Wenn man damit anfangen würde, müsste man auch sämtliche anderen Themen bzw. Handlungen vorankündigen die als “Trigger” in Frage kommen und das kann ja bekanntlich so ziemlich alles sein. Halte ich auch für übertrieben. Wenn schon die hier sehr harmlose Darstellung zu Panikattacken führt, sollte sich der/die Betroffene gute psychologische Beratung suchen. Ich meine das absolut nicht abwertend, aber man wird halt immer wieder im Alltag mit “unschönen” Situationen konfrontiert auf die man eben nicht jedes Mal vorher vorbereitet wird. Ich bin mir auch im Klaren das es leicht gesagt ist darüber gute Ratschläge zu verteilen als als Betroffener diese anzunehmen, aber Symptomvermeidung ist keine Ursachenbekämpfung und wenn man bei sowas direkt Panik bekommt, sollte man handeln und was dagegen unternehmen.
Joa, mach ich schon, triggert mich trotzdem. Nur, weil man Hilfe hat/sich sucht, bedeutet das nicht, dass man automatisch nicht mehr davon getriggert wird. Und Suizid ist nun mal ein sensibles Thema. Wenn der eigene Suizidversuch beispielsweise grade erst wenige Tage her ist, bekommt man u.U. von sowas eben Flashbacks. Ich finde auch nicht, dass man dann deswegen gleich für „fast alles“ Triggerwarnungen machen muss. Aber wenn es so explizit wird, würde ich es mir persönlich in Zukunft einfach wünschen ![]()
hast du denn persönliche Erfahrung, die den Nutzen solcher Triggerwahnungen nahlegen?
Wie ich bereits gesagt habe, die Experten scheinen zu der Einsicht gelangt zu sein, dass Triggerwahnung nutzlos sind oder gar schädlich.
The Latest Study on Trigger Warnings Finally Convinced Me They’re Not Worth It
All the evidence suggests they don’t help and might actually hurt […]
Also zum einen bereiten sie darauf vor, dass in der nachfolgenden Folge o.ä. etwas vorkommt, was triggern könnte. Netflix setzt solche Triggerwarnungen bereits, beispielsweise bei der Serie “Töte Mädchen lügen nicht”, aufgrund von Vergewsltigungsdarstellungen. Mir persönlich helfen solche Warnungen. Wenn ich sowas sehe, lasse ich dann einfach eine andere Person die Folge für mich vorgucken, damit diese mir sagt, welche Minuten der Folge ich überspringen soll. Ich habe momentan leider keine Zeit, mich aus Expertensicht in das Thema reinzulesen, aberbim Endeffekt müssen ja sowieso Holger und co. entscheiden, ob sie sowas machen. Es war ja nur ein Denkanstoß von mir aus gegebenem Anlass.
du bist in dem Bereich Expertin und das genügt doch, wenn es dir und noch weiteren helfen würde, dann ist das eine gute Idee. da helfen auch keine Studien…
Danke für das nette kleine Making-of in der Schatzkammer! Jetzt bin ich noch mehr angefixt auf die nächste Folge! 
Kann man denn schon verraten ob dieser (für Studio-Verhältnisse) epische Handlungsstrang mit der nächsten Folge abgeschlossen ist, oder kommen noch 5 bis 20 weitere Folgen hierzu?
Verraten können wir, dass der nächste James Bond immer noch männlich sein wird und das auch morgen noch jeden Tag die Sonne im Osten aufgehen wird 

Grandiose Folge und ganz offensichtlich mit viel Mühe umgesetzt! Bin sehr gespannt auf die nächste Folge.
Ach, und der kleine Blick hinter die Kulissen ist auch ne schöne Idee. 
Argh! Wo steht mein DeLorean? 
Und da merkt man dann auch wieder, was für Potential das Studio noch immer hat, wenn man auch auf das Stilmittel der Reportage verzichtet. Gerne mehr davon, ich bin wirklich begeistert 
Die Frage ist nur, ob wir jetzt auch 5 Jahre auf die Fortsetzung warten müssen. ![]()
Oh Gott, das war eine der besten Folgen bisher 

Julian als 9Live-Moderator passt einfach viel zu gut. Und das Ende… knallhart. Absolut genial! 
Wenn ihr schon Ideen für Weihnachten sammelt, ich könnte mir vorstellen das neben mir auch noch andere euch gerne in einer weiteren Folge, die in diesem speziellen Paralleluniversum spielt, sehen würden.
Da musste ich besonders lachen.
Absolutes Highlight für mich.
Es kommt so langsam der Wunsch in mir auf, dass aus diesem Format eine Daily Soap gemacht wird 
Da kann ich nur eines sagen.
Respekt!
Starke Folge!
Diese Folge gehört definitv zu meinen persönlichen All-Time-Top 3! Tolle Ideen und großartige Leistung aller Darsteller 
In Zukunft darf es gerne öfter solche größeren Handlungsstränge, die über mehrere Folgen gehen, geben, weil sich (zumindest für mich) die alleinstehenden „Lacher-der Woche“-Folgen mit ihren typischen Runnig-Gags inzwischen ein wenig abgenutzt haben.
Oder eine Butterfly Effect folge. Holger muss eine Entscheidung treffen und die Stimme zeigt ihm was passieren würde, wenn er die eine oder die Andere Entscheidung trifft.
Fuck this planet.
Nachdem ich durch MG-Direkt auf diesen schönen Thread aufmerksam wurde:
Also erstmal fänd ich’s schön, wenn du - wenn du schon nicht zur Kenntnis nimmst (oder es zumindest nicht verbalisierst), dass du mit jemandem diskutierst, der davon betroffen ist - dir doch wenigstens noch die Mühe machen würdest, das ganze selbst ein bisschen zusammenzufassen statt einfach nur nen Link zu posten.
Wer sind denn „die Experten“? Das sind doch erstmal nur ein paar Leute mit ner Studie. o.O
An meiner US-Uni (Columbia) hat die Psych-Professorin Trigger-Warnungen gesetzt. (Und ja, da durften dann exakt die Leute rausgehen, die in diesem Fachbereich arbeiten wollen - aber man muss ja nicht jeden nachher behandeln können. Ich würde sogar behaupten, dass auch viele normale Menschen bestimmte Themen emotional nicht gut genug ertragen können, um die Leute behandeln zu können).
Half received no heads up before the passages, and half got a label ahead of the iffy ones that read: “TRIGGER WARNING: The passage you are about to read contains disturbing content and may trigger an anxiety response, especially in those who have a history of trauma.” The results suggested that trigger warnings could actually help generate anxiety, thus making them counterproductive.
Ich könnte mir vorstellen, dass das auch einfach aufgrund der generalisierten Formulierung Angst erzeugt. Wenn ich lese, dass ich mir gleich „disturbing content“, der angstauslösend sein kann, zu Gemüte führen muss (gab ja Lese"zwang" für alle), dann denke ich vllt ganz automatisch an Dinge, die ich verstörend finde, thus Angstreaktion. (Mal davon abgesehen, dass diese Reaktion sowieso nicht so intensiv ausfällt wie die Flashbacks von jemandem mit PTSD).
Bei einer besser spezifizierten Trigger-Warnung hätte ich diesen Effekt wohl eher nicht - wenn ich direkt weiß, worum es geht, dann weiß ich ja auch, dass mir das keine Angst macht. Und da ja immer wieder angeführt wird, wie vielfältig Trigger sein können, wird mir das meiste ja nichts ausmachen.
Ansonsten versteh ich hier ganz generell nicht, warum ALLE Studienteilnehmer die Texte gelesen haben. Wieso stellt man hier nicht (bei der Trauma-Kohorte) die Gruppe derer, die nach einer Trigger-Warnung tatsächlich abbrechen (was ja Sinn der Sache ist) denen gegenüber, die das Material ohne Trigger-Warnung weitergelesen haben?
Was weiß ich denn jetzt, außer dass Trigger-Warnungen eben den Effekt nicht abmildern, wenn ich das triggernde Material weiterkonsumiere? (Like, duh)
Dazu auch:
It could be that most people who have been through trauma see trigger warnings and plow ahead regardless.
Könnte sein. Und wenn, was dann?
New study finds: Menschen sind mitunter neugierig. Old saying goes: Curiosity killed the cat.
If they do end up avoiding the material and the associated adverse reaction, that’s not a good thing, either. “Cognitive avoidance is really counterproductive,” psychologist Darby Saxbe told Katy Waldman for a 2016 Slate story on the then-current science of trigger warnings, a point Jones also made to me. I know this extremely well from my days avoiding public speaking: Having an anxious reaction, and living to tell the tale, is actually an important part of learning to live with one’s brain.
Irreführende Passage.
Könnte es auch sein, dass bei social anxiety Konfrontationstherapie hilft, bei Menschen mit posttraumatischer Belastungsstörung aber nicht? Oder dass die Konfrontationstherapie bei PTSD in einem geregelten Rahmen stattfinden sollte und nicht durch Exposition irgendwelcher random Materialen mit entsprechenden Beschreibungen und Darstellungen?
That’s not to say that people who have experienced trauma should be left on their own to have that panicked response and just get over it. “Rather than issuing trigger warnings, universities can best serve students by facilitating access to effective and proven treatments for P.T.S.D. and other mental health problems”
Dafür sind fundamentale Änderungen an der Politik der USA nötig, um überhaupt mal in die Nähe davon kommen zu können, Menschen derart spontan (quasi innerhalb von Minuten) helfen zu können. Auch wenn man an deren Unis studiert, ist das ja noch lange nicht gleichbedeutend mit „versichert sein“. Was helfen mir noch so perfekte Behandlungsmöglichkeiten, wenn ich davon abgeschnitten bin? Also wenn man wenigstens versichert wäre, dann könnte man ja erst überhaupt vernünftig darüber diskutieren, dass man sich mit einer psychischen Erkrankung am unteren Ende der Versorgungskette befindet. Ist in Deutschland aber auch so, dass Eigeninitiative (skills) und Notfall-Psychopharmaka der Behandlungsfavorit für solche Situationen sind.
Aber wenn die soziale Revolution in den Staaten dann da ist, deren Haupt-Katalysator sicherlich die Abschaffung von Trigger-Warnungen an Universitäten ist („Just remember that this might come at the expense of doing something that would actually help“), könnte man bspw gerne psychiatrisch qualifiziertes Personal, statt angelernter Laien, an telefonische Hilfsmöglichkeiten anbinden. So richtig mit „den Hörer auch abnehmen“ stell ich mir das vor. Ich hab in den USA bei der suicide prevention hotline angerufen, hing eine Stunde in der Leitung, dann bin ich rausgeflogen. Helpful!