Folge 418: Philipp Jessen über "Shitfluencer" und Social Media

Die Mediatheke Folge 418. Hier kann darüber diskutiert werden!

Social Media ist ein gehöriger Teil unsere Lebens geworden - und gerade Extremisten wissen die dadurch gegebenen Möglichkeiten zu nutzen. Liegt darin eine Gefahr für unsere Demokratie? Philipp Jessen sieht das so und spricht sogar von einer „Demokratievernichtungswaffe“. Er selbst hat einen langen Weg im Medienbereich hinter sich, war u.a. Chefredakteur der „Bravo“. Heute berät er Unternehmen in Sachen Social Media.

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Viel erwartet habe ich nicht, wurde aber positiv überrascht: Hab erst die Hälfte geschaut und ich muss dem Mann völlig Recht geben mit praktisch allem was er sagt.
Insbesondere die Teile zu den unfreiwilligen Gehilfen der Rechten in den Satire-Shows fand ich interessant und werde mal darauf achten.

kleiner Einschub:
Mir fällt eben auf, dass CDU viel Prügel einstecken muss - oft auch zu Recht, aber man schießt damit halt auf Demokraten, nicht auf Rechte. Linke hat man ohnehin kaum auf der Liste. Dabei wirkt die Reichinnek eher wie eine unglaublich schnell redende (und schnell blinzelnde), emotionale Wutbürgerin. Man kann sich gut damit identifizieren und es klingt halt gut. Genau wie der Begriff „Vergesellschaftung“ toll klingt, als hätten wir dann alle etwas davon. (Hat was von Lynchjustiz und ist damit irgendwie wie die Rechten, die inzwischen aber geschliffener Reden und meist in ruhigerem Ton.). Wie die „Ideen“ jeweils bezahlt werden sollen erklären übrigens die wenigsten Parteien. Bei Illner kam neulich auch heraus, dass es selbst bei den Rändern viel um Symbolik geht, die nur scheinbar die Gegenfinanzierung sicherstellt (zum Beispiel Vergesellschaftung von Vermietungsgesellschaften, denen man jetzt schon nachgehen könnte - z.B. Weitere Durchsuchungen in Schrottimmobilien, was übrigens auch dringend nötig wäre: Mietnomaden sind so ein großes Problem, dass alle ehrlichen Mieter auch schwer an Wohnungen kommen), es aber anscheinend nicht tut. Insgesamt schwächt man damit jedenfalls eher Demokratie.
Und das mit dem „gesichert rechtsextrem“ ist auch so ein Label, was Wähler kaum überzeugen wird. Man müsste die Menschen eben endlich wieder abholen, authentisch sein und die Rechten inhaltlich stellen. Stattdessen wird es wohl so laufen, dass die 1-2x an der Regierung sein werden und dann der Frust noch größer ist, weil die eben auch nix auf die Kette gebracht haben.

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Leider bleibt Jessen sehr an der Oberfläche und die Frage nach der Gefährdung der Demokratie durch Social Media blieb unbeantwortet. Ein einfaches „Schau doch mal nach Amerika“ reicht da nicht.

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Gibt doch schon 99 Interviewformate hier…

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Ich bin auch kein Fan von Interview-Folgen, v.a., wenn sie nicht nachbereitet werden. Ich würde dann schon gerne eine Analyse in Beitragsform der Dinge sehen, die er da anspricht - wie hat sich denn beispielsweise der Social-Media-Auftritt von Ricarda Lang gewandelt? Das hättte ich gerne rausgearbeitet gesehen (für mich hat die Frau übrigens schon sehr lange das beste Social-Media-Game).

Nichtsdestotrotz fand ich es ein interessantes Interview, das zumindest ein paar Denkanstöße und -richtungen gegeben hat. Ich denke sogar, ich werde das Buch mal lesen - klingt so, als könne man da auch gut eine Unterrichtseinheit draus basteln.

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naja ich möchte von einer mediatheke schon unterhalten werden.. sorry ein interview mit jemandem kann ich mir auch bei ben für 3.5 h anhören.. danke.

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Interview ist für dich gleich Interview oder was? :man_shrugging:

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Du hattest doch neulich noch für die Mediatheke eine Interviewpartner hier vorgeschlagen. (traukeinempromi3)

Schönes Interview, netter Gast mit interessanten Ansichten. Hat viel wahres gesagt….