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Folge 146: Wunschfilme März

Hier kann darüber diskutiert werden!

So, ich wollt mir die Kritik zu Star Trek zwar erst mal komplett angucken, aber da muss ich jetzt was dazu sagen.

Ich find den überhaupt nicht langweilig, ich finde sogar, das der einer der besten ist. Ich finde diese “Längen” extrem atmosphärisch und finde das sollte ruhig öfter in Science Fiction Filmen bestand haben.

Den Anfang finde ich z.b. schon so toll, man hört tolle Musik, man wird langsam wieder in das alles eingeführt, tolle Bilder und schöne Musik. Klar, es passiert nicht viel, aber die Kombination zwischen Musik und Bild find ich so phänomenal das es eine enorme Atmosphäre erzeugt.

Genauso die “Einführung” der Enterprise, die Raumdock Szene, wo die Enterprise dann los fliegt, die Szene, in der sie um die Wolke um V’Ger reinfliegen. Ich hab den Soundtrack hier und liebe alle genannten Szenen, durch ihre Kombination zwischen Bild und Musik. Und höre mir die entsprechenden Tracks auch immer wieder gerne an. Ich find das alles so enorm atmosphärisch.

Klar, die Geschichte ist nicht neu, wurde in der Original Serie auch in einer ähnlichen Art bereits behandelt, hier halt nur alles noch größer und weiter und ja er ist auch kalt. Aber einfach aus den Atmosphärischen Gründen, find ich den so toll und genial.

Hat meines Erachtens nach, nicht wirklich was damit zu tun, das man jetzt unbedingt die tollen Effekte zeigen wollte, sondern einfach schöne Atmosphäre schaffen wollte.

Bei dem angesprochenen Vergleich zu 2001 find ich 2001 sogar teilweise etwas zäh und das er Längen hat. Z.b. die Szene, in der der Hauptcharakter (kann mich an den Namen nicht errinern) in den Monolith schaut und man wirklich geschlagene 10 Minuten nichts anderes als einen Drogen Trip erlebt. Bunte Farben und irgendwelche Panorama Stock Filmchen ebenfalls bunt gefärbt. Da guck ich mir lieber die Rundfahrt um die Enterprise an, da seh ich mehr und hab tolle Musik.

Meine Meinung.

Edit: Gibt es eine Möglichkeit die Super 8 Fassung in die Schatzkammer zu packen? Das würde mich jetzt richtig heftig interessieren!

Edit2: Ja, die Titelmusik von diesem Film fand bei Gene Roddenberry so einen enormen Anklang, das dieser die Musik als Titelmusik für TNG haben wollte! Im Endeffekt wurde das Originale TOS Theme und dieses hier kombiniert.

Erstmal Dankeschön für die schöne, tiefgehende Besprechung des Films.

Klar, der Film ist ein “Opfer” seiner Zeit - eine chaotische Produktionsphase, überforderte Tricktechniker, ein Gene Redenberry der sich in seine eigene Vision zu stark versteift, ein Studio ohne Gespür für das Phänomen Star Trek (so wie heute CBS es wieder macht) und der Versuch sich an sachen “anzubiedern” die zu dem damaligen Zeitpunkt populär waren, anstatt sein eigenes Ding zu machen - alles Punkte die im 2. Teil - “Zorn des Khan” deutlich besser liefen!

Auch ich als Trekki hab mit dem Film so meine Probleme, die Seegewohnheiten sind heute schlicht andere - während Zorn des Khan sehr gut gealtert ist, ist dieser Film auch für mich nur mit viel Earl Grey zu “ertragen” - dennoch und da muss ich meinen Vorredner zustimmen - es wurde nicht nur einfach versucht einen Lizenzfilm rauszuhauen, sondern es ist viel Mühe, Fleiß und Sternenstaub für diesen Film draufgegangen.

Hierzu auch mal ein Trailer - wenn man Star Trek The Movie neu schneiden würde - was man bekommen könnte - weil vom Thema gibts der Film her:

Desweiteren noch zwei Punkte:

  1. Ja, die Music - und zwar der Theme wenn man die Enterprise Refit das Erste Mal bestaunen darf, erklingt das spätere TNG Theme - Holger “The Trekki” hatte absolut Recht.
  2. Es war Robert Wise, der diesen Film gemacht hat - nicht Meyer wie Volker versehentlich gemeint hatte. Rober Wise war durchaus eine durchdachte Wahl - so hatte er ja schon einige Sci-Fi Filme zuvor gedreht wie z.B. Andromeda - Tödlicher Staub aus dem All - jedoch waren das alles orginäre Filme, während er nicht das Gespür für das Star Trek Phänomen aufbringen konnte. Nicholas Meyer hingegen war ein junger, noch unerfahrerener Regisseur, der aber genau der richtige für Teil 2 war. Ohne ihn, hätte star Trek sicherlich damals sein Ende gefunden.
  3. Der Film war überhaupt nicht unerfolgreich. So brach er am 1. Wochenende den damaligen Startrekord, den seit 1978 Superman inne hatte. Am Ende war er natürlich bei weitem nicht so erfolgreich wie Star Wars, aber es reichte für den 5. Platz in den Jahrescharts.

Lg
Corny

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An der “Vielzahl” der Posts ist zu erkennen, dass es eine eher schwache Wunschfilmfolge war. Mich selber hat nur From Dusk till Dawn interessiert, der Rest schlug mir eher auf den Magen (Danke Christian). Sei es der Betroffenheitsfilm vom Spielberg oder die Koprophagie-Orgie 120 Tage von Sodom. Boogie Nights geht so und Star Trek hat mich noch nie sonderlich begeistert.

Ja, wo sind die ganzen Leute, die die Filme gewählt haben? :face_with_raised_eyebrow:

Vielleicht gibts auch nicht so viel zu kommentieren. Es sind eben alles Standard-Klassiker verschiedener Coleur, über die weitgehender Konsens herrscht.

bei Schindlers Liste ist zu noch zu erwähnen, dass er immer ohne Werbeunterbrechung im TV gezeigt wird

das ist eine Falschbehauptung, die man mit 20 Sekunden Internetrecherche und drei Suchworten debunken kann.

fixed^^

Wow, RTLII ist also neuerdings ein Sender mit Sinn für Pietät.^^

edit: VOX und SuperRTL übrigens auch. Pro7 zeigt scheinbar immer einen Werbeblock, lässt dafür aber den gesamten Abspann laufen.

Erstaunlich, aber offensichtlich ja :astonished:

danke für den Hinweis,

maximal ein Werbeblock ist ok und immer gesamte Abspann, das möchte Herr Spielberg so

verfälsche nicht mein Zitat!

*fixed

Tut er doch gar nicht.

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das ist mein Zitat, nichts weiter…

siehe oben. die Ergänzung sind nicht meine Worte…

fixed ^^

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Ja natürlich. ich verstehe nicht ganz wie man die Ähnlichkeit überhören kann:

Jedenfalls bin ich gerade dabei mit die Star Trek Filmreihe durchzusehen und bisher fand ich „Treffen der Generationen“ am schlechtesten. Star Trek 1 ist tatsächlich an vielen Stellen zu lang, was ich aber als „So hat man halt in den siebzigern Filme gemacht“ abgetan habe. Dass der selbst für die Siebziger zu lang ist, ist mir nicht bewusst gewesen.

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Wolfgang M Schmitt setzt sich nun auch nochmal mit DIE 120 TAGE VON SODOM auseinander:

@eldorado Ich lese die 120 Tage von Sodom gerade nebenbei, und es ist natürlich, wie du schon sagst, keine Faschismuskritik, auch wenn Machtpositionen und eine Kritik am Adel, der sich an seiner Bevölkerung bereichert, durchaus eine Rolle spielen.

Worum es dem Marquis de Sade so richtig ging, wird sich nicht klären lassen, schon allein weil das Buch zu 3/4 nur fragmentarisch erhalten ist, d.h. von den 120 Tagen sind nur die ersten 30 Tage überhaupt fertiggestellt worden, bevor ihm das Skript (er hat den Roman ja in Gefangenschaft geschrieben) aus den Händen geraten ist. Er selbst hat es Zeit seines Lebens auch für zerstört gehalten. Ironie des Schicksals, dass es jemand eingesammelt hat, während sein letztes großes Werk von seinem Sohn ins Feuer geworfen wurde und tatsächlich für die Nachwelt vollständig verloren ist.

Ich denke nicht, dass es um Freiheit ging, dafür ist es wirklich bei weitem zu brutal, selbst für heutige Maßstäbe noch absolut inakzeptabel. Es ist eigentlich richtig schade drum. Man sagt dem Marquis auch oft nach, er wäre ein sexueller Aufklärer gewesen, ja auch schon feministisch, und das ist sicher nicht völlig von der Hand zu weisen. Wir haben hier diese reichen Adelsmänner, die sich jede Perversion auf der Welt leisten können, und als erstes wählen sie passiven Analsex. Ist doch sympathisch. Und auch seine Frauenfiguren sind immer fleißig involviert und nicht nur Opfer. Er bildet hier wirklich ein äußerst breites sexuelles Spektrum ab, und ist sicher nicht umsonst wortwörtlich der Vater des Sadismus.

So, und dann macht er aber was sehr problematisches: Im Laufe dieser Ausschweifungen werden seine Figuren immer extremer. Wer früher auf Würgen stand, der erstickt nun seine Sexualpartner zwischen Matratzen. Wer auf Nadeln stand, vergewaltigt seine Partner auf einem Nagelbrett usw. Ich denke, er hat hier, weil er so lange isoliert war, und sich seine Neigung verschlimmert hat, irgendwann die Fehlannahme getroffen, dass das bei derartigen Vorlieben wohl immer so ist. Ist wirklich schade drum. Er war ja nun kein Freund der Kirche, aber wenn er quasi schreibt: Heute Arschficker, morgen Mörder, Folterer, Kinderschänder, dann war das letztlich nur Bestätigung für deren lustfeindliche Haltung.