Ach ja, der Raab. Ich weiß es nicht, aber mir kommt es tatsächlich so vor, als würde er mit seinem Ego versuchen, der Konkurrenz das Wasser abzugraben. Die Aktion von Pro7 finde ich daher angemessen und die Reaktion innerhalb der Sendung auf Raab ebenfalls, nämlich es nicht direkt zu kommentieren. Einfach stillschweigend das Programm ändern und es belächeln.
Als Fan von Puffpaff könnte man mir nun vorwerfen, nicht neutral auf die Sache zu blicken und das ist auch so, aber ich fand auch Raab früher sehr gut und wichtig für die TV Landschaft. Dass er nun aber überall mit seiner „aufs Maul“-Mentalität reingrätscht, ohne wirklich Neues zu bringen, zeigt seinen Charakter sehr gut.
Dann mal ein Wort zum Streaming. Es ist wie mit dem Mythos des Frosches, den man langsam kocht, denn Streaming war am Anfang wirklich ein bunter Strauß an möglichen Vorteilen. Immer und überall verfügbar, billig, vielfältig und je nach Anbieter exklusiv.
Doch die Fassade bröckelt immer mehr, was leider viele Konsumenten gar nicht kapieren. Erst werden Leistungen beschnitten (z.B. die Auflösung oder geteilte Accounts) oder die Preise erhöht oder Leistungen in teurere „Premium“-Varianten verschoben, dann sinkt das Angebot, wenn Lizenzen ablaufen und Inhalte plötzlich weg sind oder Lizenzen gehen zur Konkurrenz über (schon oft bei Serien passiert, die unter einem anderen Dienst weitergeführt werden oder komplett verschwinden) und die Exklusivität ist ein Ärgernis, denn wenn ich Bock auf hochgelobte „Originals“ habe, brauche ich verschiedene Anbieter. Zudem bekommt man mittlerweile zu viel Massenware, was man an der Flut an Star Wars- und Marvel-Produkten sehen kann.
Und jetzt also ein „Billig“-Abo mit Werbung. Und ich höre schon die Verfechter rufen „ja, die Menschen müssen ja auch von was leben“. Ja Leute, dann spendet halt den armen Medienkonzernen, wenn ihr Angst um sie habt!
Ich habe bisher nicht gestreamt und ich werde es weiterhin nicht tun und jeder Vorstoß, den Konsumenten subtil zu verarschen, gibt mir Recht. Wir wissen alle, wie das losgeht. Ein Clip am Anfang, einer am Ende, dann eine Unterbrechung, dann zwei, dann 5 Sekunden, dann 10, dann 30 und irgendwann das Banner mitten im Film. Man tastet sich langsam an die Zumutbarkeitsgrenze heran, um im Grunde einfach doppelt abzukassieren. Gut abgeschaut bei den vielen tollen Handy-Games, bei YouTube und dem Privatfernsehen, wo man die Werbepause mittlerweile ja braucht, weil man da den Klogang eingeplant hat. Irre!
Was gab es noch Relevantes? Ach ja, die Wahl! Wir werden sehen. Wenn nun aber schon blaue Bücher problematisch sind, fordere ich die Leute, die so was ins Netz stellen auf, in ein anderes Land zu migrieren, am besten England, denn sonst drehen die ja an schönen Sommertagen komplett durch, wenn der Himmel blau wird. Bei so vielen Nazi-Psychosen hierzulande, sehe ich dringenden Bedarf an medizinischen Fachkräften.