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Folge 39: Gast: Gerhard Schindler, ehemaliger BND-Präsident

Veto Folge 39. Hier kann darüber diskutiert werden!

Die richtige Balance zwischen Sicherheit und Freiheit zu finden ist schon lange ein Zankapfel in der Politik. Sollten Menschen leichter überwachbar sein, um damit besser den Terrorismus zu bekämpfen? Der ehemalige Präsident des Bundesnachrichtendienstes, Gerhard Schindler, plädiert für weniger Angst vor Geheimdiensten. Sicherheitsbehörden, die keine Befugnisse haben, könnten ihre Arbeit nicht tun.

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Kauft dem Mann eine Lampe.

(inhaltlicher Kommentar folgt später denn der Coup von Holger hört sich interessant an)

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Geheimdienste arbeiten doch im Verborgendem :wink:

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Erstmal muss ich sagen, dass ich doch sehr darüber schmunzeln musste, dass Holger ein 007 Shirt an hat :wink:

Das Interview war sehr interessant - besonders für jemanden wie mich, der überhaupt keine Ahnung von der ganzen Materie hat.

:joy: :joy: :joy:
Ok, der war echt nicht schlecht.

Ja, die Umstände des Interviews waren nicht leicht - das Tageslicht war irgendwann weg, so dass er am Ende tatsächlich sehr im Dunkeln sitzt :smiley: Dazu kam noch, dass das Kamerabild mehrmals ausfiel (was mit einigen Einblendungen von Bildern kaschiert wurde).
Aber man hat nicht alle Tage einen echten Geheimdienst-Chef im Interview - daher war ich froh, es zumindest so machen zu können…

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Zusammenfassung

Hmm :thinking:, wenn dir in den nächsten Monaten vermehrt Schlapphüte hinterher laufen oder auf dem Gewerbehof unbekannte Fahrzeuge (siehe aktuelle Folge von Paddys Retrokosmos) stehen, könnte es damit zutun haben.

PS: Daraus ließe sich auch was für Das Studio machen.

:wink:

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Interessanter Einblick in diesen Bereich. Er war auch offener als ich am Anfang gedacht hätte, richtig pikant wurde es aber dann doch nicht.

Finde ich gut, dass du solch einen Gast mal geholt hast.

@Fernsehkritiker Bei solchen Gästen die ein frisches Buch promoten, liest du dann das Buch ganz durch oder schaffst du das zeitlich nicht? Finde ich beeindruckend, wie gut vorbereitet du bezüglich den Büchern immer bist. Oder zumindest das so verkaufst :stuck_out_tongue:

Am Ende war er in der VETO Kulisse angekommen :stuck_out_tongue:

Sauber, das war mal ein überraschender und gleichzeitig extrem wertvoller Gast! Super Gespräch.

Dem Flacherdler habe ich mehr geglaubt als diesem Schindler. Ein ganz unsäglicher ambivalenter Gast. Der ist ja noch voll im Propagandamodus. Bei dem Inhalt über das Licht zu diskutieren… fällt mir nichts zu ein :confused:

Hast Du ein anderes Interview gesehen als ich?
Man muss natürlich ein bisschen zwischen den Zeilen lesen können, denn alles und direkt darf er nicht sagen.

Alles was er gesagt hat war Post911 BigBrother Quatsch. Zwischen den Zeilen stand nur: Westen gut - alle anderen böse. Von wegen 2 Herzen, der hat keins.

Bin mir nicht sicher, wie das gemeint sein soll.

Sarkastisch

Kompliment für das Interview mit einem hochkarätigen Gast. Für das Renommee von Massengeschmack ein echter Zugewinn.

Inhaltlich finde ich die Aussagen von Herrn Schindler schwierig. Er unterstützt die anlasslose Massenüberwachung der Weltbevölkerung außerhalb Deutschlands durch den BND. Zudem unterstützt er die Zusammenarbeit mit befreundeten Nachrichtendiensten, von denen wir seit Snowden wissen, dass sie eine anlasslose Massenüberwachung praktizieren, auch in Deutschland. Zählt man 1+1 zusammen, so kommt man zur Schlussfolgerung, dass der BND unter seiner Leitung die anlasslose Massenüberwachung der deutschen Bevölkerung durch andere Nachrichtendienste hingenommen hat.

Ich hoffe, sein Nachfolger hat ein anderes Verständnis über das Grundrecht nicht anlasslos abgehört zu werden.

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Ein interessanter Gast, wenn auch die technische Ausstattung von Herrn Schindler noch viel Raum für Verbesserungen bietet.
Für einen so hochrangigen ehemaligen Mitarbeiter des Nachrichtendienstes, sehr offen und gesprächsbereit, das muss man würdigen und lobend anerkennen.

Mit seinen Sichtweisen was anlasslose Massenüberwachung angeht stimme ich jedoch nicht überein. Schon heute ersticken die Geheimdienste in einer Flut von vermeintlich wertvollen Daten und verlieren den Blick fürs offensichtliche. Der letzte Amoklauf in Wien, für den mehr als genügend besorgniserregende Hinweise vorlagen oder die Attentate in Paris auf den Nachtclub und die Zeitschriftenredaktion. In Frankreich gibt es Vorratsdatenspeicherung und viele weitere Möglichkeiten der Behörden. Die Attentäter haben unverschlüsselt per SMS kommuniziert und trotzdem konnten sie ihre Pläne in die Tat umsetzen.
Des weiteren sind mir bisher keine Ermittlungserfolge bekannt, welche sich auf grundlose Massenüberwachung zurückführen lassen. Gerne Beispiele nennen, wo dieses der Fall war.

@Fernsehkritiker Da du die deutsche Corona-App erwähnt hast, würde ich mal gerne von dir wissen: „Was diese App, aufgrund des Fokus auf Datenschutz, nicht leistet?“.
Also ich finde auch das die App mit Kosten von momentan wohl über 60 Mio. Euro etwas wenig zu bieten hat. Zwar kam jetzt das Tagebuch-Feature schon im Dezember statt wie geplant im Februar 2021. Aber bei so viel Geld und hochkarätigen Firmen wie SAP und Telekom, sollte die App meiner Meinung nach eine zentrale Anlaufstelle/Informationsquelle für den Nutzer sein. Falls es dir entgangen ist, es wurden auf die Infrastruktur der App mehrere Angriffe gefahren aber dank des Datenschutzmodells besteht keine Gefahr für den Nutzer was Datendiebstahl angeht. Lediglich die Verfügbarkeit ist für einen Zeitraum unterbrochen.

Generell kann man auch sagen das Daten, welche im Besitz des Staates sind, nicht vor Missbrauch gefeit sind. Immer wieder gibt es Personen in den Sicherheitsbehörden, die Informationen an Dritte weitergeben um Personen zu schaden. Weil Einzelne glauben sie müssten jetzt die Initiative ergreifen, weil der Staat hier versagt. Auch stellt sich die Frage in wie weit Geheimdienste Terror ermöglichen, weil sie ihn finanziell unterstützen durch Ankauf von Informationen oder der Unterstützung von Oppositionellen die sich dann doch gegen einen selbst richten.
Ein selbstkritisches Auseinandersetzen mit der nachrichtendienstlichen Tätigkeit hätte ich mir noch im Interview gewünscht.

LG :v:

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Sehr cool das Interview!
Er wirkte abgeklärt und nicht unbedingt wie eine Datenkrake die anlasslos alles sammeln will.

Die technische Ausstattung (Licht, Kamera) usw. ist sowohl für einen Ex-Chef eines gut ausgestatteten und technisch versierten Dienstes als auch als Berater der er nun ist irgendwie „überraschend“. Ich habe mich zudem dauernd gefragt, ob das ein Safehouse ist und das Fenster (in der Spiegelung ) darum auch nicht soviel Licht durchließ.

Lustig fand ich das modifizierte Zitat „Abhören unter Freunden geht EIGENTLICH gar nicht“ von Holger, als hätte Merkel eine Hintertür offen gelassen. :slight_smile:

Zum Thema „Abhören unter Freunden, das geht gar nicht.“ Es gab dazu mal eine Anfrage an die Bundesregierung durch eine Fraktion im Bundestag, wie es denn mit der bundesdeutschen nachrichtendienstlichen Tätigkeit bzgl. der anderen EU-Staaten aussieht.

Antwort: Die Regierungen von 23 der 27 Staaten wurden abgehört. :sunglasses:

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