuren.
Die gewalttätige Geschichte als Komödie zu inszenieren hat schon damals empört und steigert seine provokante Wirkung im jetzigen Zeitgeist natürlich noch mehr. Hier fand ich es nur witzig, eure Reaktionen zu sehen und einen vergessenen Film von einem großen Regisseur mit bekannten Schauspielern und der schönen Musik von Ennio Morricone vorzustellen, der heutzutage im Kino undenkbar wäre.

Die Superbulle/Toni Maroni Filme habe ich nicht mit berücksichtigt, weil die zwar ihre Momente und ne lustige Synchronisation haben, aber die Reihe im großen und ganzen schon recht durchwachsen ist.
Da sagen mir die Lenzis schon deutlich mehr zu. Die Filme haben (wie auch die von Castellari) ihren Fokus mehr auf der Action und sind weniger Politthriller wie manch anderer Poliziottesco.

Allerdings sind alle 4 Poliziotteschi in der Folge von Umberto Lenzi gedreht (auch „Die Gewalt bin ich“) und nicht nur drei.

Nochmal vielen Dank fürs Anschauen und Besprechen. Hat wie immer Spaß gemacht und ich überlege mir schon was für nächstes Jahr :grin:

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Super Wunsch gewesen :+1:

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Sollte irgendwie auch der Sinn eines Filmmagazins sein, finde ich. Neue, nicht so bekannte Sachen nahebringen und in einer Retro-ECKE dann auch gerne mal die Supernasen. Aber leider ist sowas Haupttheme und nur alle Jubeljahre mal (durch Geldeinsatz!) mal etwas abseits des Bekannten. Sehr schade, aber strukturell begründet.

Noch mal danke für die Filmwünsche. Den Berserker hatte ich mir auch schon mal als Wunschfilm gewünscht, hatte aber nicht damit gerechnet, ihn hier jemals besprochen zu sehen.

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Liebes MG-Team, danke dass ihr euch zu einem kleinen Facelift deiser Sendung entschieden habt. Ich hatte schon lange den Wunsch nach mehr Post production gehabt (und auch ab und an im Chat geäußert) - voilà, nun haben wir sie.

  • Intro - OK
  • die kurzen Trenner zwischen den Filmen - gut
  • die eingesprochenen Kurzzusammenfassungen - super!

So darf es gerne weiter gehen. Und nächstes Jahr dann etwas mehr Post production für PaschTV? träum

Gruß

Christian

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So, nachdem ich nun auch endlich mal dazu komme, das letzte Vierteljahr am Pantoffel TV aufzuholen, bin ich nun auch endlich bei der ersten Folge mit neuem Look and Feel angekommen.

Puh! Ja, gewöhnungsbedürftig wie so manche Änderung bei Massengeschmack in den letzten Jahren,. Ich erinnere mich daran, dass ich mich damals auch gegen das neue Design der Homepage ziemlich gesperrt habe. Und nun hat man sich doch irgendwie daran gewöhnt. Dennoch finde ich diese Einspieler, in denen der Film erklärt, wird irgendwie doof.

Aber nun gut, nun ist es so.