Folge 349: Aktuelle Neuheiten - u.a. Glass Onion, Amsterdam

@nbfilm @eldorado @Fernsehkritiker @AnnaElch @marioperez007
Ich muss Euch hier leider kurz off-topic markieren um Euch dringend ans Herz zu legen, Babylon im Kino zu sehen (falls nicht schon geschehen). Er ist ja gerade dabei zu floppen, ich musste auch ein Stück weit fahren um ein Kino zu finden, in dem er läuft, aber er ist ganz ganz großartig und für Cineasten ein absolutes Muss! Bin gespannt, wie Ihr ihn findet.

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Werter Ben. Ich bin überrascht, dass du Babylon empfiehlst, denn ich dachte, du stehst nicht auf alte Filme und dieser behandelt das Hollywood der Stummfilmzeit bis hin zu den 50ern! Oder sind es nur die Western, die nicht dein Genre sind?
Bei der Gelegenheit wollte ich gerne noch nachfragen, ob du mittlerweile die zwei Westernempfehlungen dir hast ansehen können/wollen?
Beste Grüße
Christos.

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Die Nachricht, dass jetzt große Labels nicht mehr auf Bluray in Deutschland veröffentlichen wollen, finde ich echt den blanken Hohn. Für vielleicht zwei, drei Euro mehr bekommt man da ein weit überlegenes Medium, aber anscheinend ist das auch für allzu viele Neuland. Der eine kommt sich mit der DVD topmodern vor, der andere lässt einfach die uralte Fernsehaufzeichnung auf VHS über den Röhrenfernseher schimmeln. In anderen Ländern werden längst im großen Stil Filmklassiker und Genrefilme in 4K abgetastet.

Mir war schon seit langem aufgefallen, dass auch kleinere Labels, die in Richtung Arthouse tendieren, auch dazu neigen, das meiste nur auf DVD zu veröffentlichen. Nach HD kann man dann entweder im Fernsehen oder auf Streamingplattformen suchen, wobei ich nicht den Eindruck habe, dass man per Streaming die gleiche Qualität wie auf einer Bluray bekommt.

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Schön, dass wieder ein paar Serienbesprechungen kommen. Ich war nie ein Addams-Family-Fan und werde mir daher wohl auch Wednesday nicht anschauen, obwohl der Trailer optisch schon sehr, sehr gut aussieht.

In Babylon geht es für mich nicht um die Liebe zu alten Filmen, sonderm zum Medium Film an sich - und die brennt bei mir seitdem ich denken kann. :blush: :smiling_face_with_three_hearts:
Deine zwei Empfehlungen habe ich mir inzwischen zugelegt aber noch nicht geschaut - werde aber gerne berichten, sobald ich Zeit dafür gefunden habe. :blush: Herzliche Grüße!

Die Pressevorführung von „Babylon“ war für mich ein absoluter Pflichttermin , da ich Filme über das Medium an sich auch sehr gerne mag.

Wobei ich deine große Begeisterung nicht zu 100% teile. Der Film ist zwar toll ausgestattet und anzusehen, aber neben einigen wirklich fantastischen Szenen gibte es IMHO auch ein paar eher mißlungene und einige sind ja regelrecht furchtbar bis eklig (Stichwort wäre hier die Sequenz mit Tobey Maguire). Mir waren das zuviel Orgien und Exkremente und „Babylon“ zerfällt für mich daher in zwei Teile, die erste Hälfte gefällt mir deutlich besser (dass ich in einem Film über das Hollywood der 20er-50er Jahre allerdings auch noch Szenen aus „Avatar“ zu sehen bekomme hatte dann aber schon wieder was :smiley:).

Wer eine Geschichte übers Filmemachen mit echtem Wohlfühlfaktor sehen möchte, dem empfehle ich dafür „The Fabelmans“ von Steven Spielberg über seine Jugend in den 50er und 60er Jahren und wie er da seine Liebe zum Kino entdeckte.

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Danke für Deine sehr geschätzte Meinung zu Babylon, Volker. :smiley:
Für mich ist Babylon ein Film über das, was bewegte Bilder können, nicht können, sollen, wie sie uns das Herz brechen, aber auch aufbauen, usw. - und eben auch, wofür sie missbraucht werden. Und das wird uns (Manny stheht dabei für uns als Publikum) dann in der „ekligen“ Sequenz nochmal ganz deutlich gemacht werden.

Steht schon auf meiner Liste, danke für die Empfehlung! :pray:

Glass Onion empfand ich als eher nervig, da war der erste Teil interessanter und Daniel Craig nahm ich die Rolle noch eher ab als in diesem Film.

Wednesday besticht in der Tat durch schöne Dialoge und einen morbiden Humor, aber mir ist die Story auch zu vorhersehbar ist und vor allem der Highschool-Faktor war mir irgendwann zu viel. Das war extrem auf US-Gepflogenheiten getrimmt mit dem übertriebenen Ehrgeiz bei Sportwettkämpfen, den dutzenden Clubs, dem ganzen Drama um Liebeleien beim Abschlussball (okay, nur ein Ball und nicht der Abschlussball). Vielleicht bin ich ja zu alt und zu weiß und zu männlich dafür, aber das habe ich so bereits in anderen Filmen gesehen. Ja, die Ästhetik von Tim Burton zeigt sich in den ersten Folgen stark. Hättet ihr nicht über den Regiebruch gesprochen, hätte ich das ebenfalls angemerkt. Auf einmal war alles farbenfroher, das war eine sehr merkwürdige und nicht nachvollziehbare Entscheidung. Insgesamt war die Serie unterhaltsam, aber ich werde sie vermutlich nicht lange im Gedächtnis behalten.

Ob Sony sich wohl die Kritik vieler Kunden zu Herzen genommen hat?
Nachdem The Woman King, Bodies Bodies Bodies und Lyle - Mein Freund das Krokodil nur auf DVD erschienen, wurde nun I Wanna Dance with Somebody zumindest als Blu-ray angekündigt.