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Folge 27: Bitte Kassette umdrehen

Massengeschnack Folge 27. Hier kann darüber diskutiert werden!

Wir sprechen heute über die Zeit, in der MC, LP und VHS angesagte Medien waren. Damals war die persönliche Auswahl begrenzt, der Einfluss aber umso stärker. Und oft sind es die belanglosen Aufnahmen von damals, die inzwischen große Schätze der Erinnerung sind.

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Zu dem Thema hätte ich einiges sagen können. Habe noch ca. 400 MCs und 250 Schallplatten zu Hause. :slight_smile:

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Wer von euch hat während des Podcasts geknattert? :stuck_out_tongue:

Was den Musikgeschmack angeht, würde ich nicht sagen, dass mich die Kassetten so stark beeinflusst haben. Ja, ich hab mir in den 90ern und Anfang der 2000er auch immer die Bravo Hits geholt und die Songs, die mir gefallen haben, auf Kassette geschnitten (auch vom Radio). Vieles kam allerdings eher durch den Musik-Unterricht in der Schule. Zu der Zeit hab ich noch die Charts auf Viva und MTV verfolgt. Mein eigentlicher Musikgeschmack (Epic) hat sich aber von selbst entwickelt.

Zur Vernichtung des eigenen Lebens: Für CDs / DVDs haben manche Aktenvernichter ein extra Schredderfach. Bei SD-Festplatten / USB-Sticks / Speicherkarten empfehle ich ein illegales Lagerfeuer und bei klassichen Festplatten reicht eigentlich das mehrfache Überschreiben der Daten aus (oder ggf. unter einen gigantischen Magneten halten). :wink:

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Ja, sorry. Wir hatten bei Jano ein lokales Knatterproblem, fanden es dann aber nicht sooo schlimm, als dass wir alles wegwerfen :slight_smile:

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So schlimm war es auch nicht, ich fand es nur lustig wenn ihr über Tonprobleme bei diversen (historischen) Medien redet und dann setzt das Knattern ein. :wink:

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Ja, war Absicht :flushed: :thinking: :rofl:

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Mario, ich ging fest davon aus, dass du dabei bist. Nicht nur wegen des Themas, sondern auch weil dank deiner begnadeten Stimme Podcasts sowieso etwas für dich wären!

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Sehr schöner und nachdenklicher Podcast. Ich habe glücklicherweise noch viel Material an Videos mit meiner Oma und auch bestimmt eine Kiste voll mit Jugendfotos von meinem Opa mit relativ vielen Bildern sogar aus dem Krieg mit ihm. Eigentlich sollte man sich mehr glücklich schätzen solche Erinnerungen zu besitzen.

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Hat mich ein bisschen an den Radio-Nukular-Podcast erinnert, die reden ja auch immer über Kindheits- und Jugenderinnerungen. Ihr seid also auf einem guten Weg, irgendwann könnt ihr mit dem Podcast auf Tour gehen und große Hallen füllen :wink:

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Dankeschön signore !!
Vielleicht gibt es ja mal wieder ein ähnliches Thema irgendwann…

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Der Witz ist ja, dass das Thema organisch entstanden ist, aus dem Gespräch heraus. Im Vorgespräch kam das gar nicht auf und wurde wohl durch Janos WM-Story getriggert.

Reine Themenfolgen, bei denen das Thema von Anfang an feststand, hatten wir bisher nur drei:
Games, Dorf, Mitfahrer.

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Dia kam mir irgendwie zu kurz. Das war bei uns damals der heiße Scheiße. Nicht jeder hatte ein Dia-Leinwand, da wurde eben auf ein Laken oder die Rausfaser projiziert.

Fand ich insgesamt sogar besser als normale Fotos. So haben alle gleichzeitig die Bilder gesehen und Tante Erna hat nicht schon vom Ausflug in den Vogelpark schwadroniert, während man selber noch das Bildmaterial zu den Heißen Quellen in der Hand hielt.

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Das ist lustig, weil das in meinem Verwandten-/Bekanntenkreis gar keine Rolle spielte, bzw. glücklicherweise nur eine jeweils sehr kurze.

Die wenigen „Dia-Abende“ und nachmittäglichen Vorführungen waren durch das geprägt, vor dem ich als erstes in meinem Workshop warne: Überangebot und Kontext nur auf der Tonspur.
23x das selbe Motiv aus 24 Perspektiven.
Der Weg den Berg hoch - alle fünf Meter.
Oder „ja, das hier, das war bei Eftarios, der hat so leckere kleine Spieße gehabt, mit Zwiebeln und sein Sohn, der sprach gut…“ - Bild ist von einer Einfahrt.
Diese Art war später bei den Video-Fans auch weit verbreitet.

Ich habe mit meiner ersten SLR eine Zeit auf Dia fotografiert, weil mir ein Pressefotograf mal den Tipp gegeben hat, dass die Entwicklung ohne Rahmung günstiger ist als die typische „alle auf 10x15“ und man aus den Positiven besser die guten Fotos aussuchen kann - und die anschließenden Abzüge waren nur unwesentlich teurer. Ich Dussel habe dann aber auch gerahmt, was dann wieder zu diesen platzraubenden Kästen führte…

Digital ist schon geiler :rofl:

Urlaubsfotos und Videos sind eh der Graus, was das Handwerk angeht. Hab mir letztens paar alte CDs durchgeschaut und 2 Familienfilme gefunden. Das eine war so ein Urlaubsvideo von 1997 wo ich dabei war, schön mit Popsongs unterlegt und diesen billigen PowerPoint-artigen Überblendungen. Damals waren alle begeistert, wie mein Onkel das immer angefertigt hat, heute…naja :smiley:

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Sowas kann man heute in Lightroom wohl auch noch basteln - ich kenne allerdings niemanden, der das tut. Hoffe ich zumindest, man weiß ja nie!