Ein anstrengendes Spiel, das für den Zuschauer in rein physischer Hinsicht eine mindestens ebenso große Herausforderung darstellt wie für die Mitspieler. Mehr als einmal war ich versucht, den Dingen ihren Lauf zu lassen, weil es mir zu blöd war, knapp eine halbe Stunde lang David Niven im Filmklassiker „Das Superhirn“ zu imitieren.
Dessen Kopf neigt sich auch immer bald auf die linke. bald auf die rechte Seite, weil sein Gehirn zu schwer ist, um ihn permanent aufrecht zu halten. Als Zuschauer musst du ebendiese Kopfpewegung permanent ausführen, um die drei Kategorien auf der mittleren Karte lesen zu können.
Leider hat dann doch immer wieder das Mitratebedürfnis gesiegt. Aber wer weiß, wozu es gut ist.
Vielleicht handelt es sich sogar um eine von Fitnesstrainern empfohlene Übung zur Stärkung der Halsmuskulatur. 
Fazit: Das Spiel basiert auf einer netten Grundidee, aber die Unsetzung sollte überdacht werden, da sie mir recht ungeschickt erscheint. Nicht nur wir Zuschauer, sondern auch die drei Mitspieler am Tisch haben nie die Möglichkeit, alle Kategorien einzusehen, ohne entsprechende groteske Verrenkungen auszuführen oder die Kategorienkarte x-mal rotieren zu lassen. Es sei denn, sie haben sich inzwischen in zig Spielen dieser Art die Fähigkeit antrainert, Schrift unabhängig von dem Winkel zu lesen, in dem sie dargeboten wird. So weit bin ich noch nicht. Ich weiß aber auch nicht, ob ich so weit überhaupt kommen möchte. Mir fällt kein Nutzwert ein, den diese Fähigkeit sonst im Alltag hätte.
[Nachtrag: Ab Minute 8 habe ich mich dem unfreiwilligen Halsmuskeltraining verweigert und stattdessen das Bild angehalten, um die in allen möglichen Winkeln und Richtungen erscheinende Schrift mühsam zu entziiffern. So hat das Mitraten einigermaßen funktioniert.]
[Nachtrag 2: Im zweiten Durchlauf scheint das Problem auch der Regie aufgefallen zu sein. Zwei Kategorien sind diesmal (von unten nach oben) problemlos lesbar. Nun steht aber die dritte komplett auf dem Kopf. Dafür kann Pasch-TV nichts. Das ist ein Problem des Spiels selbst bzw. des Spielekonzepts. Ich vermute, die Erfinder waren dermaßen fixiert auf diese Dreieicksstruktur, weil ihnen die Idee beim Pizzaessen gekommen ist. Daher auch der Titel und die Verpackung, die an einen Pizzakarton erinert. Und davon mochten sie dann auch nicht mehr lassen.]
[Nachtrag 3;: Ab Mitte der 2.Runde habe ich das Spielgeschehen tatsächlich durchlaufen lassen, ohne noch groß mitzudenken.]