Folge 308: Compact-Verbot aufgehoben - Zoff um Olympia - Miserable Wirtschafts-Doku

O.K. - Das „olympische Abendmahlbrimborium“…

Ich bin eigentlich nur erstaunt, wie leichtfertig Holger dieses Herausreden bezüglich des „Festmahls der Götter“, welches erst im Nachhinein - quasi als Entschuldigung/Rechtfertigung - gebracht wurde?

Der sog. Heiligenschein als Grund zu schlucken ist für mich wenig überzeugend, nur weil es auf dem Da Vinci-Bild nicht dargestellt ist und auf dem „Festmahl der Götter“ mal ganz leicht bei einer Person angedeutet wird.
Dazu finden sich gerade in der katholischen Kultur viel zu viele Bilder, in denen der Heiligenschein auftaucht und die Nutzung auch bei einer Karikatur des letzten Abendmahles bestenfalls künstlerische Freiheit darstellen würde.

Was diese adipöse Na’vi-Karikatur mit beiden Bildern zu tun hat, weis anscheinend bestenfalls der (hust!) verantwortliche „Künstler“.
Ich würde diese jetzt aber auch nicht als positives Beispiel der „Hauptsache nicht weiß, hetero und alt“-Community betrachten. :man_shrugging:

Die Aufreihung und Haltung der Leute am dem Tisch in beiden Bildern ist ähnlich - wenn es aber von einer großen Bevölkerungsmenge eher mit Da Vincis Bild, denn mit van Biljerts Bild assoziiert wird, dann ist das für meine Wenigkeit recht logisch und verständlich.
Schließlich dürfte Da Vincis Bild deutlich populärere/bekannter sein als das andere.

Aber Blasphemie?
Naja - ich gehe da eher von „merkbefreiten, strunzdummen Menschen in der Kulturbubble ohne adäquate Allgemeinbildung“ aus. Das passt besser in unsere heutige Zeit.

Denn die olymischen Spiele haben schon mal in Deutschland bewiesen, dass es in Sache Blasphemie auch deutlich besser geht:
30.07.1936: Das Bankett der Nazis zu Füßen von „Satans Thron“: Dem Pergamon-Altar. :smiling_imp:

Aus dem Sendschreiben der Offenbarung des Johannes an die Gemeinde von Pergamon (Pergamus) ab Vers 12 zitiert:

12 Und dem Engel der Gemeinde in Pergamus schreibe: Das sagt, der das scharfe zweischneidige Schwert hat:
13 Ich kenne deine Werke und [weiß,] wo du wohnst: da, wo der Thron des Satans ist, und daß du an meinem Namen festhältst und den Glauben an mich nicht verleugnet hast, auch in den Tagen, in denen Antipas mein treuer Zeuge war, der bei euch getötet wurde, da, wo der Satan wohnt.

Nun, DAS ist eine eindeutig antichristliche, blasphemische Botschaft/Darstellung - nicht das, was dieser französische Type da inszeniert hat. :stuck_out_tongue_winking_eye:

Abschließend lasse ich jedem seine eigenen Schlussfolgerungen bezüglich „Satans Thron befindet sich in Berlin“ tägigen… Gerade im Bezug auf die Politik könnte es da einige Dinge erklären. :joy:

Mädelsabende hat die anale Phase noch nicht überwunden. Heutiges Posting:

Also ich habe ja die olympische Eröffnungsfeier auch als Themenvorschlag eingebracht.
Ich will meine Kritik hier nochmal ausführen.

-Olympische Eröffnungsfeiern leben von ihren Ritualen, Abläufen und der Stadionathmosphäre, die auch aufgebaut wird über Stunden. In Paris fuhren nach 10 Minuten irgendwelche Dampfer mit Fahnen durchs Bild wo ich ich mich gefragt habe, was macht ihr da , lasst ihr erstmal angemessen die Spiele beginnen?
-Die Szene mit dem blauen Ungetüm: Ich bin kein religiöser Mensch und micht interessiert nicht so sehr worauf diese Szene einen Bezug haben könnte. Dass diese Szene allerdings einen Moment der Provokation und eine Agenda beinhaltet habe ich sehr wohl verstanden, und sowas gehört nicht auf eine olympische Bühne. Ich kann auch die Reaktionen der christlichen Kommentatoren absolut verstehen, ohne mit denen einer Meinung zu sein. Man darf nicht vergessen, dass Olympia Festspiele der Stärksten, Schnellsten und Geschickstesten sind, es sind kein Festspiele der Fettesten, Blauesten oder Perversesten.
-Insgesamt, sowohl bei der Eröffnungs- und auch Schlussfeier fehlten ikonische Momente,sowohl in der Gestaltung als auch in der Musik, selbst ich als großer Olympia-fan habe das ganze dann eher 2nd-Screen verfolgt, es fehlte ein John Williams, James Morrison, Montserrat Caballé, ein Rowan Atkinson, irgendwie war da gar nix an das man sich erinnert und in 10 Jahren nochmal ansieht

Danke Holger, ich habe die Eröffnungsfeier unvoreingenommen gesehen, und fand sie genau wie du grandios. Mit zwei kleinen Wehrmutstropfen, eben das beschissene Wetter, und dass den Athleten ein gemeinsamer Einlauf ins Stadion verwehrt wurde, aber für den Zuschauer war es fantastisch. Komplett albern, was dann die Tage danach auf Twitter veranstaltet wurde, von Menschen die offenbar selbst gar nicht zugeschaut haben.

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Möge Sie in Frieden ruhen! Die Frau ist bereits 2018 verstorben. Céline Dion auf dem Eiffelturm beispielsweise ist wohl vollkommen an dir vorübergegangen. Das war schon spektakulär.

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Hab ich schon gesehen, hat mich aber null berührt, ob das nun daran liegt:

  • dass Celine Dion in Live-Performance überschätzt wird und hauptsächlich von ihren Songwritern in den 90er-Jahren gelebt hat
  • dass französische Songs auf einer Weltbühne einfach nicht rocken, weil sie einfach keinen Weltruhm haben und keiner kennt
  • dass ich ein alter weisser Mann bin, der von seinen Erinnerungen lebt :grinning:

aber irgendeine Mischung daraus wirds sein

@Fernsehkritiker Ich bin Donnerstag ab 16uhr auf der GamesCom. Wo und wie kann man dich denn besuchen :heart_eyes: ?

Zum Israel-Konflikt habe ich vor einigen Jahren eine gut ausbalancierte Doku gesehen. Sie wurde 2016 von Arte gesendet und hieß „Die Siedler der Westbank“.
Etwa vor zwei Jahren habe ich sie dann erneut auf YT gesehen; in voller Länge. Leider ist sie im Moment nirgends zu finden, auch in den einschlägigen Mediatheken nicht.
Den ersten Teil der Doku konnte ich finden. Der Rest bleibt wohl vorerst verschollen.

Meiner Meinung nach die beste mediale Auseinandersetzung mit dem Thema.

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Holger, du hattest Loius Klamroth 2017 mal im Interview. Hast du nach den zahlreichen eher kritischen Berichten versucht ihn nochmal für ein Gespräch zu gewinnen?
Ich fände seine Sicht auf die Dinge mal interessant.

Klick!.
(Schätze man sollte sich beeilen - über den Link kann man sich das Video runter laden - auf der HD-Seite ist nix zu finden!)

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Astrein, danke!

„Die fetten Jahre sind vorbei“ sagt mir was.

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Dem kann ich nur zustimmen. Bin zwar auch ein eher konservativer Mensch, doch diese Darstellung bei der Eröffnungsfeier ist eben künstlerische Freiheit.
Aber eine Frage bleibt: Was hat diese Darstellung mit Sport, Olympia und Frankreich zu tun?

Dem kann ich nur zustimmen. Bin zwar auch ein eher konservativer Mensch, doch diese Darstellung bei der Eröffnungsfeier ist eben künstlerische Freiheit.

Naja, das bedeutet erstmal nur, dass die Olympia-Leute dafür nicht in den Knast wandern. Dieses Risiko besteht ja nun überhaupt nicht. Diese Darstellung von „Zivilcourage“ ist nämlich komplett gefahr-, mut- und kostenlos möglich. Das war vor 45 Jahren noch ganz anders, frag mal einen älteren Schwulen!

Es geht aber darum, dass man mit staatlichen Subventionen und für den Sport gedachten Mitteln so eine Virtue Signaling-Orgie veranstalten soll / darf. Man kann das verneinen und hier personelle … Veränderungen fordern, ohne der Meinung zu sein, dass die Themen an sich unwichtig sind.

Anekdote dazu: vor einigen Jahren habe ich mit mit ein paar Freunden geholfen, ein paar Events rund um den CSD zu organisieren. Einer der „Opas“ in der Runde schüttelte in der Diskussion irgendwann unvermittelt den Kopf. Auf Nachfrage meinte er, dass sie früher in solchen Runden darüber diskutiert hätten, wie man so eine Veranstaltung am besten tarnt. Heute überlegt man mit denselben Leuten, wie viel Eintritt man nehmen sollte.

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