Mit Adobe-Software kann man täuschend echt Stimmen nachmachen.
Ist nur fraglich, ob in Echtzeit übers Telefon möglich.
Als Voicemail wäre das besser umzusetzen.
Ist halt die Frage, was man hier als „Telefonsex“ meint.
@mchawk Ja, ich merke, dass du eine falsche Definition vom Begriff „Deepfake“ im Kopf hattest, den ich widerlegt have und nun zu stolz bist, diesen Fehler einzugestehen. Übrigens ist es heute problemlos möglich, live seine Stimme zu verstellen und wie die eines Promis klingen zu lassen. Machen (gerade im asiatischen Raum) viele Männer derzeit: sie geben sich in Twitch-Streams o.ä. als hübsche Streamerin aus und locken andere Männer auf ihre (ebenfalls gefälschten) Only-Fans-Accounts. Dazu gehört es natürlich auch, live due Stimme wie die einer Frau klingen zu lassen. (Sucht alle mal nach Glitch-Videos. Sind sehr, sehr witzig.)
Und, nehmt es mir nicht übel, meine Lebenszeit ist auch begrenzt. Ab jetzt antworte ich nur noch auf Beiträge, die ihrerseits Quellen und Belege enthalten.
Wenn das alles so glasklar ist, dann müsste man damit nicht so aufgeblasen an die Öffentlichkeit gehen und würde erstmal den Zuständigen Behörden ihre Arbeit machen lassen. Ich habe mal gelernt, dass man sich grundsätzlich nicht zu laufenden Verfahren öffentlich äußert. Aber wie man aus den Presseerklärungen von Schertz Bergmann erfährt, war das ja alles was Fernandes bis jetzt vorgelegt hat nicht ausreichend um in Spanien oder Deutschland ein Gerichtsverfahren in die Wege zuleiten.
Bis jetzt läuft alles auf Seiten von Fernandes noch auf der Ebene „Trust me bro“ und sowas reicht zum Glück nicht immer vor Gericht aus und schon gar nicht wenn man Schertz Bergmann als Gegner hat.
Ich bleibe dabei, alles was Fernandes jetzt veranstaltet, wird ihr in Zukunft im Gerichtssaal um die Ohren fliegen. Jedes einzelne Wort von Fernandes aus der Vergangenheit und Zukunft wird von Schertz Bergmann genauestens überprüft und auf die Goldwaage gelegt (Holger kann ein Lied davon singen). Es wird ein Gerichtsverfahren gegen Fernandes geben, was Ulmen gewinnen wird.
Ich finde es bemerkenswert, wie in der öffentlichen Debatte offenbar davon ausgegangen wird, dass man nur die Gesetze verschärfen muss und schon hat sich das Problem Deepfake gelöst. Über Verhältnismäßigkeit und Durchsetzbarkeit wird gar nicht geredet. Die Wahrheit ist, dass sich bei einem Verbot das Ganze nur (weiter) in den “Untergrund” verlagern wird. Es geht eigentlich nicht um eine gesetzliche Frage, sondern um ein gesellschaftliches und soziokulturelles Phänomen. Dem mit schärferen Gesetzen beikommen zu wollen, ist mindestens hilflos.
Die Karikatur trifft den Nagel auf den Kopf. Ich finde es allerdings tatsächlich gruselig, was sich da zusammenbraut. Letzte Woche hatte Kylennep da schon ein hochgradig problematischen Beitrag hier gepostet. Jetzt postet er das Video von Fun Facts, was ins gleiche Horn bläst. Bei dem Video muss ich jetzt mit einem Tag Abstand sagen, dass ich es noch übler finde. Ich habe hier ja den Link zum originalen Interview bei der Welt gepostet. Dort referierte er intensiv über die Unschuldsvermutung und dass das was bei der gerichtlichen Sachaufklärung so raus kommt sich eben doch häufig vom medialen Bild unterscheidet. Aus diesem Interview werden bei Fun Facts Schnipsel genommen, Aussagen verzerrt, sich über Versprecher lustig gemacht. Das ist nicht nur ein Angriff auf Udo Vetter, das ist insgesamt ein Angriff auf einen rechtsstaatlichen und zivilisatorischen Grundpfeiler: Der Unschuldsvermutung. Es gibt tatsächlich eine wachsende Gruppe von Menschen in diesem Land, die sehr offensichtlich unser Justizsystem ein in ein System der Barbarei umbauen wollen, in der keine ordentliche Sachaufklärung mehr stattfindet und wo bei bestimmten Vorwürfen der Beschuldigte direkt schuldig ist oder wo er das unmögliche zu leisten hat: Seine Unschuld beweisen.
Das Milieu was einst links-liberal war ist offensichtlich vollkommen vom Pfad abgekommen und träumt von einer Transformation des Rechtsstaats und der freiheilichen demokratischen Grundordnung hin zu einem autoritären und repressiven Gesinnungsstaat.
Die Berichterstattung über den Wolf fand ich übrigens relativ sensationsheischend. Darauf ist Holger leider gar nicht eingegangen. Ob es ein Biss war, ist immer noch unklar. Der “Angriff” war außerdem selbstverschuldet. Die Frau wollte den Wolf aus der Einkaufspassage “rausführen”. Selbst wenn sie den Wolf für einen Hund gehalten hat, wäre das maximal unvorsichtig gewesen.