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Folge 134: Buddhismus aktuell, Bild-Kolumnen

Pressesch(l)au Folge 134. Hier kann darüber diskutiert werden!

Lars gestaltet einen Teil der Sendung diesmal ein wenig religiös-spirituell, denn er blättert in der Zeitschrift „Buddhismus aktuell“. Welche Lebensweisheiten hat das Magazin wohl zu bieten? Außerdem hat die Bild-Zeitung mal wieder einiges geliefert, u.a. eine Kolumne des stellvertretenden Bild-Chefredakteurs zum Thema Aktien und Sparbuch.

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Ich verstehe die Kritikpunkte an Herrn Lokoschat Kommentar nicht. Natürlich sind Sparbuch und Aktien zwei Paar Schuhe. Und das eine schließt das andere auch nicht aus. Das hätte Herr Lokoschat (und auch Lars) gerne erwähnen können. Dass die Inflation langfristig das Ersparte auf einem Sparbuch auffrisst, sollte klar sein. Von daher ist es mir nicht begreiflich, dass Hierzulande so wenig Menschen in Aktien (=Unternehmen) investieren. Ich muss dafür auch nicht gleich10.000€ in die Hand nehmen. Wer kann das schon so ohne Weiteres? Ich kann aber z.B. jeden Monat/halbjährlich 25€/50€ in Aktien/ETFs/Fonds investieren und trotzdem mein Sparbuch füttern. Eine ausreichende Cashreserve für unvorhergesehene Ereignisse hält übrigens jeder vernünftige Aktiensparer.

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Gehe auch voll mit der BILD-Kolumne mit, so komisch es klingen mag. Die Deutschen SIND Aktienmuffel. Das Problem am „Sparbuch“ ist, dass es heutzutage nichts mehr anspart. Also wirklich fast nichts mehr. Ein ausgewogenes Aktien-Portfolio oder Fondsanteile mit super geringem Risiko zu kaufen und zu behalten ist keine Zockerei und in der heutigen Zeit wesentlich sinnvoller.

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Ich nutze mein Sparbuch nur als Liquiditätsreserve, nicht als Geldanlage. Also wenn mal die Waschmaschine kaputt geht und man eine neue braucht, da ist es doch umständlich erstmal Aktien deswegen zu verkaufen.

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Am ehesten hat sich bei mir für den flexiblen Geldverkehr mit Ansparpotenzial bisher das Tagesgeldkonto bewährt. Hatte vorher Geschäftsanteile, auf deren Auszahlung ich allerdings jedes Mal ca. 1-2 Jahre warten musste. Das fand ich irgendwann einfach nicht mehr praktikabel.

Wer ein großes Vermögen hat, mag auch über längere Zeit mal etwas davon (festverzinslich) zur Seite legen können, aber für Otto Normalbürger ist sowas meist nur ein Klotz am Bein. Vor allem wer Familie hat, muss finanziell flexibel bleiben können.

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Hätte man 2001 die genannten 10.000 Euro bei Apple angelegt, hätte man jetzt auch ausgesorgt. Corona zeigt aber auch, was mit Aktien passiert, wenn die Welt runtergefahren wird…

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Hier lieber Lars mal zur Einordnung. Ich bin auf deine Gegenrechnung mit dem Sparbuch gespannt…

(Die Grafik ist von 2018, also ohne den Coronacrash, aber der ist mittlerweile auch so gut wie ausgestanden)

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Sinnvoll ist: Erst das Eine, dann das Andere.
Wenn deine Liquiditätsreserve von etwa 2 Monatsgehältern für Waschmaschine etc. auf deinem Sparbuch erreicht sind, kannst du anfangen Beträge ins Depot zu stecken.

Dabei solltest du ohnehin nur Geld investieren, was du voraussichtlich die nächsten 4-5 Jahre nicht brauchen wirst. Denn jeder Kauf kostet in der Regel Handelsplatzprovision; diese musst du also erst mal wieder „rausholen“ bevor du Gewinn machst.

Edit: Die meisten Broker bieten deshalb die Möglichkeit von monatlichen Sparplänen ohne Kaufgebühr ab ca. 25-50€ an; quasi ähnlich zum Kontosparen.
Da werden dann meist Fonds angeboten (also große „Töpfe“ in die du einzahlst und aus denen dann eine Mischung von Aktien gekauft wird; das Risiko „das alles weg ist“ ist da relativ gering)

Oder nach dem Börsenguru Kostolany:
„Kaufen Sie Aktien, nehmen Sie Schlaftabletten und schauen Sie die Papiere nicht mehr an. Nach vielen Jahren werden Sie sehen: Sie sind reich.“

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Finde ich gut, dass Lars Mut hat für steile Thesen.

Es ist immer so, die gleichen Leute, die brüllen, man könne seine Meinung ja nicht mehr frei äußern, weil man sonst sozial geächtet wird, das sind auch immer die gleichen, die sofort Morddrohungen raushauen, wenn - erfundenes Beispiel jetzt - irgend jemand behauptet, ostdeutsche AfD-Wähler würden ihn an Untermenschen erinnern.

Da kommt gleich zweimal „immer“ drin vor. Muss also stimmen. Wir alle wissen ja, dass mit Strohmännchen angereicherte Pauschalisierungen stets den Gipfel der Weisheit darstellen. :innocent: Und klar, wenn ich irgendwo über soziale Ächtung von Meinungen diskutiere, hab ich auch immer sofort ne entsicherte, voll geladene Knarre in der Hand. Ist absolut üblich so.

Vollkommen korrekt - ich kenne auch so manche, die mit Aktien mehr Geld verloren haben, als eine Inflation jemals zu Lebzeiten schaffen könnte (Räusper - Telekomaktien).

Ernsthaft? :joy: Du willst uns verarschen, oder?
Wer hat denn als Normalsterblicher die finanziellen Mittel im ausreichenden Maße um damit zu zocken?

Mal abgesehen davon, dass Aktiengesellschaften per so ein Krebsgeschwür für unsere Gesellschaft sind, da sie der Eigentümer und Leitung eines Unternehmens zwei verschiedene Gruppen sind.

Ansonsten zur Sendung
Mal wieder ein Beitrag der aus der Sparte „Atheist bewertet Religionszeitschrift“. :ugly:
Natürlich nicht neutral - Aber wer das erwartet schaut sich die falsche Sendung an.
Sehr kurzweilig und unterhaltsam, Lars. :point_up:

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Ich hab letztens eine Werbung für eToro gesehen. Ist eine Trading-Plattform, zu der man derzeit auf Youtube ständig mit Werbung zugeballert wird. Mit Alec Baldwin („Pluto Nash – Im Kampf gegen die Mondmafia“) als Werbegesicht. Und nun kommt’s: Deren Werbetext erinnerte mich in vielen Teilen sehr stark an den BILD-Artikel, den Lars gerade in PresseSch(l)au besprochen hatte.

Bereitet BILD derzeit vielleicht eine Werbepartnerschaft mit eToro vor und will die Leserschaft im wahrsten Sinne des Wortes schon mal auf Kurs bringen? :thinking: Dann gibt’s demnächst vielleicht das große „Volks-eTrading-Konto“ und Alec Baldwin wird hierzulande durch Jürgen Drews ersetzt.

  1. Dass viele Privatanleger mit EINZEL(!)aktien Geld verlieren ist richtig. Das liegt aber nicht an den Aktien per se, sondern an dem fehlenden Wissen und oft an „Gier frisst Hirn“. Wenn ich kein Auto fahren kann, sollte ich es lassen. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es schief geht. Deswegen sind ETFs oder Fonds für Hinz und Kunz oft sinnvoller.
  2. Nein, ich will hier niemanden verarschen. Entweder Du hast meinen Beitrag nicht ganz gelesen oder Dir fehlt das entsprechende Wissen. Auch Normalsterbliche können in „Aktien/ETFs/Fonds investieren“… und das ab 25Euro monatlich/halbjährlich etc. Ich denke, das ist auch für Normalsterbliche möglich.
    Außerdem sprach ich von investieren und nicht von zocken. Den Unterschied erkläre ich jetzt hier nicht. Das führt zu weit. Aber ein sinnvoller Anfang könnte der Beitrag von @LuPa sein.
  3. Dass AGs „per se so ein Krebsgeschwür…“ sind, ist auch Käse. Es gibt gerade in Deutschland viele erfolgreiche familiengeführte AGs (Hornbach, Fielmann, Atoss, GFT…), die nicht nur auf die nächsten Quartalszahlen schauen. Und zuletzt, es ist völlig egal welche Fimierung ein Unternehmen hat. Eine GmbH kann auch einen externen Geschäftsführer einstellen. Auch Krebsgeschwür?
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Nein. Zu dem Schluss komme ich, WEIL ich Deinen Beitrag ganz gelesen habe.
Das mag Dir nicht passen - lebe damit.

Putzig dieses regionale Sichtweise auf ein Problem der globalen Wirtschaft.
Natürlich sind AGs erfolgreich. Und natürlich gibt es AGs, bei denen ein Familienmitglied (noch!) den Vorstandsvorsitzenden stellt. Das steht gar nicht zur Debatte. Aber das ist halt auch nicht der Punkt.

Schade, dass Du nicht inhaltlich auf die vorgebrachten Punkte eingehst. Hätte mich interessiert.
Es ging in Lars Beitrag nicht um die globale Wirtschaft, sondern darum wie wir in Deutschland sparen bzw. investieren. Und hierzu wollte ich Dir antworten.
Ein, zwei Unrichtigkeiten wollte ich in Deinem ersten Beitrag aber trotzdem richtigstellen. Das ist geschehen.

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Mein „Sparbuch“ ist ein zweites Girokonto auf das ein Monatlicher Dauerauftrag der Autosteuer und-Versicherung und Nebenkosten-Nachzahlung geteilt durch 12 umfasst.

Wo da noch Geld herkommen soll das Ich sparen kann weiss Ich auch immer nicht. Immer wenn Ich solche Berichte lese denke Ich was sind das für Menschen von denen die da reden und für die solche Berichte gemacht sind. Wer kennt solche Menschen die mal eben 10.000 €, 20.000 € in eine Anlage stecken können. Ich kenne solche Menschen nicht und Ich kenne auch keine Menschen die solche Menschen kennen…

Ich ebenfalls nicht, aber das sind ja auch Extrembeispiele.
Wenn du zum Beispiel mal KfZ-Versicherung und Strom-und Gasanbieter vergleichst, ergeben sich sehr wahrscheinlich Einsparungen (z.B. 50-100€), die du dann zum Fondsparen verwenden könntest.
Oder du verwendest deine eventuelle jährliche Steuerrückzahlung dafür.
Wenn der Wunsch zum Investieren besteht, dann gibt es da meist schon Möglichkeiten…

Ich kenne mindestens drei solche Menschen. Einer davon hat seit letztem Jahr vier Eigentumswohnungen gekauft, die eine gute Rendite für die Altersvorsorge abwerfen.

Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen: Ob man Geld für sowas übrig hat oder nicht, hat sehr viel mit dem eigenen Lebenswandel zu tun. Bei Kerlen oft auch mit dem Lebenswandel der Partnerin/Gattin. Wenn du zwar in einer modernen Beziehung lebst (bzw. leben möchtest), aber trotzdem unterm Strich ganz traditionell in den meisten geldintensiven Bereichen der Hauptversorger bist, zieht dir das finanziell im wahrsten Sinne des Wortes die Socken aus.

Ich kenn viele Kerle, die in solchen Beziehungen leben und es nicht merken (wollen). Einfach mal nen ganz nüchternen Vergleich machen: Wer bringt wieviel auf den Tisch? Wenn das Ungleichgewicht so stark ist, dass für deine Altersvorsorge nichts mehr übrig bleibt, läuft irgendwas gewaltig schief.

Also ich habe nachdem ich angefangen habe zu arbeiten relativ sparsam gelebt (einfach weil ich gar keine Zeit hatte das Geld auszugeben, und ich auch nicht viel gebraucht habe) und daher sammelte sich auf meinem Girokonto schon eine beachtliche Summe an. Und da ist es sinnvoll das Geld in Aktien zu investieren, weil das eine Rendite bringt. Man muss nur lange genug warten. Das ist auch das Hauptproblem bei den meisten Kleinanlegern (insbesondere diejenigen, die damals die Telekomaktien gekauft haben) Die Kaufen dann wenn die Märkte gerade Oberwasser haben. Ist doch klar, dass es dann nur nach unten gehen kann. Und man sollte auch nicht auf Aktien gehen, die irgendwie gehyped werden.

Wieso ist das ein Problem? Ich meine Es gibt Leute, die haben Geld aber weder die Fähigkeit noch das Know-How ein Unternehmen zu Führen. Es gibt Leute, die haben aber die Fähigkeit, aber nicht das Geld. Letztendlich bringt eine Aktiengesellschaft beide zusammen. Ich hab keine Ahnung wie man ein Auto baut. Die Leute von Daimler aber schon. Also können die das doch für mich machen. Mal davon abgesehen, dass die einen Größenvorteil haben. Wenn ich nämlich sowohl das Geld hätte, als auch das Know-How, dann würde ich ja eine kleine Automanufaktur aufmachen (sowas wie Wiesmann oder so) Das könnten aber niemals Autos für Normalverdiener sein, da ich viel zu hohe Stückkosten als Einzelunternehmer hätte.

Es gibt an dem Bild Artikel aber schon dinge zu kritisieren. Denn es wird nicht ganz klar was der Autor eigentlich will. Will der jetzt aktien verkaufen oder eine Analyse des deutschen Sparers machen?

Ja schon - aber dafür bedarf es keiner AG.
Für so was gibt es auch andere Gesellschaftsformen.
Wenn ich aber jetzt damit anfange, welche Probleme es verursacht, wenn man alleine mit Geld mehr Geld verdienen will wird es aber richtig offtopic. :wink: