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Folge 263: Fünf Filme für Kevin - u.a. Vergiss mein nicht, Vivarium, Shame

Pantoffelkino Folge 263. Hier kann darüber diskutiert werden!

Wieder ist ein Lebemann-Wunsch zu erfüllen - diesmal für unseren Abonnenten Kevin. Denn der hat sich fünf Filme ausgesucht, die durchaus speziell sind. Jim Jarmuschs „Broken Flowers“ ist dabei noch das am leichtesten verdauliche Werk. Des weiteren geht es u.a. um „Vergiss mein nicht“ und „Shame“ von Steve McQueen.

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Endlich hat es mal ein Ulrich Seidl Film in die Sendung geschafft. Vielen Dank an den Lebemann Kevin.
Die Paradies-Trilogie könnte auch gern mal besprochen werden.

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Danke Kevin für diese tollen Filmwünsche und danke an die kompetenten RezensentInnen , ist eine sehr unterhaltsame und interessante Folge mit guten Filmtipps geworden.
Ulrich Seidl finde ich eher anstrengend, aber immerhin bleiben die Filme im Gedächtnis… ich hatte Hundstage schon wieder ganz vergessen, aber als ich die Anhalterin gehört bzw gesehen habe, stellten sich mir sofort wiedr die Nackenhaare auf. :joy: :ok_hand:

Besonders hat mir Eure philosophische Auseinandersetzung mit „Vergiss mein nicht“ gefallen. Die Erklärung des englischen Titels seid Ihr aber schuldig geblieben. :thinking:

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Weil Rike fragte:

Ein weiterer Film zum Thema Sexsucht ist „Lust auf Sex“ - ein finnischer Film, der im ZDF mal innerhalb der Reihe „Sommernachtsphantasien“ lief.

Er ist nicht so sehr psychologisch, eher körperlich. Ähm, habe ich gehört :grin:

„Lust auf Sex“ bei Cinema

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Ich habe mich ja schon länger auf diese Lebemannfolge gefreut und habe sie natürlich sofort gesehen (konnte es nicht erwarten) und kann nur sagen: habt ihr großartig gemacht. Ich hätte mir es wirklich nicht besser vorstellen können.

Eigentlich war ich mir sicher, dass vor allem vor allem Filme wie Hundstage und Vivarium nicht jeder mögen wird, aber bei allen Filmen war ja die Resonanz positiv bis euphorisch. Vor allem Rike war ja bei manchen Filmen sehr begeistert :smiling_face_with_three_hearts:

Ihr meintent ja, dass ich mindfuck Filme sehr mag. Dem ist auch so: ich liebe solche Filme.
Vermultich sind nicht noch mehr in meiner Liste dabei gewesen, weil ja viele eh schon besprochen wurden.

Mich freut es außerdem sehr, dass ich einigen von euch gute Filmtipps geben konnte, denn es ist klar, dass 2-3 Filme eher sehr unbekannt sind. Gerade solche Filme hätten es vermutlich nie in die Wunschilmfolge geschafft (hatte ich teilweise ja sogar probiert).

Ganz im Detail äußere ich mich mal zu den einzelnen Filmen nicht, denn es dürfte klar sein, dass ich alle diese fünf Filme mag und die wichtigsten Dinge zu den Filmen hat jeweils das MG Team schon gesagt.

Aber noch kurz zu „Vivarium“: absoluter Zufall, das sich den mir angesehen habe, denn den gabs „kostenlos“ auf Amazone Prime (ich glaube immer noch also für alle, die amazon prime haben: einfach mal ansehen). Der Film ist echt mal was ganz anderes und das Ende hatte ich so überhaupt nicht erwartet und mich schockiert zurück gelassen :smiley:

Danke nochmal ans Team für die tolle Folge!

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Vivarium ist ein echter Geheimtipp. Absolut verstörend und faszinierend zugleich.

Danke für die gesamte Ausgabe und die tolle Besetzung.

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Danke an dich für die tollen Vorschläge! War sehr ergiebig für mich. Hab mir vieles davon auf meine Guckliste gepackt. Vor allem VIVARIUM möchte ich bald nachholen. Die Kritiken kurz nach Release klangen für mich damals oft ein bisschen zu lauwarm, also hab ich den Film schnell unter „vielleicht irgendwann mal“ verbucht. Aber jetzt bin ich so richtig neugierig geworden. :blush:

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Ist derzeit bei Amazon Prime mit dabei, das allerdings schon eine ganze Weile, also vermutlich nicht mehr allzu lange.

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Nachtrag zur Frage von Lars: Seidl ist tatsächlich der Regisseur von „Tierische Liebe“. :dog:

Ich fand die Folge auch sehr interessant, ich hatte von keinem der Filme bisher gehört und ein paar davon stehen jetzt auf meiner Liste. Vivarium hatte mich schon beim Trailer und nach eurer Besprechung will ich den unbedingt bald mal schauen.
Danke für die Auswahl, Kevin, und natürlich auch an die Runde für die Besprechungen.

Edit: Vivarium ist übrigens ins Amazon Prime enthalten, da werde ich jetzt mal noch reinschauen.

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Ok, ich habe ihn jetzt gesehen und kann mich eurem Lob anschließen. Die Prämisse war ja schon durch den Trailer bekannt und lange Zeit passiert auch nicht viel mehr als das. Für manche vielleicht zu lange, das habe ich nicht so empfunden, es war genau richtig um die gebannte Spannung und das Warten auf eine Veränderung aufrechtzuerhalten. Dann in der letzten halben Stunde der von Lars angesprochene Dreh, den ich hier auch nicht spoilern möchte, der mich aber umgehauen hat.

Ein verstörender Film, der für mich alles richtig macht und mir definitiv im Gedächtnis bleiben wird.

Die allgemeine Resonanz auf den Film ist übrigens sehr gemischt, er hat eine Bewertung von 5,8 bei IMDB und etliche vernichtende Amazon-Kritiken. Zum Glück habe ich mich nicht davon leiten lassen, sondern von eurer Besprechung. In der Sache haben diese Kritiker zum Teil sogar recht, wer hier nach Logik bewertet - sowohl im Figurenhandeln als auch generell, für den mag der Film durchfallen, aber das darf und muss man auch nicht. Einfach drauf einlassen und sich in den Sog der Handlung ziehen lassen.

Auf Kritikerseite kam der Film deutlich besser weg (als beim allgemeinen „Pöbel“), hier habe ich noch eine interessante Analyse gefunden:

https://blog-fluxkompensator.de/vivarium-2019-filmkritik

(Achtung: Spoiler!)

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Eternal sunshine of the spotless mind (deutscher Titel, „Vergiss Mein nicht“):

Ich feiere diesen Charlie Kaufman. Schon mit " Being John Malkovich" hat er mich gekriegt.
„Adaption“ fand ich nicht so gelungen.
Aber hier: Wirklich eine verlockende Idee, bestimmte Personen einfach aus dem Gedächtnis zu löschen. Wobei Anna natürlich recht hat: Meistens sind es leider gerade die negativen Erlebnissse, die uns im Leben und in unsererer Persönlichkeitsentwicklung weiter voran bringen. Das wirklich Schräge an der Handlung ist die Tatsache, dass die Methode offensichtlich alles andere als ausgereift ist. Da wird am lebenden Objekt experimentiert und zugleich mit den Hoffnungen der Leute tüchtig Kohle gecheffelt. Dieser Doktor erweist sich als Scharlatan. Ein „must see“ für alle Querdenker und alle, die es werden wollen. :imp:

„Hundstage“ wurde vor Jahren mal auf 3sat gezeigt und ich erinnere mich, dass mich der Film damals beeindruckt hat. Aber das einzige, was mir im Gedächtnis geblieben war, ist tatsächlich nur diese distanzlose Hitch-Hikerin, die ja auch in der Vorschau gezeigt wird. Aber z.B. der Vertreter mit seinen Alarmanlagen: Keine Erinnerung mehr! Es wird Zeit, dass der Film mal wiederholt wird.

„Vivarium“: Danke für den Hinweis, dass der Film auf Amazon Prime verfügbar ist.
So konnte ich ihnn mir mithilfe des kostenlosen 30-Tage Abos anschauen. Wenn du das Abo anschließend wieder kündigen willst, kommst du dir aber beinah selbst vor wie die Protagonisten im Film. Gut, ganz so schlimm ist es nicht: Es gibt einen Ausweg, man muss ihn nur finden. :wink:

*Achtung, Spoiler! *

Alles in allem hatte ich mir mehr erwartet. Nach einem spektakulären Einstieg hat der Film etliche Möglichkeiten verschenkt. Angefangen bei dem süssen Baby, das den beiden vor die Haustür gelegt wurde. Gefangen oder nicht - da würde doch bei jeder Frau der Mutterinstinkt aufblühen! Wieso haben die beiden dem Kind keinen Namen gegeben? Wieso haben sie nicht wenigstens versucht, das Kuckuckskind normal aufzuziehen, und sei es aus taktischen Erwägungen. Warum das nicht der Fall war … DAS wäre eine interessante Geschichte gewesen! Stattdessen gab es diesen blöden Zeitsprung, Seltsamerweise kommt sie erst später auf die Idee, an den Jungen heran zu kommen.
Dabei wird sie extra noch als Grundschullehrerin eingeführt, die gut mit Kindern kann.
Das stimmt doch hinten und vorne nicht! :tired_face:

Wir kriegen zu sehen:
Eine dumme Frau.
Einen dummen Mann.
Einen dummen Film.
Ehrlich: Sobald der seltsame Junge im weißen Hemd zu sehen ist, weiß doch jeder Zuschauer, wohin die Reise geht. Und so ist es dann auch! Gääääääääääääääähn

Wer sich denn Film dennoch antun will, kann gern das Amazon Prime Probeabo nutzen.
Falls es Probleme mit dem Ausstieg gibt, helfe ich gern weiter. :stuck_out_tongue_closed_eyes:

Danke Kevin für deine großartigen Filmvorschläge! Vivarium und Broken Flowers kannte ich (noch) nicht.

Zum Film Hundstage noch eine Anmerkung von mir: Ulrich Seidl ist bekannt dafür , dass er in seinen Filmen gerne mit Laienschauspielern arbeitet. Allerdings treten im Film Hundstage auch sehr bekannte österreichische Schauspieler wie Georg Friedrich, Franziska Weisz oder Maria Hofstätter auf. Letztere spielt auch die Hauptrolle in seinem Film Paradies: Glaube, zudem tritt sie auch in Import Export auf.

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Freut mich, wenn dem ein oder anderen meine Filmauswahl gefallen hat und sich inspirieren lässt den ein oder anderen Film mal anzusehen.

Ich möchte noch hinzufügen, dass ich damals auf den Film „Shame“ durch niemand geringeren als Franc Tausch aufmerksam geworden bin:

Unfassbar, dass Franc bereits 9 Jahre nicht mehr unter uns weilt :frowning:

Das ist eine Zeile aus einem Gedicht, das im Film vorkommt, wenn ich mich recht erinnere. Ein unbefleckter Geist verspricht die vermeintliche Glücksseligkeit, was sich durch den Plot selbsterklärt. Selig sind die Unwissenden geht in eine ähnliche Richtung. Der deutsche Titel ist dagegen ziemlich banal.

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Habe gerade durch eure sehr gute Review Vivarium gesehen. Erster Gedanke…ok, ich verstehe die Prämisse des Films…wir haben jetzt rd. 15 Minuten geschafft und der Film Dauert ca. 90. Trägt er denn so lange? Ich würde sagen: ja und nein.

Nein, weil ja tatsächlich „nicht viel passiert“. Es ist eine langsame und unentrinnbare Abwärtsspirale, die sich auftut. Andererseits sage ich: Ja, die Idee trägt bis zum Ende, da gerade dieser langsame Verfall zur Aussage des Film gehört.

Man muss sich tatsächlich darauf einlassen können und wollen. Es ist keine klassische und leicht konsumierbare Unterhaltung, sondern ein bewusst (ver)störender Film, der zum Denken anregt und eine Metapher der modernen Welt ist. Eine sehr negative. Aber gut: das ist künstlerische Freiheit.

Zum einmaligen Sehen ist er interessant - würde ihn aber nicht nochmal schauen.

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Ja tatsächlich habe ich Vivarium seitdem ich ihn Ende 2020 gesehen habe, nicht mehr gesehen und habe auch nicht das Bedürfnis auf ein weiteres mal.
Ist halt so, dass wenn man den Twist bzw. Mindfuck kennt, es nicht mehr so spannend ist.

Witzigerweise habe ich bei „Hundstage“ das nicht, den ich mehrmals angesehen habe. Da haben ja Anna und Rike ein Problem auf ein weiteres mal.

Der Titel ist ein Zitat aus diesem Gedicht von Alexander Pope:

Darin wird Eloisa von ihren Erinnerungen an Abelard gequält, und dann kommen die Zeilen, die im Prinzip bedeuten, dass jener, der keine Erinnerungen hat, glücklich ist:
“How happy is the blameless vestal’s lot!
The world forgetting, by the world forgot.
Eternal sunshine of the spotless mind!
Im Film zitiert Kirsten Dunst die Zeilen für den Arzt, allerdings nennt sie den Autor „Pope Alexander“, und er schmunzelt über diese „Dummheit“.

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Aaaw, danke Anna! :blush:

Schön, dass Vivarium dran kam. Ein Freund von mir hat noch zum Anfang der Pandemie gesagt „Schau dir den Film an, aber unbedingt so, dass du nichts darüber weisst“. Im Grunde ist es so tatsächlich das beste Filmerlebnis, denn wie ich hier im Trailer sah, spoilert es schon recht viel (das Baby zB hätte ich überhaupt nicht verraten, ist doch ein recht grosser Twist).

Ist eins dieser Filme, was man unmöglich ausmachen kann, selbst wenn man irritiert vom ganzen ist, denn man hat wirklich null Ahnung wohin die Reise geht. Sehr ungewöhnlicher Film, hat mir sehr gut gefallen, ich hoffe dass der mit der Zeit irgendwie zu nem Kultklassiker wird. Corona hat es dem Film leider sehr schwer gemacht

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