Folge 313: Dänische Filme

Pantoffelkino Folge 313. Hier kann darüber diskutiert werden!

Unser Lebemann-Abonnent Malte ist wieder zu Gast - und hat sich erneut das Thema gewünscht. Diesmal geht es speziell um Filme aus unserem Nachbarland Dänemark - von anspruchsvollen Dramen wie „Brothers“ über kultige Gangsterfilme wie „Pusher 3“ bis hin zu harter Thrillerkost wie „Nightwatch“.

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Hat mich sehr gefreut, dass Pusher 3 besprochen wurde, den ich für den besten Teil der Reihe halte. Ich hatte mir ja damals den ersten Teil gewünscht, der den Grundstein für die Trilogie gelegt hat. Auch wenn die drei Filme in sich abgeschlossene Handlungen sind, sollte man zumindest den ersten Teil gesehen haben, da ansonsten wichtige Verbindungen fehlen. Zum einen Milo in seinen „jüngeren“ Jahren oder auch die Handlung rund um Radovan (der „Schlachtmeister“ :wink:).
Es handelt sich bei dem Film um einen knallharten, sehr realistisch inszenierten Film im Drogenmilieu. In dieser Welt ist halt kein Platz für Friede-Freude-Eierkuchen.
Das Anna nicht viel damit anfangen konnte, überrascht denke ich keinen sonderlich. Bei Volker kann man ja nie wissen, wobei ich mir nicht sicher bin, ob er den Film auch wirklich aufmerksam verfolgt hat. Denn langweilig ist er keineswegs und ja, es wird die menschliche Seite von Milo gezeigt. Das heißt ja nicht, dass er deshalb sympathisch wird, es soll lediglich zeigen, dass er eben nicht der unantastbare Drogenboss ist. Im Grunde geht es darum, dass der in die Jahre gekommene, drogensüchtige Boss merkt, dass sein Königreich so langsam zusammen bricht und eine neue Generation ihm den Rang streitig machen will.

Ich denke schon, dass Volker ihn anders eingeschätzt hätte, wenn er zuvor den ersten und zweiten Teil gesehen hätte. Zwar hätte er ihn dann auch nicht unbedingt gut gefunden, aber bei einigen Handlungssträngen hätte er etwas mehr Kontext gehabt und ihn dann womöglich nicht als langweilig eingestuft.

Ich liebe diesen Film jedenfalls!

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Schöne Folge. Dafür, dass es nur dänische Filme waren, doch recht abwechslungsreich. Als Freund von Bildkomposition tue ich mich mit Dogma-Filmen schwer. Das Rumgewackel und Gezoome auf große Gesichter im 4:3-Format geht mir ziemlich schnell auf den Wecker. Es scheint mir auch sinnfrei, dass der Regisseur vom persönlichen Geschmack abschwören soll und kein Werk als solches erschaffen darf. Wer will denn abstreiten, dass Das Fest ein Werk ist? Alles in allem war Dogma 95 wohl eine fixe Idee, die aber zumindest einflussreich war und dem dänischen Film wahrscheinlich insgesamt zu mehr Aufmerksamkeit verholfen hat.

„Nachtwache“ und die „Pusher“-Filme finde ich sehr gut. „Das Fest“ und „Idioten“ habe ich gemieden, da ich glaube, dass dieser Dogma-Stil so gar nicht mein Ding wäre.

Zu den, zumindest vom Erfolg und Kultfaktor her betrachtet, wichtigsten dänischen Filmen gehören natürlich auch die „Olsenbande“-Filme, die zu meinen Leib-und-Magen-Filmen gehören und die ich mir immer wieder angucken kann. Filmgeschichtlich sehr interessant finde ich auch noch die Sternzeichen-Filmreihe „I jomfruens tegn“, „I tyrens tegn“ usw., bei denen es sich wohl um die bislang konsequenteste Verschmelzung von Mainstream- und Pornofilm handelt und in der zahlreiche bekannte dänische Komödienschauspieler mitwirken. In Deutschland kamen die Filme mit bekloppten Titeln wie „Ein Doppeldecker für Madame O.“ und natürlich stark gekürzt raus.

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