MAXimal Musik Folge 24. Hier kann darüber diskutiert werden!
Die 80er waren schon dran, die 90er auch - diesmal nimmt sich Max nun Lovesongs aus den 2000er Jahren vor. Und wie gewohnt präsentiert er nicht allseits bekannte Nummern, sondern welche, die aus seiner Sicht viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommen haben. So stehen zum Beispiel Bat for Lashes, The Knife und Rhye auf seiner Liste. Also, kuschelt euch ein und genießt die herzigen Songs.
Die 2000er war meine Abitur-Musikzeit. Da haben wir aber nur das Mainstreamingste vom Mainstreamingsten gesungen - also alles das, was in den Charts lief - u.a. die Limp Bizkit Version von Behind Blue Eyes (da haben wir selbst ein Musikvideo zu gedreht). Und dann natürlich noch sowas wie „Liebe ist alles“ von Rosenstolz.
In der 12. Klasse (2005) hatten wir dann noch ein Projekt, selbst etwas zu komponieren und dazu ein Musikvideo zu drehen. Ich weiß nicht mehr, ob das Projekt aus mehreren Songs bestand, ich hab jedoch den Hauptsong „Liebe“ komponiert und anschließend im Musikvideo eine der beiden Hauptrollen gespielt. Leider hab ich das Ergebnis nie gesehen.
Der Text lautete:
Es schien die Sonne, das Gras wog sich im Wind
Ihre Augen strahlten, wie von einem Kind.
Ihr Haar war zerzaust, die Haut braun gebrannt.
Von ihr hat er nachts seither geträumt.
Sie hat in seine Augen gesehen,
Da war es plötzlich um sie geschehen.
Sie war verzaubert von seinem Blick,
Sein Aussehen elegant und schick.
Sie gingen Hand in Hand am Strand entlang
Und sahen der Sonne Untergang.
Berührt von Küssen zart und fein,
Scheint ihre Liebe unendlich zu sein.
Falls noch nicht bekannt, hört mal beim deutsch-französischen Duo Marsmobil rein. Sehr entspannter Chillwave. Hier ist Magnetizing vom Album Minx (2006).
Ganz französisch wird es, zumindest textlich, bei Boom, Boom Click! von Saint Privat, ein östereichisches Band-Projekt des umtriebigen Produzenten Klaus Waldeck. Der Song arbeitet sich augenzwinkernd an der Schauspielerin Claudine Longet ab, die 1976 ihren Lebensgefährten, angeblich versehentlich, hinterrücks erschossen hat und freigesprochen wurde. Liebe kann ja auch mal scheitern.
Im Song heißt es dann sinngemäß:
Wenn du mich verlässt, wenn du gehst
Click, click, boom, boom et au revoir
Ich bin nur ein Wochende lang im Knast, zu deiner Beerdigung werde ich gehen
Und wenn man mich fragt, ups, es war doch nur ein Versehen.
Und wenn schon französisch, dann noch mal Zaho de Sagazan, die ich bei der Chanson-Sendung schon mal erwähnte. In Hab Sex gehts, wie der Titel schon vage andeutet, mehr um die körperliche Liebe. Zunächst singt sie in französisch Variationen des Satzes “ich würde so gerne mit dir Liebe machen, nur ein mal, ich glaube, es würde dir gefallen” und wenn es dann zur Sache geht, singt sie in deutsch endlos wiederholend “Hab Sex mit mir”. Das ist so ein radikaler sprachlicher Bruch.
Zum Schluss noch ein poetisch-schwelgerisches Epos der großen Gesten von einer der zeppelinigsten Bands seit Led Zeppelin. Light my Love von Greta Van Fleet. Der Sänger kann auch live Unfassbares abliefern.