Pantoffelkino Folge 472. Hier kann darüber diskutiert werden!
Diese Pantoffelkino-Folge führt ans Ende der Menschheit - denn es geht um Endzeitfilme. Dabei werden das Horror-, das Action- und auch das Animationgenre gestreift. Das zeitliche Spektrum erstreckt sich von den 70ern bis in die Gegenwart. Zu Gast ist Ash, der im Juni ein großes Horrorfilmfestival in Wolfsburg veranstaltet - genauer gesagt natürlich am Freitag, den 13. Juni.
Ich habe im Alter von 10 oder 11 zum ersten mal Straße der Verdammnis bei Vox gesehen. Auf mich hatte der damals schon eine beklemmende Wirkung, aber als ich ihn vor Jahren mir als Blu-ray besorgt hatte natürlich nicht mehr. Trotzdem mag ich immer noch total gern. Die Szene mit dem Scorpion und der verbrannten Schaufensterpuppe Fireflash mag ich auch. Diesen Warrior Film mi Yul Brynner habe ich leider noch nie gesehen.
Was Day of the Dead angeht, bin ich da eher bei Volker. Ich sehe, dass der Film handwerklich gut gemacht ist und sich atmosphärisch in eine andere Richtung bewegt als die Vorgänger, kann mich mit dem Setting und dem kammerspielartigen Charakter des Films nicht so anfreunden.
Und vielleicht sollte ich darüber hinaus doch mal drüber nachdenken, mir die Mad-Max-Filme einmal näher anzuschauen. Bisher kenne ich nur Teile von Thunderdome und das, was ich davon noch in Erinnerung habe, ist eher mittelmäßig, um es mal so auszudrücken.
Edit: Sehr sympathischer Gast, vielleicht schaut er ja irgendwann nochmal bei Pantoffelkino vorbei
Ash ist ein super sympathischer und kompetenter Gast. Gerne wieder einladen!
Day of the Dead
Day of the Dead ist auch für mich der beste Romero Zombie-Film. Da spricht mir Ash komplett aus der Seele. Kann kaum etwas hinzufügen.
Furiosa
War etwas enttäuscht von dem Film…aber wie will man Fury Road auch toppen? Leider hab ich fast alles vergessen, was in diesem Film passiert. Anya Taylor-Joy sehe ich aber immer gerne.
Flow
Da ich beim Trailer schon etwas skeptisch war, hab ich mich bei dem Film bereits mit den Produktionshintergründen beschäftigt, bevor ich ihn gesehen habe. Daher wusste ich, was mich erwartet. Mir persönlich hat die billige Animation der Tiere überhaupt nicht gefallen, auch wenn die ganzen Hintergründe echt super aussehen. Außerdem fand ich das Ende etwas abgedreht.
Dass dort keine Sprache verwendet und nur durch Tiergeräusche kommuniziert wird, fand ich hingegen gut - so konnte ich den Film noch vor den Oscars mir anschauen.
Children of Men hab ich mir mal bei OTR besorgt. Bin gespannt, ob der das hält, was ihr versprecht.
Terminus ist ein französischer Endzeitfilm. Die haben sich schon Mühe gegeben dabei, aber der Trailer wirkt schon etwas komisch. Ich fand ihn unterhaltsam https://youtu.be/qA0q26nJcsQ?si=sY4-ywllFANz8GzG
Ash war ein super Gast und hat mit Volker und Christian wunderbar harmoniert:meinungsstark,kompetent und sau sympathisch. Würde ich mich über ein Wiedersehen freuen!
Zu „Furiosa“: Ich mochte den Film sehr und auch die Länge hat mich überhaupt nicht gestört. Er baut die Welt bildgewaltig und athmosphärsich aus und ist eine mitreissende Lebensreise. Die größte Schwäche hat Volker offenbart: Chris Hemsworth ist tatsächlich eine eher nervige Figur. Trotzdem ein für mich unverzichtbarer Beitrag fürs Maxverse ,)
Noch ein Nachtrag: Ich möchte mich bei Ash nochmal allein dafür bedanken,dass er mit einer solchen Leidenschaft dieses Festival veranstaltet. Auch wenn ich in Wolfsburg nicht dabei sein kann feiern Veranstalter wie er dieses tolle Genre gebührend und erhalten eine Fankultur am Leben! Stark!
„Day of the Dead“ finde ich als Endzeitfilm nicht besonders überzeugend. Man bekommt in dem Bunker gar kein Gefühl vom Ausmaß der Katastrophe. Das Ende der Welt wird nur behauptet, aber nicht gezeigt. Da finde ich sowas wie „28 Days Later“ passender (und beklemmender).
Bei den älteren Filmen muss man unbedingt noch „The World, the Flesh and the Devil“ erwähnen. Wie Harry Belafonte durch die leeren Straßenschluchten irrt, ist wirklich gut gemacht. Und der Anfang hat es auch in sich. Da kriecht Belafonte erst mal zehn Minuten lang durch eine eingestürzte und überflutete Mine, und der Zuschauer weiß genauso wenig wie der Protagonist, was überhaupt passiert ist.
In der Trash-Kategorie würde ich noch „Battletruck“ nennen, in Deutschland als Der Kampfkoloss bekannt. Billiger runtergekurbelt als „Straße der Verdamnis“, aber meines Erachtens auch unterhaltsamer. Es ist überhaupt interessant, dass es in dieser Art von Endzeitfilm so oft um irgendwelche aufgemotzten Fahrzeuge geht.
Und dann noch diese zwei Filme mit Punk- und Pop-Appeal, die beide großartige Soundtracks haben. „Dead End Drive-In“ mit dem blöden deutschen Titel „Crabs… die Zukunft sind wir“ und „Radioactive Dreams“.
Furiosa hat mir sehr gut gefallen, die CGI(?)-Hintergründe haben mich da nicht gestört und von Fury Road war ich gar nicht so begeistert, so dass der Vergleich da auch zugunsten von Furiosa ausgefallen ist. Auch wenn die Filme natürlich einige Ähnlichkeiten haben, aber Furiosa fand ich noch abwechslungsreicher.
Das schlimmste an I am Legend mit Will Smith war das Ende, in dem die Aussage des Titels im Vergleich zum gleichnamigen Roman von Richard Matheson komplett verdreht wird, nur um ein hollywoodtaugliches, versöhnliches Ende zu bekommen.
Die Verfilmung mit Vincent Price ist vielleicht nicht die große Kunst, aber zumindest ist sie näher am Roman.
Die Version mit dem alternativen Ende ist in der Hinsicht besser und soll auch als Ausgangspunkt für das Sequel dienen. Andernfalls könnten sie auch Will Smith schlecht zurückbringen.
Ich liebe Endzeitfilme. Und wie bei jedem Genre gibt es hier gute und weniger gute Filme.
Die Straße der Verdammnis war zwar einigermaßen unterhaltsam, aber aufgrund des großen Budgets und den hohen Erwartungen hat der Film nicht das gebracht, was er hätte werden können.
Und bei Day of the Dead, der auch unterhaltsam ist, war das Budget leider etwas knapp. Romero hat hier trotzdem noch das Beste raus geholt. Wobei der ursprüngliche Plan von Ihm, wie der Film eigentlich hätte werden sollen, konnte aber wg. des knappen Budgets nicht umgesetzt werden.
2 meiner absoluten Lieblings-Endzeitfilme, die hier weder besprochen noch erwähnt wurden sind diese Filmperlen:
Oh, ja. Gute Tipps. Miracle Mile habe ich seit Ewigkeiten mal wieder gesehen. Ich habe zwar auch ein paar Dinge auszusetzen, aber sehenswert ist der Film auf jeden Fall. Der ist in seiner Inszenierung ziemlich einzigartig und die Atmosphäre ist, auch dank Tangerine Dream, fantastisch.
Das ist der erste Film, der hier erwähnt wird, der die Vorgeschichte einer möglichen Endzeit erzählt. In der Pantoffelkino-Folge waren ausschließlich post-apokalyptische Filme vertreten.