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Folge 173: Wunschfilme September

Hier kann darüber diskutiert werden!

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Meiner Meinung nach wäre der Film der perfekte Abschluss der Simpsons-Serie gewesen. Leider wird sie weiterhin irgendwie am Leben erhalten. Inzwischen versucht man sich wohl auch irgendwie immer auf witzige Weise mit sozialkritischen Themen auseinander zusetzen, allerdings sehr halbherzig und nicht wirklich bissig (das kann South Park inzwischen deutlich besser).

Was sehr schade ist, ich habe die Simpsons immer gemocht, inzwischen schaue ich diese Serie überhaupt nicht mehr.

Ich bin dann mal weg: Ich bin gespannt, was @loona zu dem Film sagt, diese Perspektive fehlte mir in der Besprechung. Habe den Film nicht gesehen, bin davor immer zurück geschreckt, übrigens auch vor dem Buch, weil ich „Küchentisch- und Glückskeks-Philosophie“-Befürchtungen hatte. Vielleicht unbegründet?

Basic Instinct. Das ist einer jener Filme, die ziemlich großen Einfluss hatten. Und zwar auf folgende Weise (ähnlich wie übrigens auch „Das Schweigen der Lämmer“): Sie haben ein etwas eingeschlafenes Genre für’s Kino wieder belebt und wahnsinnig viele Nachahmer-Filme, größtenteils natürlich wesentlich schlechter, verursacht. Erinnert sich noch jemand an die Fülle der amerikanischen TV-Thriller aus den 90ern? Basic Instinct hatte sicherlich einen großen Anteil daran. Der Film an sich… ist hervorragend, keine Frage. Aber dieser Film erreicht mich heute nicht mehr so wie damals. Vielleicht liegt es daran, dass die Darstellung von und das Spiel mit Erotik heute weit fortgeschrittener ist und niemand mehr ein Interesse daran hat, die Verhör-Szene vergrößert und in Zeitlupe abzuspielen, vielleicht liegt es daran, dass die Spannung weg ist, nach dem man den Film ein mal gesehen hat. Der Film kam zur richtigen Zeit und war da auch gut aufgehoben. Wenn ich den Titel des Filmes höre, muss ich übrigens immer zuerst an eine Parodie von Harald Schmidt auf Susan Stahnke und deren damalige Hollywood-Ambitionen denken. Vielleicht gibt es noch den ein oder anderen alten Sack, der sich daran erinnert :wink:

Ach ja… Christoph Schlingensief. Es gibt kaum jemanden, den ich so vermisse wie ihn…

Christian irrt leider, was die >>Stirb Langsam-Die Simpsons<< Kombintion anging. Er sagte, es lief ein Simpsons-Vorfilm vor „Stirb langsam 2“ (1990). Daran kann ich mich nicht erinnern. "Nur im Bordkino im Flugzeug von John Mclanes Frau sieht man eine Szene aus einer „neueren“ Simpsons-Folge „Eine ganz normale Familie“. Als „Die Hard - Stirb Langsam“ von John McTiernan (1988) in Deutschland im Kino gezeigt wurde, lief als Vorfilm eine sehr kurze Folge von „Die Simpsons“. Aber es stimmt, dass die „Tracy Ullman Show“ sog. Simpsons-Shorts zeigte, weil James L. Brooks beide Serien produzierte. Einer der Shorts [http://www.simpsonsarchive.com/guides/tracey.ullman.html] wurde als Vorfilm eben für „Die Hard“ (1988) verwendet. Ich weiss heute nicht mehr, welcher. Ausserdem tauchten die Simpsons im Film mindestens noch einmal im auf. Nämlich als John seine Kinder (er sprach am Telefon mit Lucy) anrief und nach ihrer Mutter verlangte, schauten die Kids gerade eine Simpsons-Folge im TV. Ich hatte beide Filme in Lübeck im Kino gesehen und wunderte mich damals den Vorfilm vor dem ersten "Die Hard-"Teil gesehen zu haben aber dann (1990) nicht mehr vor dem zweiten Teil.

Also ich muss hier einige Missverständnisse zu den SIMPSONS aufklären.

  1. Die Synchro ist nicht Solide. Als das ZDF noch die Oberhand hatte, da haben die darauf geachtet. Pro7 hat dass dann anfangs weitergeführt, aber dann immer mehr schleifen lassen. Ich sage nur „Isotopen spielregeln“ oder die Überholspur (wobei das ein Witz war der Kulturell nicht funktioniert und einigermaßen gut gelöst wurde.

Jedenfalls gab es immer wieder Falschübersetzungen die ein Gespräch völlig aus dem zusammenhang brachten.

  1. Es gab in der Serie NIE NIE NIE eine Szene in der Trump die Rolltreppe herunter gefahren ist, BEVOR trump in der realität die Rolltreppe heruntergefahren ist. NIEMALS. Diese Szene entstand erst kurz danach. In den Medien wurde das als „Vorhersage“ genutzt. Es gab allerdings eine Folge die schon ein bisschen älter ist (so Staffel 14/15 um den Dreh) wo es einen Blick in die Zukunft gibt und Lisa US Präsidentin wird. Dort wird gesagt, das Trump Ihr direkter Vorgänger war und ein Chaos hinterlassen hat. Trump wird in dieser Folge nicht gezeigt, sondern nur erwähnt.

Was Vorhersagen angeht sind die Simpsons aber trotzdem relativ gut

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Ich kann Christian nur beistimmen, dass das Hörbuch „Ich bin dann mal weg“ sehr unterhaltsam ist. Ich habe es schon dutzende Male gehört (auch schön beim EInschlafen… :wink: ).
Den Film kann man sich zwar mal ansehen, ist aber im Grunde völlig überflüssig und vom Buch her stark verfremdet.
Gute Wander-/Pilgerfilme hingegen sind „Wild“ mit Reese Witherspoon (auch eine großartige Buchvorlage!) und „Dein Weg“ mit Martin Sheen. Ebenfalls gut und sehr lustig ist „Picknick mit Bären“ mit Robert Redford und Nick Nolte (wenn man mal davon absieht, dass die Hauptfiguren 30 Jahre älter sind als in der Buchvorlage).

Nein. Ich irre mich nicht. Der Simpsons Clip lief damals in Lübeck (neues Zentral) vor Die Harder und war auch auf dem Vhs Band enthalten.

also als großer Hape Kerkeling-fan freut es mich, dass der Film gleich beim zweiten Mal gewählt wurde…
zur Info: Er hat Gallenkolik und Hörsturz kurz vor seinem Pilgerweg

Hape Kerkeling wollte allgemein nicht mehr vor der Kamera unabhängig von dem Erfolg des Buches, mit 18 Jahre hat er begonnen, irgendwann ist die Luft raus nach seinem TV-Pensum

es gibt dabei verschiedene Ebenen zu betrachten:
Er selber ist den Weg 2001 gelaufen und hat einen wahnsinnigen Run damit auf den Weg nach Veröffentlichung erzeugt
Viele kennen das Hörbuch, was wirklich sehr schön, spannend und unterhaltsam gelesen ist, besonders für lange Autofahrten geeignet
Der Film kann schwer den Spirit des Weges rüberbringen, es ist als wenn man Drogen nimmt…diese Weg-Euphorie kann man schwer beschreiben…am besten mit „Runners High“ zu vergleichen…
auch die Sprachwitze und Übersetzungsfehler wurden weggelassen, sehr schade,
die Naturaufnahmen sind zum Glück original. Auch die lustigen Begegnungen sind nicht so rübergekommen. Devid Stresow versucht sein bestes. Genauso wie das Leben ist der Weg auch mal langweilig und unaufgeregt. Fazit: da wäre noch mehr filmisch möglich gewesen, wenn es bei bei der Buchvorlage geblieben wäre…
Die Kindheit wird besser in dem Film „Der Junge muss an die frische Luft“ dargestellt, der gerade auf DVD erschienen ist. Die Schauspielerleistung von dem 9jährigen Jungen phantastisch, sehr viel Gefühle weckt er sowohl positiv als auch negativ…

wer noch mehr Impressionen haben will hier nochmal die Folgen „Old Guys on Tour“
mit Karl Dall, Harry Wijynvoord, Frederic Meisner und Jörg Dräger, Björn-Hergen-Schimpf
https://www.tele5.de/ogot/ wunderbares Slow-TV

warum eigentlich mal nicht eine Special nur mit Wanderfilmen? ich wäre gerne dabei
folgende Filme wären auch zu Besprechen:






wie schon genannt: http://www.filmstarts.de/kritiken/108681.html

bin demnächst auf dem Camino Frances :slight_smile: „ich bin dann mal weg“…

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Das hatte ich mal bei den Themawunsch-Folge für April diesen Jahres vorgeschlagen. Die Resonanz war sehr bescheiden (bei der Abstimmung gaaaanz unten).
Natürlich befürworte ich das Thema immer noch! :wink:

Den von dir vorgeschlagenen Film „Saint Jaques… Pilgern auf Französisch“ fand ich allerdings grausam!

oder wir sammeln Spenden für die potenzielle Adventsnacht als Special? und hätten damit schon ein Etappenziel / Verwendungszweck?
den Saint Jaques-Film kenne ich noch nicht…

Weil das -sorry- unglaublich langweilig klingt :smile:

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Daher hatte mich das Abstimmungsergebnis damals auch nicht sehr gewundert. :grin:

Ist halt ein Nischen-Thema, wen interessiert das hier schon außer loona, mir, und… tja, wen noch?

Wanderfilme sind so auf einem Level mit dem Heimatfilm der 50er

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geht einmal mit allen Sinnen wandern, dann gibt es die Chance das nachzufühlen…auf der anderen Seite: Film „Picknick unter Bären“ ist unterhaltsam,…ohne dass man vorher gewandert haben muss

Hm, danke! Da fällt mir noch „Der letzte Fußgänger“ mit Heinz Erhardt ein! :smile:

Keine Wandervögel bei Massengeschmack…

Gekauft.

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Wäre auch für ein Wander-Special, ich wandere selbst und finde das Thema alles andere als langweilig. Habe auch alle genannten Filme schon gesehen. Bei der Gelegenheit (kenne sonst niemanden, der die Filme gesehen hat :smiley: ). „Der große Trip – Wild“…: Also entweder enthält der Film den größten Filmfehler der Filmgeschichte oder… ich hab’s nicht verstanden (Spoiler):

Der Film beginnt ja damit, dass sie auf einem Felsen sitzt, blutige Füße hat und dann ihre Schuhe verliert. Jeder der selbst wandert weiß, dass dich selbst eine Blase aus der Bahn werfen kann… und sie hat gleich mal komplett wunde und blutige Füße… und keine Schuhe mehr. Dann beginnt die Rückblende und die Wanderung beginnt. Ab da an geht der Film nicht mehr auf die Eingangsszene ein und es ist, als hätte es sie nicht gegeben, dabei hätte sie auf Grund der Situation und der Verletzung ja das Ziel niemals erreichen können. Hä??? Habe ich das total missverstanden oder ist es tatsächlich völlig unlogisch?

Dann darf ich dir weiterhelfen, indem ich mal kurz aus dem Buch zitiere: :wink:

„Während ich so dasaß und meinen Gedanken nachhing, fasste ich zum Rucksack hinüber und zog am Reißverschluss der Seitentasche. Der Rucksack kippte um, fiel direkt auf die Stiefel und traf den linken so unglücklich, dass er in die Luft katapultiert wurde, als hätte ich ihn geworfen. Ich sah zu, wie er - alles ging blitzschnell und schien zugleich wie in Zeitlupe abzulaufen - wieder auf dem Boden aufschlug, dann über die Felskante purzelte und geräuschlos zwischen den Bäumen verschwand. Vor Schreck stockte mir der Atem. Ich ergriff den anderen Stiefel, drückte ihn mir an die Brust und wartete darauf, dass die Zeit sich zurückdrehte, dass jeamnd lachend aus dem Wald trat, den Kopf schüttelte und sagte, alles sei nur ein Scherz gewesen.
Aber niemand lachte. Niemals. Die Welt, so hatte ich gelernt, machte keine Scherze. Sie nahm sich, was sie wollte, und gab niemals etwas zurück. Ich hatte tatsächlich nur noch einen Stiefel.
Also stand ich auf und warf auch den anderen über die Kante. Ich blickte hinab auf meine nackten Füße, starrte sie lange an, und dann begann ich, mit Klebeband meine Sandalen zu reparieren. Ich klebte so gut es ging die Sohlen zusammen und verstärkte die Riemen , wo sie zu reißen drohten (Anmerkung: Sie war wegen ihrer Fußschmerzen bereits vorher mehrfach in Sandalen gelaufen, die sich allerdings auch schon auflösten). Ich zog die Socken zu den Sandalen an, um meine Füße vor den Falten des Klebebands zu schützen. Ich fühlte mich schrecklich, als ich wieder aufbrach, tröstete mich aber mit dem Gedanken, dass mich in Castle Crags ein neues Paar Stiefel erwartete.“

Ich hoffe, dass hilft dir weiter. Ich weiß nicht mehr genau wie es im Film ablief, aber glaube mich zu erinnern, dass sie da auch mit angeklebten Sandalen unterwegs ist.
Das Buch ist jedenfalls uneingeschränkt zu empfehlen!

Und da sagt mancher Einer sowas wäre langweilig! Das sind Geschichten die das Leben schreibt! :grinning:

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Muss man sich eigentlich Sorgen um @eldorado machen, der schon zum vierten Mal in Folge nicht bei Pantoffelkino dabei war? Hoffentlich gibt es da hinter den Kulissen nicht noch weitergehende Unstimmigkeiten als man hier im Forum schon gemerkt hat.

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Danke Dir. Habe mir den Film gerade noch mal angeschaut, es gibt eine kurze Sequenz, in der sie mit Sandalen weiter wandert. Muss an dieser Stelle eingenickt sein :wink:

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