Massengeschmack-TV Shop

Folge 20: Schule 2020: Digitale Steinzeit

Trip Folge 20. Hier kann darüber diskutiert werden!

Die Digitalisierung der Schulen kommt nur schleppend voran. Gerade in der Corona-Krise hat sich das gezeigt: Das sogenannte Homeschooling hat vielfach nur schlecht bis gar nicht funktioniert. Lehrer sind oft überfordert, Schüler genervt. Benedict Bartsch hat sich ein bisschen umgehört und besucht u.a. eine der hochmodernsten Schulen Deutschlands.

1 Like

Diese Folge gehört definitiv zu einer der besten Trip-Folgen. :+1:

Eine moderne Ausstattung hat vor 14 Jahren nur meine Berufsschule für die Informatik-Ausbildungen erreicht (natürlich ohne Smartphones und Tablets, die gab es da schließlich noch nicht). Das ging aber auch nur, weil einige Firmen Computerräume und deren Ausstattungen gesponsert haben. Räume, die eher in Richtung nicht digitale Inhalte gingen (Wirtschaftsfächer), waren weiter klassisch mit Tafel ausgestattet. Dafür waren die Polyluxe moderner als an meinem Gymnasium vorher. Allerdings haben wir da 2006 teilweise noch mit Windows 98 arbeiten müssen, weil der Träger kein Geld für moderne Technik hatte (und vermutlich auch heute noch nicht hat).

4 Like

Ist eigentlich die moderne Form von „Der Hund hat meine Hausaufgaben gefressen“ dann jetzt „Ich hab nen Virus, meine Festplatte ist kaput…“ oder sowas?

Ich bin ja selbst Lehrer und habe die (leidvolle) Erfahrung gemacht, dass es leider stark davon abhängt, wie der Schulträger zum Thema Schule und Bildung eingestellt ist.
Es gibt Träger, die das Thema sehr ernst nehmen und sich auf das verlassen, was die Pädagogen an Bedarfen anmelden. Diese Träger tun alles , um diese Bedarfe zu decken - auch wenn es kostentechnisch weh tut.
Auf der anderen Seite gibt es dann die Träger, die alles besser wissen und alle Bedarfswünsche soweit zusammenkürzen, dass es am Ende nur ein Bruchteil dessen ist, was benötigt wird oder so billige Gerätschaften, dass sie sich im Alltag als unzuverlässig erweisen. Diese Träger sehen Schule oft als lästigen Kostenfaktor, den sie am liebsten los werden würden.

Ein entscheidender Punkt ist auch die Frage, wer für die Wartung der Technik verantwortlich ist. Oft sind es Lehrkräfte, die sich um alles selbst kümmern müssen, neben ihrer normalen Lehrtätigkeit, was zwangsläufig zu Verzögerung, Stillstand und Improvisation führt. In Schulen, wo es gut läuft, gibt es stattdessen vom Träger bezahlte Fachkräfte, die sich ausschließlich um die Schul-IT kümmern.

Auch sehe ich sehr große Unterschiede zwischen Gymnasien/Gesamtschulen und Grundschulen und sonstigen weiterführenden Schulen. Gymnasien scheinen von Schulträgern bevorzugt behandelt zu werden und haben oft auch im Förderverein einfach bessere Geldgeber. Gymnasien werden meiner Erfahrung nach auch besonders bevorzugt von Geldinstituten, Firmen und Universitäten gefördert.

Das ist übrigens auch etwas, was ich immer wieder in der Berichterstattung im TV feststelle: Wenn über Schule und Schulpolitik berichtet wird, sieht man fast immer nur Bilder und Interviews aus Gymnasien. Als ob der Schulleiter einer Hauptschule keine Meinung hat! Anderer weiterführende Schulformen sind oft nur im negativen Kontext im TV vertreten, vor allem, wenn es um soziale Brennpunktschulen geht.

Alles im Allen ist die ganze Sache in erster Linie einfach eine Frage des Geldes und der Einstellung des Schulträgers zur Institution Schule und des Bildungsauftrags. An der Lehrerschaft wird die Digitalisierung jedenfalls insgesamt nicht scheitern, solange alles bezahlt wird, was benötigt wird.

6 Like

was ist ein schulträger? ich wohne in der schweiz. Primarschulen und Sekundarschulen werden von den Gemeinden bzw. Städte finanziert, Weiterführende Schulen (Tertiärstufe) Kantonal oder auch privat. Bei Privaten Bildungseinrichtigungen zahlt je nachdem der Kanton oder halt die Teilnehmer selbst.

Ah, so ähnlich hatte es meine Grundschule, wo ich 2002 bis 2006 war, waren ausgemusterte Firmenrechner, bei eine der Firmen hat zufällig auch mein Vater gearbeitet.
Und da war des ziemlich unbeliebte Windows ME drauf.
Die musste man dann auch noch physisch abschalten, lustigerweise hatte unsere Lehrerin dann schon einen ATX-Rechner, dies aber wohl noch nicht begriffen und ihn dadurch dann immer wieder ungewollt eingeschaltet.

An den weiterführenden war es gemischt, das Gymnasium wo ich bis 2012 war, hatten zumindest in zwei Räumen schon ein Smartboard, gegen Ende dann auch in vielen Räumen einen Ausklappteil der Tafel entfernt und dort dann ebenso ein kleineres Smartboard platziert.
Diese Schule ist übrigens die Keimzelle von IServ, dort war u.a. der Gründer und es wurde eben dort das erste von inzwischen weit über 1000 Systemen installiert.
Die Rechner waren aber Quälerei, Optiplex 380, damals durchaus noch iO, aber die haben scheinbar auch bis letzte Rille Windows XP draufgelassen, schon recht ärgerlich, da wir 2009 gleich ein paar Tage nach Release von XP auf 7 umgestiegen sind.

Der Schulträger ist hier für die Schule und deren anfallende Kosten zuständig - i.d.R. sind das die Gemeinden und Städte. Es kann theoretisch aber auch der Landkreis sein. Problematisch wird das, wenn die Städte chronisch pleite sind. Dann laufen Investitionen oft nur in Eigeninitiative der Schule oder (wenn vorhanden) über den Förderverein. Es gab bei mir Anfang der 2000er Jahre Fächer, in denen wir mit DDR-Lehrbüchen und DDR-Material gearbeitet haben (und damit meine ich nicht Geschichte). Meine Stadt hat jetzt schon aus Kostengründen überlegt, die Gesamtschule an den Landkreis zu übertragen, um ein Problem los zu werden.

Glück haben meistens die Schüler, die in Neubaugebieten rund um Berlin wohnen. Hier werden meistens auch neue Schulen gebaut und die sind entsprechend modern ausgestattet.

Schulen brauchen Bücher, Tafeln, Füllfederhalter, Bleistifte und Schreibpapier - auf keinen Fall Elektroschrott. Schreiben, Rechnen, und die Fähigkeit, sich Wissen durch Bücher anzueignen sind essentiell - nicht das Versauen der Kinderaugen durch Display-Gestarre.

Die Digitalisierung allgemeinbildender Schulen wäre ein Fortschritt - aber ein Schritt fort in die falsche Richtung. Und das sage ich als hauptberuflicher Softwareentwickler und Informatiker.

Füller?!

Ja bist du denn des Wahnsinns? Viel zu neumoderner Kram. Federkiel und Tintenfass tuts auch. Ach was sag ich, brauch man auch nicht. Schiefertafel und Keil!

2 Like

Da sprichst du wahr. Es geht halt nicht, daß fortschrittliche Kinder uns dann unsere Jobs wegnehmen, weil sie mit den Medien aufwachsen. Es heißt ja nicht umsonst: durch die harte Schule des Lebens gehen.

Wer behauptet bitte, dass das alles abgeschafft wird, sobald eine Schule mal digital etwas aus der Steinzeit geholt wird?

Du als IT-begabter Mensch solltest eigentlich froh sein, wenn in Zukunft entsprechende Talente schulisch (ein wenig) gefördert werden könnten.

Es geht gar nicht darum den Unterricht komplett digital zu gestalten. Aber ich habe z.B. in meinem Matheunterricht faktisch keine gescheite Möglichkeit mit den Schülerinnen und Schülern z.B. Tabellenkalkulation zu üben oder mit dynamischer Geometriesoftware (z.B. Geogebra) zu arbeiten. Beides wird aber in den Abschlussprüfungen vorausgesetzt.
Anderes Beispiel sind Internetrecherchen. Die Schülerinnen und Schüler sollen lernen, wie man an Informationen kommt und diese dann strukturiert usw. Ohne zeitgemäße Recherchemöglichkeit kann ich denen nicht helfen, diese Kompetenz zu erlangen. Diese wird aber in den Lehrplänen eindringlich gefordert.
Die klassische Tafel (egal ob Kreide oder mit Filzstiften) wird es weiter geben, weil sie einfach für gewisse Dinge viel zu praktisch ist. Es geht nicht darum, auf Teufel komm raus alles nur noch digital zu machen. Die Schülerinnen und Schüler sollen z.B. auch weiterhin geometrische Konstruktionen mit Zirkel, Lineal und Bleistift machen, aber für den Erkenntnisgewinn ist eine dynamische Geometriesoftware ungemein wertvoll.

7 Like

Ich arbeite ebenfalls als Lehrer und finde die Reportage gelungen. Wie @Velasco richtig anmerkt, hängt es vor allem vom Schulträger ab. Dass viele in der Lehrerschaft eine Technikphobie hätten, ist ein Vorurteil.
Was mir Sorgen bereitet, ist der hemmungslose Einsatz digitaler Endgeräte schon im jungen Alter. Sicher sind Kritiker wie Manfred Spitzer z.T. sehr störrisch und lehnen das als Teufelszeug ab, aber die Studien sind dennoch da. Ab Klasse 8 an Tablets arbeiten, finde ich okay, aber früher lieber nicht, da wird die kognitive Entwicklung massiv beeinflusst und zwar nicht zum Positiven.
Ich bin selbst technikaffin, aber unser Träger überlässt die Digitalisierung komplett dem Kollegium und dementsprechend improvisieren wir viel, auch während Corona hatten wir keine Plattform, sondern haben uns mit eigenen Mitteln geholfen. Ich habe jedoch das große Glück an einer Schule mit teils hoch intelligenten Schülern zu arbeiten, die fast alle problemlos selbständig arbeiten konnten.
Wie im Interview an mehreren Stellen deutlich geworden ist, ist Digitalisierung aber nur ein Schritt von vielen. Besonders dramatisch empfinde ich die Pandemie daher vor allem wegen des ausbleibenden sozialen Kontakts. Lehrer und Schüler, Schüler und Schüler als Großgruppe. Das sind Defizite in der Persönlichkeitsentwicklung, die für die Heranwachsenden immens wichtig sind. Und dann gibt es natürlich noch das riesige Problem der Schüler mit Förderbedarf, die fallen aktuell einfach hinten ab, weil das in Einzelbetreuung nicht leistbar ist, und da kann man noch so engagiert sein, das bleibt trotz aller Kontaktaufnahmen nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

1 Like

Interessant beim Thema ist immer, wenn es um die Kosten geht. Klar ist die Erstausstattung teuer, aber wenn bspw. Schulen modernisiert werden, dann schmeißt man das alte Zeug einfach weg.

Kenne da flüchtlig zwei Leute, die arbeiten u.a. bei solchen Projekten mit. Von einfacher IT-Technik über Beamer bis zu interaktiven Whiteboards landet dort alles in der Tonne oder alternativ in der Garage der Arbeiter. Also mit Tonne mein ich wirklich Müll, da stehen riesige Container draußen, wo die Technik reingeschmissen wird zur Entsorgung.

Da fragt man sich schon, wieso man das Zeug nicht an andere Schulen günstig verkauft, welche noch nicht so gut ausgestattet sind.

2 Like

Ich habe das große Glück, dass meine beiden Kinder seit diesem Jahr mit der Schule durch sind. Ja, Corona-Abitur, aber immerhin.

Von der Grundschule will ich gar nicht reden, da muss digitales Lernen noch nicht sein. Aber wenn ich mal so an die Sekundarstufe 1 und 2 zurückdenke: Da wird noch wie in den 70ern mit Kreidetafeln, Overheadprojektor und Referaten auf Papptafeln gearbeitet, es ist einfach unglaublich.

An dieser Aussage aus dem Jahr 2015 ist schon was Wahres dran: „Ich hab keine Ahnung von Steuern oder Versicherungen. Aber ich kann ’ne Gedichtsanalyse schreiben. In vier Sprachen“.

Ja, das hast du dir schon selbst beantwortet, bei den öffentlichen sind es in den meisten Fällen eben Städte und Gemeinden, aber es gibt eben auch einige Privatschulen, hier in Braunschweig betreibt bspw. das CJD so eine.
Gibt auch Kooperationen, die große Berufsschule hier (Heinrich Büssing Schule) wurde in den letzten Jahren umfangreich saniert und dafür hat man sich mit dem Baukonzern Hochtief zusammengetan.

Apropos Berufsschulen, die sind mMn deutlich besser aufgestellt was das angeht im Vergleich zu den allgemeinbildenden, an der besagten HBS, an die ich ging, gab es schon 2013 Klassenbuch online und haben vor ein paar Jahren zwei aktuelle CNC-Maschinen von DMG [Mori] bekommen, eine DMU 50 und eine CTX müsste es sein, so ein Teil kostet gleich mal locker 100k €.
Hierbei hat man aber natürlich die ansässigen Ausbildungsbetriebe im Nacken, wie VW, Siemens und ein paar andere wie Bühler (kennst du als Schweizer vielleicht auch, haben die Ausbildung hier in Braunschweig (ex-MIAG) aber kaputtgespart und schrumpfen das Werk komplett zusammen, mein Vater war dort Ausbilder), BMA/Pro ASS, in Salzgitter neben VW noch MAN, SZAG, Alstom/Voith, mit denen man sich eben regelmäßig trifft.
Da muss man eben bspw. für die KFZ-Mechatroniker auch mit der Zeit gehen und schult seit einiger Zeit auch an E-Autos und kann nicht mehr irgendwelche antiquierten Demonstrationsmodelle, wie sie gerne Fahrschulen ausstellen verwenden, für Mechatroniker natürlich auch zeitgemäße SPS-Systeme usw.

Ansonsten ist die Schule, auf die mein kleiner Bruder geht auch recht gut, die IGS Franzsches Feld, das Gebäude ist vielleicht architektonisch etwas abschreckend, wurde nämlich für das Luftflottenkommando unter Göring gebaut, die haben 2006 den deutschen Schulpreis bekommen und arbeiten auch mit Tablets, mein Bruder ist in einer der ersten Klassen, 3D-Drucker haben sie auch, da ist auch der Schulleiter der Antrieb.

DAS ist mMn auch eines der großen Probleme, manche sind ja eben durchaus interessiert daran, aber sicherlich gibt es auch einige, die davon nicht soviel begeistert sind, dazu noch einige aus dem Kollegium und man tritt auf der Stelle.
Bezüglich der Weiterbildung sollte man diesbezüglich definitiv Anreize schaffen, bessere Besoldungsstufe (in der freien Wirtschaft mitunter Gang und Gäbe, wenn man sich eben weiterbildet, Techniker/Meister usw. macht) und die „Betonköpfe“ werden eben nicht hochgestuft (vielleicht aber mit Altersobergrenze, die kurz vor der Pensionierung muss man nicht unbedingt mehr mitnehmen in dem Sinne).

Und natürlich müssen der Staat bzw. die Bundesländer und Kommunen noch viel mehr Geld generell für Bildung in die Hand nehmen, ich weiß auch nicht, wohin die ganzen Steuereinnahmen da gehen, in die Verteidigung ja offensichtlich auch nicht, so marode wie die Bundeswehr ist.

Danke für den Einblick. Finde das Lernenden auch das Recht gegeben werden sollte mit und an modernen Medien ihr Kenntnisse praxiserprobt auszubilden, zu prüfen und zu erweitern. Ein handfestes Konzept aber dringend notwendig indem vorgelegt werden muss, wie die Technik verwendet werden soll und auch die Serviceverantwortungen umfasst – sowie die Datenschutzrechtlichen Aspekte und laufenden Kosten verwendeter Lizenzprodukte.

Für einige Bereiche wäre es zudem langfristig eine kurzsichtige Entscheidung zur preiswerten Endverbraucherversion zu greifen, statt zum deutlich teureren Geschäftlichen System. Damit der Bildschirm zwar in acht Jahren eher eine niedrige Auflösung hat aber trotz Dauereinsatz noch eine annehmbare Leuchtkraft aufweist.

Durch die notwendigen regelmäßigen Prüfungen und Zertifizierungen der elektrischen Einrichtung, die Absicherung gegen Katastrophen oder Vandalismus steigen die Ausgaben weiter. So kann es durchaus sein das einige, aus privater Sicht, überdimensionierte Fördersumme für den tatsächlichen schulischen Bedarf plötzlich praxisuntauglich mickrig wird – und im Einzelfall der Mehrwert für die Schüler als zu gering angesehen wird.

weitere (lokale) Bedenken ob die Digitalisierung im Falle einer klammen Haushaltskasse das richtige ist

Schon die Studiengebühren waren, auf die eine Schulform begrenzt, ein Anreiz für die Digitalisierung. Während einige wohlhabende sich neben Beamern und Laptops sogar digitale Türschilder leisteten bunkerten andere das Geld, wie entsprechende Dokus gezeigt haben.

Beim jüngeren Digitalpakt gaben viele Gemeinden an, gar nicht den nötigen Eigenanteil leisten zu können um von den Fördergeldern profitieren zu können. Selbst für drängendere Instandhaltungsarbeiten fehlten die Mittel. Digital wäre hier eine Fehlinvestition. Unter kaputten Heizungen und feuchten Wänden nicht nur die Lernenden und Lehrenden, sondern auch die Lernmedien leiden.

Vor Ort ist die Ausstattung, Erinnerungen nach, ausreichend wenn auch nicht vorbildlich. Investitionsstau gibt es dabei in vielen Bereiche, einige welche seit Jahrzenten in roten Zahlen ungebremst weiterwachsen. Von einer zusätzlichen Digitalisierung ginge das Risiko aus das vor allem Serviceanbieter und Lizenzgeber sich ihre Leistungen vergolden würden.

Vor zwei Jahrzenten erleben dürfen. Ein entsprechendes Kleinunternehmen wurde so zum bundesweit agierenden Mittelständler. Gewachsen aus Serviceverträgen mit Schulen, inzwischen ein ‚kostensenkender‘ Dienstleister für andere Mittelständler abseits des Bildungssektors.

@NostalgikerinHatte BWL / BPA welche von der Wirtschaftslobby kommen und auch in der Erwachsenenbildung stark beworben werden. Zins(eszins) gab es auch ohne Algebra problemlos zu lernen. Bundesländern in denen das kein Thema ist, scheinen tatsächlich nicht auf der Höhe der Zeit - aber verallgemeinerte Herr Alexander Armbuster der FAZ hier nicht zu deutlich?

Den praxisnahen und kritischen Umgang mit Versicherungen lernte ich tatsächlich erst in der Aus- und Fortbildung und Mieten waren nur im Bezug der betrieblichen Standortauswahl ein Thema. Dabei hatten die Wirtschaftsfächer kein gleichwertiges Gegenstück. VWL reichte als einziges Gegenstück nicht, un war nicht hochwertig genug. Ein Nebeneffekt war das bei vielen hängen blieb, dass Steuern, Gewerkschaften und Schutzregulierungen zugunsten von Endverbauern und Mitarbeitern grundstäzlich Wirtschafts- und somit Wohlstandsfeindliche Aspekte seien.

An Kreidetafeln ist grundsätzlich nichts auszusetzen, deren Vorzüge werden ja auch in der Reportage genannt. So ein Polylux mag zwar veraltet sein, aber macht es einen Unterschied ob die Arbeitsblätter per Polylux oder Beamer an die Wand geworfen werden? Abschreiben müssen die Schüler das trotzdem.

Naja, Wirtschft war bei uns immer ein freiwilliges Fach und oh Wunder, die wenigsten wollten das belegen. Zum Leidwesen von mir und ein paar anderen, die dann bspw. in den Technikunterricht mussten, da keine Wirtschafts-Klasse zusammen kam.

Man kann das also auch von der anderen Seite sehen :wink:

[quote=„Naked_Snake, post:18, topic:81922“]
An Kreidetafeln ist grundsätzlich nichts auszusetzen, deren Vorzüge werden ja auch in der Reportage genannt. So ein Polylux mag zwar veraltet sein, aber macht es einen Unterschied ob die Arbeitsblätter per Polylux oder Beamer an die Wand geworfen werden? Abschreiben müssen die Schüler das trotzdem.

Nicht dein Ernst, oder? Was ich damit sagen wollte war: In der heutigen Zeit sollte es keine Arbeitsblätter mehr geben, die die Schüler einfach nur abschreiben müssen. Und nein, auch keine Kreidetafeln mehr.

Naja, Wirtschaft war bei uns immer ein freiwilliges Fach und oh Wunder, die wenigsten wollten das belegen. Zum Leidwesen von mir und ein paar anderen, die dann bspw. in den Technikunterricht mussten, da keine Wirtschafts-Klasse zusammen kam.

Man kann das also auch von der anderen Seite sehen :wink:
Darf ich mal fragen, von welcher Zeit wir hier sprechen? Wann war denn dein Schulabschluss? Auch 2015?

Lieber die Arbeitsblätter direkt aufs Tablet schicken, da können sich die Schüler diese bei Bedarf mal durchlesen :smiley:

Ein wenig länger her^^