Pantoffelkino Folge 483. Hier kann darüber diskutiert werden!
Gleich zwei Sequels sind diesmal Thema. Nach 29 Jahren hat die Kultkomödie „Happy Gilmore“ mit Adam Sandler noch eine Fortsetzung bekommen. Und nach längerer Zeit gibt es einen neuen Teil der Horrorreihe „Final Destination“. Ein Thriller aus deutscher Produktion ist „Brick“ mit Matthias Schweighöfer. In eine ganz andere Richtung geht das Drama „Queer“ mit Daniel Craig in der Hauptrolle.
Bei “Brick” habe ich zunächst an den 2005er Film von Rian Johnson gedacht, der echt gut ist. Stattdessen kam dann die Ernüchterung, dass es offenbar einen Schweighöfer-Film gibt, der genau so heißt, von dem ich aber noch nie was gehört habe (und den ich mir allem Anschein nach auch sparen kann).
Ich habe bei Happy Gilmore 2 kein einziges Mal gelacht und war von den ständigen ein Cameo nach dem anderen abarbeiten irgendwann genervt. Teil 1 bekam bei mir 8/10 der jetzt 3 von 10 und die meisten die ich kenne fanden den auch ziemlich mies.
Queer hat gefühlt auch vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit erregt und klingt jetzt auch nicht nach ja sollte man gesehen haben.
Until Dawn fand ich ziemlich vergessenswert.
Brick fand ich die ersten 15 bis 20 Minuten interessant, dann hat mich der Film verloren.
Final Destination 6 bekommt man das was man eben erwartet. Einzig Sympathieträger haben mir hier gefehlt.
Für mich war “Final Destination” ehrlich gesagt schon nach Teil 2 auserzählt. Teil 5 hatte dann nochmal einen netten Story-Kniff und sich bei en Todesszenen auch wieder etwas mehr Mühe gegeben, aber große Lust auf Teil 6 macht mir das jetzt erstmal nicht.
Final Destination 4 war übrigens, wenn ich mich recht erinnere, der erste Film, der in der ersten PantoffelkinoTV-Langfolge vor 15(!) Jahren besprochen wurde.
Vom Konzept halt schwer noch mal was Neues zu erzählen. Ist bei anderen Horrorreihen auch so. Scream ist auch immer das gleiche Whodonit Konzept, Wrong Turn Inzest Leute bringen Menschen um (abgesehen von lahmen letzten Teil) usw.
The Prosecutor hab ich in der Sneak gesehen, hatte mir am Anfang nicht so gefallen, aber umso länger ich drin saß hat er mir immer mehr gefallen und hat mich richtig gepackt. Und eine Mischung von Gerichtsdrama und knallharter Action hab ich in der Art auch noch nicht gesehen, hatte mir sehr gefallen.
Das erwarte ich auch gar nicht. Aber ein bisschen Varianz und Mühe sollte schon auch selbst in einer Horror-Reihe ins Drehbuch fließen. “Nightmare on Elm Street” ist da für mich das Musterbeispiel: Das Grundmuster bleibt eigentlich immer gleich, aber jeder einzelne Film hat ein bisschen was Neues zu bieten; für Halloween und Freitag der 13. gilt das bedingt auch.
Bei Scream habe ich tatsächlich ähnliche Probleme wie bei Final Destination (wobei das Slasher-Grundmuster an sich handlungstechnisch schon mehr Abwechslung zulässt als “Der abstrakte Tod holt sich möglichst kreativ seine entgangenen Opfer” und ich den Scream von 2022 auch wieder richtig gut fand, Teil VI hat es dann leider mit dem Arscvh wieder eingerissen…) und Wrong Turn bemüht sich wenigstens, die Handlungsorte etwas zu variieren.
Den ersten Happy Gilmore mag ich eigentlich ganz gerne, aber der zweite Teil hat mich nicht besonders begeistert. Fand ich eher zäh und unlustig. Vor allem in der zweiten Hälfte. Mit den Cameos hat er es auch übertrieben. Ganz schlimm: die ganzen Profi-Golfer. Ohne die genau zu kennen, sind sie mir sofort wegen des miesen Schauspiels aufgefallen. Schuster bleib bei deinen Leisten.
Happy Gilmore 2 war allerdings doch noch mal deutlich besser als Brick. Schweighöfer ist ja ein netter Kerl. Wenn man den in Interviews sieht, kann man ihm nichts böses wollen. Aber von seinen Filmen hat mich bisher keiner richtig überzeugt.
Auch bei Brick gibt es nichts, was ich positiv erwähnen könnte, außer allenfalls die Grundidee. Der Film erinnert an Filme, die damals unter Corona-Bedingungen zusammengeschustert wurden. Alles auf Sparflamme, kleiner Cast, künstliche Sets, generischer Retorten-Soundtrack, der von der Stimmung fast nie zur Handlung passt.
Der Rote Baron von 2008 mit Schweighöfer ist ganz schlimm. Das wäre eine Rolle für Curd Jürgens, Hans Albers oder Hardy Krüger gewesen und nicht für jemanden der keinerlei Männlichkeit ausstrahlt. https://youtu.be/HlR2DS35I2M?si=6Ae2CdmYffny5OFs
Naja, von Richthofen sah halt auch noch kurz vor seinem Tod relativ bubihaft aus, da ist Schweighöfer von der Optik her eigentlich ganz passend gecastet.
Hans Alber wäre selbst Anfang der ‘30er schon zu alt für die Rolle gewesen und im Grunde auch ähnlich fehlbesetzt wie im “Münchhausen”-Film.
Eden und The Assessment aus den Kurzvorstellungen fand ich beide ziemlich gut. Jeweils eine Mischung aus Drama und Thriller und toll besetzt. Until Dawn hat ja recht negative Kritiken bekommen, vor allem vermutlich von Leuten, die das zugrundeliegende Spiel kennen, aber ich kannte das nicht und fand den auch durchaus sehenswert.
Queer habe ich mir angeguckt, weil ich nach dem Suspiria-Remake mal wieder was von Guadagnino sehen wollte. Außer der schön wiedergegebenen Atmosphäre fand ich den aber recht langweilig.