Folge 467: Sechs Filme für Swift

@Swift Heute bekommst Du, wie versprochen, meine Meinung zu ZOMBIES UNTER KANNIBALEN nachgeliefert:

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Eines der wenigen guten Dinge, die ich zu diesem Film sagen kann, ist, dass er im Gegensatz zu vielen anderen italienischen Kannibalenfilmen einer der wenigen ist, der keine Gewalt gegen Tiere enthält. Ich verstehe bis heute nicht, was das soll, und finde es ganz furchtbar.

Off Topic: Die US Blu-ray von Cannibal Holocaust gibt einem am Anfang die Wahl, den Film mit oder ohne diese Szenen zu gucken. Da mir Zensur in Filmen - aus welchen Gründen auch immer - nicht passt, habe ich die ungeschnittene Fassung geguckt. Hätte ich mal lieber gelassen.

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Ja, der „fehlende Tier-Snuff“ ist sehr angenehm.
Was die Version von Holocaust ohne die Szenen betrifft, so macht es diese ja nicht ungeschehen und die Fassung damit weniger schlimm/verachtenswert.
Tiersnuff war damals leider keine Seltenheit. Auch in den USA gabs vereinzelt Filme, wie z.B. Freitag der 13., die völlig unnötige, widerliche Tiersnuff-Szenen beinhalten.
Doch fehlende Tiersnuff-Szenen machen ZuK leider trotzdem nicht zu einem guten Film. :wink:

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Ehrenmann :heart_eyes:

Edit: So, hab das Video nun auch fix geguckt. Ich mag diesen Film GERADE, weil er so trashig ist. Wie z.B. der Puppe bei dem Fenstersturz der Arm abfliegt oder diese merkwürdigen Soundeffekte, wenn was überraschandes passiert…herrlich.

Danke für die Besprechung :slight_smile:

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Klar kann man den wegen seiner Scheißigkeit mögen. Aber die anderen im Video genannten Filme sind deutlich unterhaltsamer - und trotzdem natürlich irgendwie scheiße. Sie sind aber kompetenter inszeniert worden als ZuK.

Ja, das is das Ding. Ich rechtfertige mir das immer mit „Naja, jetzt isses schon geschehen, heut würden sie’s hoffentlich nicht mehr machen.“ Aber sehen will ich es trotzdem nicht. Ich merk auch, dass ich da mit dem Alter immer sensibler drauf reagier, neulich haben wir „Annie Hall“ geguckt und da bin ich schon bei der Hummerszene zusammengezuckt. Und sogar in Winnetou werden ja echte Büffel erschossen (okay, B-Material aus „Die letzte Jagd“, aber fucking hell.)

In England sind sie da rigoroser, da ist „Animal Cruelty“ in Filmen verboten und wird geschnitten, egal mit welcher Altersfreigabe. Deswegen sind dort selbst augenscheinlich „harmlose“ Western geschnitten, wenn offensichtlich Pferde zu Fall gebracht werden („horse tripping“) oder z.B. der Hahnenkampf in Angel Heart. Die Schlange in Freitag der 13. ist ab er auch dort aus irgendeinem Grund bis heute durchgerutscht,

Aber ich komme - wieder mal - vom Thema ab. Danke für die Nachbesprechung von Zombies unter Kannibalen. :smiley:

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Ich finde Zombie Holocaust als guten „schlechten Film“ aber schon überzeugend. Alleine die Grundidee ist famos. Man hat hier nicht nur Kannibalen oder Zombies, man hat Kannibalen und Zombies. Und obendrein noch einen irren Wissenschaftler und eine (weiße) Kannibalenkönigin. Es sind praktisch vier Filme in einem und die vier Filme werden nur durch fadenscheinigste Plot-Points zusammengehalten.

Neben der Szene, in der der Puppe der Arm abfliegt, gibt es noch eine schöne weitere Dilettantenszene. Erst stehen die beiden am „tropischen“ Sandstrand (in Italien gedreht) mit sengender Sonne am Himmel, und schwupps, in der nächsten Einstellung wandern sie durch einen herbstlichen Laubwald unter diesigem Himmel. Null Kontinuität. Die Szene war ursprünglich nur in der US-Fassung drin, wurde später aber auch in andere Fassungen eingefügt.

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Der ist mir besonders negativ in Erinnerung geblieben. Die haben tatsächlich eine Ratte für eine Szene in Flammen gesetzt. Meuterei auf der Todesinsel von 1973 hat auch eine schlimme Szene. Jim Brown bringt da tatsächlich ein echtes Schwein um. Es kann auch Chrisopher George gewesen sein, aber jedenfalls war das ein echtes Tier.