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Folge 13: eSport

Hier kann darüber diskutiert werden!

Tolle Folge! War für mich tatsächlich der erste Einblick in das Innenleben dieser Szene. Es wird ansonsten ja höchstens mal über die Finals dieser etwas abgedreht wirkenden Fortnite-Events berichtet.

Der Begriff E-Sport (wer auch immer den etabliert hat) führt natürlich zwangsläufig immer zu der EINEN Frage, die ja auch ausreichend gestellt wurde. Auf Dauer ist das glaube ich nicht förderlich.
Natürlich geht es dabei um Fördermittel, die fließen sollen; daher wird die Diskussion ziemlich heftig bleiben.
Meine persönliche Meinung dazu ist die, dass es dem Staat bei solchen Förderungen in erster Linie um die Gesundheitsförderung seiner Bürger gehen sollte. Förderungswürdig wären demnach vor allem solche Sportarten, deren Ausübung zur Gesundheit der Gesellschaft beitragen, also jede Sportart, bei der körperliche Bewegung im Vordergrund steht.
Bei Olympia hat E-Sport eher nichts zu suchen. Das liegt aber nicht daran, dass es mit Sport nichts zu tun hat, sondern, dass es schlicht und einfach zu uneinheitlich ist. Jede für Olympia anerkannte Sportart muss klare auf der ganzen Welt geltende Regeln haben, die feststehend sind. E-Sport dagegen sind Tausende verschiedener Spiele, Versionen und Abarten, die auch noch ständig im Fluss sind. In 25 Jahren wird vermutlich fast keins dieser Spiele, die genannt wurden, mehr gespielt werden. Tennis, Basketball und Curling dagegen bestimmt.

Endlich wieder mal eine Trip-Folge mit Dean, sehr schön!

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Kann man so sehen. Für Sport gibt es keine klare Definition. Ich finde es eh albern, dass man beim eSports immer sehr schnell die Brücke zu Olympia zieht. Beim Motorsport wird doch auch nicht über den Sport-Begriff diskutiert und olympische Disziplin ist es trotzdem nicht.

Klassischer Leistungssport wird doch auch gefoerdert und Leistungssport hat wenig mit Gesundheit zu tun.

Koennte daran liegen, dass Motorsport eine nicht unbedeutende koerperliche Komponente hat. Das ist nicht wie bei Darts oder Schach zum Beispiel wo du morbide uebergewichtig sein kannst - und dort hast du die gleichen „ist das jetzt Sport?“-Diskussionen.

So ein 24h-Stunden-Rennen in Echtzeit bei Gran Turismo kann auch ganz schön schlauchen und wenn da einer daneben sitzt, der dich durch schüttelt, dann kann man auch die G-Kräfte simulieren^^

Wenn man sich das bei Wiki durchliest, dann ist bei der Sport-Definition u.a. der Wettkampf-Gedanke durchaus mit ausschlaggebend. Der Typ vom Magdeburger-Verein hat das ja auch ganz gut erläutert.

Interessanter wäre da durchaus die Frage, ob Online-Schach denn auch als Sport im olympischen Sinne gilt? :smiley:

Ich habe ja nicht den Status Quo beschrieben, sondern erörtert, was ich persönlich für sinnvoll erachten würde.
Ich gebe aber auch zu, dass es weitere Aspekte der Förderauswahl geben kann zB soziale Ansätze (der ortsansässige Sportverein, welcher Sportart auch immer) oder eben auch der Spitzensport als Stärkung eines internationalen Aushängeschilds.
Mir persönlich ist der Gesundheitsaspekt aber am wichtigsten

Kinder von der Straße zu holen und in soziale Gemeinschaften zu integrieren halte ich aber auch nicht für so verachtenswert. In Zeiten, wo Jugendclubs immer öfter schließen, ist es doch sinnvoll die Kids von heute auch mit Interessengebieten zu „ködern“, die ihre Lebenswirklichkeit widerspiegelt.

Fußball ist bspw. für mich ein ziemlich dämlicher Sport, wieso sollte ich also einem Fußballverein beitreten? Viele andere lieben Fußball und spielen gerne in ihrer Freizeit. Wichtig ist doch, dass für jeden was dabei sein sollte.

Ob das nun Fußball oder Bierball ist, ist doch zweitrangig^^

Das ist ja genau das, was ich mit sozialen Aspekten meinte. Bzgl. Sportart ist es natürlich ein Abwägen. Womit erreicht man die meisten Menschen ( Fußball, Tennis) vs. Wie garantiere ich sportliche Vielfalt ( Randsportarten)