MAXimal Musik Folge 14. Hier kann darüber diskutiert werden!
Max ist bekanntermaßen nicht nur Musikfan, sondern auch Filmfreak - und so passt es ja ganz gut, in dieser Folge mal seine fünf persönlichen Lieblings-Soundtracks vorzustellen. Dabei belässt er es nicht nur bei den Filmen, sondern stellt auch die jeweiligen Komponisten ein wenig genauer vor. Dazu gehören u.a. Clint Mansell und Elizabeth Lutyens.
Als Fan von Clint Mansell muss ich zu dem Thema kurz ein Guilty Pleasure loswerden:
Eines der besten, eher unbekannten Werke von Mansell ist für mich nach wie vor der Sountrack zu „Wind Chill“ („Der eisige Tod“). Die Musik, als Emily Blunt am Schluss des Films dem Geist ihres Mitfahrers zur Tankstelle folgt und ganz am Ende auf sein Foto auf ihrem Handy schaut, gibt mir immer wieder Gänsehaut. Ich weiß, der Film gilt als billiger B-Movie, aber ich liebe dieses Ende.
Da du ja, lieber @max.stascheit, gestern verhindert warst. Könntest du dann an dieser Stelle nochmal deine Meinung zum gestrigen ESC geben?
Das würde mich freuen.
Danke, dass du da bist!
Mein persönlicher Lieblingssoundtrack ist tatsächlich auch das erwähnte „Requiem for a dream“. ^^
Es ist einfach ein durchgehendes Werk. ^^
Ansonsten bin ich eher bei Videospielmusik mit Nobuo Uematsu!
@lzIuNAT : Aber klar. Hier mein ESC-Fazit: Österreich top, Italien auch… und der Rest? Naja…!Der ESC war wieder ein (ziiiiiiiemlich bunter) Mix aus Glitzer, Windmaschinen (auch bei der Punktevergabe?) und fragwürdigen Tanzbewegungen. Beim Zuschauen und Anhören hatte ich gelegentlich (oder vermehrt) das Gefühl, dass der ein oder andere Beitrag eher aus dem Bereich „MG-Weihnachtsfeier-Karaoke“ war. Und da hatten wir Etienne, der hätte besser als Deutschland dieses Jahr abgeschnitten.
Jesus, war dieser Sauna Song und der Kerl von Eiffel 65 scheiße… sorry!
Aber dann kam Österreich und YES! Was für ein Auftritt: Energie und eine großartige Stimme, hoher Gesang ist eh meins - das war der absolut verdienter Sieg in meinen Augen! Auch wenn ich dachte, Celine Dion überrascht ihn und übergibt dann den Preis. Aber die ist wohl einfach zu krank mit ihrer Autoimmunerkrankung.
Und Italien – generell meine „Baustelle“ (der geneigte MM Zuschauer weiß sicher, was ich meine) , aber die beiden Jungs waren bei dem ganzen Pyro, Beats & Drama echt richtig angenehm bodenständig und die Musik klang Oldschool (und hatte einen guten Hauch David Bowie intus). Fand ich richtig stark.
Den Rest hab ich schnell vergessen.
Ach und noch zu BALLERN: Ich möchte einfach nur wissen, wer dachte, dass der Käse ne Chance hat. Obwohl, bei dem Rest war das noch die Nummer, von der ein bisschen was hängengeblieben ist…
Das waren meine zwei Cent zum ESC.
Was war denn an dem Kerl so scheiße, gesungen hat er ja nicht? Der Song passte wohl nicht zum ESC, offensichtlich. Auf meine Playlist hat er es aber geschafft.
Italien war allerdings auch mein Favorit, da stimme ich absolut überein. Diese Meinung hatte sich im ersten Halbfinale spontan gebildet, und bis zum Schluss nicht mehr geändert bei mir. Und tatsächlich hat er ja immerhin deutlich besser abgeschnitten, als es die Odds behaupteten.
Bei eher instrumentalen, ambienten Soundtracks gefallen mir Inception (Hans Zimmer), Nightmare on Elm Street (Charles Bernstein), Game Of Thrones (Ramin Djawadi) und The Expanse (Clint Mansell) sehr gut.
Wenn es um Dark Ambient geht, kann ich Cryo Chamber empfehlen: https://cryochamber.bandcamp.com/ . Die haben unter anderem einigen Figuren aus dem HP Lovecraft-Universum Soundtracks gewidmet. Sehr geil ist auch die dystopische Jahres-Serie von Sabled Sun - das letzte betrachtete Jahr ist 2150: 2150 | Sabled Sun | Cryo Chamber .
Beim ESC haben mir dieses mal viele Lieder gefallen - der Sauna-Song bleibt im Ohr hängen - hat aber leider nicht gewonnen. Richtig gut gefallen haben mir auch Estland, Lettland, Litauen, Albanien, Schweiz, und Italien. Österreich fand ich OK, aber war mir ein bisschen zu viel Nemo-Klon.
Unter meinen Favoriten ist unter anderem Éric Serra, hauptsächlich für Luc Besson, aber eben auch bei Goldeneye, womit man in dieser Reihe mit ihm mal wirklich etwas neues gewagt hat:
Dann Das Boot von Klaus Doldinger.
Und einzelne Stücke u.a. Delta Force von Alan Silvestri:
Das Terminator Theme in der längeren Version (läuft im Abspann), an sich scheint das von T2 beliebter zu sein, aber das catcht mich nicht so, da finde ich das vom ersten viel düsterer:
Zu meinen Favoriten zählt auf jeden Fall der Soundtrack von The Fog, insbesondere der Part, in dem der Nebel langsam aber unaufhaltsam in den Küstenort hineinwandert.
Und, um Ennio Morricone einmal erwähnt zu haben, der Soundtrack zu Argentos „Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe“. Ein wunderbares Stück, das auch von Tarantino in Death Proof zitiert wurde, weswegen der Film auch einen Stein bei mir im Brett hat.
Predator von Alan Silvestri ist für mich einer der besten 80er Actionfilm-Soundtracks, der vor allem aus Suspense besteht. Das Main Theme ist sowieso genial. Aber auch die anderen Tracks überzeugen. Wenn sie den Hubschrauber finden, das ist für mich eines der packendsten Stücke vom Album:
Ansonsten bin ich vor allem den italienischen Horror-, Giallo- und Thriller-Soundtracks zugetan. Fabio Frizzi, Stelvio Cipriani, Bruno Nicolai, Riz Ortolani, Morricone, usw. In den 70ern und 80er gab es einfach viele sehr gute Soundtracks in diesen Genres.
Es fällt mir schwer, irgendwas herauszustellen. Aber Geisterstadt der Zombies von Frizzi gehört sicher zu meinen Lieblings-Soundtracks. Ein Meisterstück ist Sequenza Ritmica E Tema. Nicht nur im Filmkontext; das ist einfach generell ein unfassbar geniales Musikstück. Das vertrackte Schlagzeug, der brummende Bass, das Orgelgequietsche, herrlich.
Als Freund von 60er Jahre Exotica, komme ich an Les Baxter nicht vorbei. Der Exotica- und Lounge-King hat eine Menge an Film-Soundtracks komponiert und arrangiert (z. B. auch für die Poe-Verfilmungen von Roger Corman). Hervorheben will ich hier den Soundtrack zur US-Version von Mario Bavas Die Stunde, wenn Dracula kommt.
Im Vergleich dazu das Titelstück von Roberto Nicolosi für die italienische Version, die auch sehr gut ist.
Und um noch einen neuen Film zu nennen: Shadow in the Cloud. Der Film ist leider eher mittelmäßig, aber der Electro-Synth-Soundtrack von Mahuia Bridgman-Cooper böllert ordentlich.
La Comunidad - allein unter Nachbarn gibts grad bei Prime. Danke Max, dass du mir den nochmal in Erinnerung gerufen hast. Ein wirklich bitterböser Film, den mir mein verstorbener Onkel damals zum ersten mal gezeigt hat und von dem Ich meine Liebe zu den kleineren etwas abartigen Filmen habe
Wer den nicht kennt unbedingt mal ansehen, hier ein Trailer dazu.