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FKTV Plus 119: Top 5 zur WM

Hier kann darüber diskutiert werden!

3:23 “Ich glaube Kroos ist der bessere Joker”. Kroos ist aber in der Start-11, gemeint war wohl Reus. Der gute Kramer hat wohl Hirnschwund.

Und manche Kommentatoren neigen wohl zu Niveauschwund…

Dass Deutschland mal ein Spiel verliert und das dann so aufgebauscht wird, ist wahrlich lächerlich. Wenn man sich mal halbwegs über die Vorbereitungsspiele und die generelle Stimmung rund um die Mannschaft informiert hätte, wäre klar gewesen, dass Deutschland die Gegner nicht einfach so wegfideln wird, sondern eher mit sich zu kämpfen haben wird. Warum Deutschland auch in ausländischen Medien als Topfavorit gehandelt wird, erschließt sich mir nicht. Klar, dass dann eine riesige Erwartungshaltung existiert, der die deutsche Mannschaft derzeit nicht gerecht werden kann.

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Für mich gibt es keine Top 5, mir geht die ganze WM auf die Nüsse. Damit bin ich freilich hoffnungslos in der Minderheit. Stört sich keiner daran, dass der internationale Fußball eine durch und durch korrupte Veranstaltung ist? Oder dass unpopuläre Gesetzesbeschlüsse durch den Bundestag geschleust werden, während die Öffentlichkeit durch die WM abgelenkt ist? Eigentlich sollte doch das am meisten auf die Nüsse gehen.

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Wir sind die 1%! :fist:

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:fist_right::fist_left:

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Ich habe gerade der Warterei wegen, diesen Beitrag gesehen.
Ich fand ihn inhaltlich furchtbar.
Bei Platz 5 beispielsweise dachte ich, es geht um die allgemeinen Emotionen welche Sport wohl hervorrufen soll. Aber nein, die Message war sinngemäß “Bloß nicht den Kopf hängen lassen ihr Idioten! Es sind noch alle Türen offen.”. Für mich haben die Sportfans ebenso, wie jeder der an einem Shitstorm beteiligt ist, weil ein Videospiel nicht seinen Erwartungen entsprach (eher meine Welt), genau so einen am Schlappen wie jemand, der trauert, schreit oder gar weint, weil eine Mannschaft eines Sportes nicht gewonnen hat. Egal ob erstes Spiel, zweites oder Finale.
Für mich sind diese Leute realitätsfremd. Zudem verstehe ich bis heute nicht, was Sport mit Kultur zu tun hat. Vor allem Fußball! Spieler werden nach ihren Leistungen und dem zur Verfügung stehenden Budget eingekauft und treten für das Land, welches die besten Verträge aushandelt an. Faszinierend.
Das alles wird dann auch noch von den Beitragsgebühren zu unmenschlich hohen Summen eingekauft und vom Fernsehkritiker gut geheißen.

“Ja geht’s noch?”

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Wieso haben denn Leute, die andere Interessen als sie haben, bzw. sich bei der Verfolgung ihrer Interessen (Fussball gucken) anders Verhalten (emotional reagieren - und bei weitem nicht jeder, der sich mit Fussball beschäftigt hat am Anti-Özil-Schaum-vorm-Mund-Shitstorm teilgenommen) als sie es täten, gleich “einen am Schlappen” bzw. sind “realitätsfremd?” Wir haben halt andere Interessen als sie, Sachen gibts…

Weiterhin frage ich mich, wieso Fussball nicht Teil von Kultur sein sollte, wenn viele Leute innerhalb einer Gesellschaft sich damit auf unterschiedlichste Weise beschäftigen. Ist der Begriff der “Kultur” nur für die Dinge vorbehalten, wo man gleich noch die Nase gegenüber denen rümpfen kann, die daran nicht teilhaben können/wollen? Oder könnte “Kultur” vllt. ein Oberbegriff sein für äusserst viele nicht zweckorientierte Tätigkeiten der unterschiedlichsten Menschen.

Und naja ähhm… bei dem Thema mit den Spielern, den Leistungen und den Budgets bringen sie National- und Vereinsmannschaften ein wenig durcheinander.
Tatsächlich fragwürdig sind allerdings tatsächlich die Summen, die der öffentlich-rechtliche Betrieb dafür ausgibt. Wieso die aber dann gleich “unmenschlich” sind - also offenbar gegen die Menschenwürde - erschliesst sich mir wiederum garnicht.

Ich meine damit nicht die Interesse an einer Sportart sondern das emotionale übertriebene Verhalten mancher Menschen, wenn „ihre“ Mannschaft aus einem Turnier fliegt, auf irgendeinen Platz in einer Tabelle steht oder gewinnt.
Wer still in seinem Kämmerlein Sport guckt und dieses Hobby von mir aus auch in Form von T-Shirts und Flaggen nach außen trägt, damit habe ich keinerlei Probleme.
Wenn ich jedoch Tränen, Geschrei, lautstarkes Jubeln und Autohupen höre und die Polizei, trotz dass dies den ertragbaren Rahmen sprengt, nicht eingreift, „weil ja nun mal Fußball ist“, dann empfinde ich das schon als realitätsfremd und empfinde eine Gewisse Fremdscham, wenn ich in die lachenden/weinenden schwarz-rot-gold verschmierten Gesichter erwachsener Menschen schaue, welche ihre Emotionen aufgrund des Erfolges oder auch Misserfolges anderer Menschen nicht im Griff haben.

Sicherlich, da stimme ich Ihnen voll und ganz zu aber ob dies für den öffentlichen-rechtlichen Kulturauftrag reicht? Ich weiß nicht.
Ich habe ihn immer auf dem Schwerpunkt Bildung liegend wahrgenommen. In wie fern ein Fußballspiel einen Menschen, der kein Fußball guckt oder selbst einen Fan intellektuell bereichern könnte, ist mir schleierhaft und ja, ich habe mehrere Spiele gesehen.
Ich kritisiere hier ja im Grunde auch nur, dass dieses Programm von den öffentlich-rechtlichen eingekauft wird.
Müsste man für die WM ein Sky-Abo abschließen oder es mit Werbung gucken, wäre es mir völlig egal.

Das stimmt. Gerade mal gegooglet. Danke für die Aufklärung. Ich dachte auch hier kann man „frei einkaufen wie es einen beliebt“. Man lernt nicht aus.

Ich wollte noch „unmenschlich“ durch „unfassbar“ ändern, weil mir der Begriff selbst etwas weit hergeholt vorkam und definitiv auch ist. :wink:

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Dann sind unsere Meinungen zu dem Thema ja offensichtlich wesentlich näher als zunächst angenommen.

Die seit 2006 akute Eventvariante von Fussball gucken finde ich - grob gesagt - aus denselben Gründen unerträglich. Bei den 3-4 malen, als ich bei den Turnieren ab 2006 tats. mal “öffentlich” zugesehen habe (eher in grösserem Kneipen o.ä., gewiss nicht bei diesen unsäglichen Public-Viewing-Massenveranstaltungen) hatte ich jedesmal den Eindruck, dass die Leute mit den opulentesten Verkleidungen am wenigsten vom Spiel selbst mitbekommen haben, da sie mehr damit beschäftigt waren, sich selbst und ihre Teilnahme am Event zu feiern. (Ebenfalls seltsam fand ich, dass 2010 beim ESC - als diese Lena gewann - alle wieder in ihren Eventverkleidungen vor öffentlichen Fernsehern grölten… irgendwie scheint dieses Eventgeheische auch unabhängig vom Fussball zu funktionieren…).
Und die Sprüche die man sich da anhören kann… (Kurz nach Götzes Tor im Finale 2014 wurde bspw. kurz ein trauriges - vermutlich argentinisches - Mädchen eingeblendet. Ein junger Zuschauer der hinter mir sass, dachte das mit den Worten “Heul doch du Spasti!” kommentieren zu müssen… seine Reflexionslosigkeit bewies er dann im Anschluss als er Äusserungen von Umsitzenden kommentierte… Wahrlich anstrengend solche Personen…).
Ich wurde auch schon gefragt, ob ich überhaupt ein “Schlaaaand-Fan” sei, da ich ja noch nicht einmal ein Trikot trüge (offenbar scheint in der Eventvariante ein gewisser Uniformitätsgeist und Mit-machen - an was auch immer - relevanter, als das Interesse an diesem Sport).

Da sie mit “Kultur” offenbar den öff.-rechtl. Kulturauftrag meinen bin ich mit ihnen vollkommen d`accord. Nur wäre es - unabhängig von unsrer Diskussion hier - ne interessante Frage, warum “Kultur” oft nur das vermeintlich “Höhere” meinen soll.

Zu den Spielern, Budgets etc.: Gern geschehen.

Ja das kennt wohl jeder, dass man in einer Argumentation begrifflich manchmal allzusehr “ausholt”.

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Ich mag Fußball ja überhaupt nicht, aber an Menschen, die sich für etwas begeistern und in dem Zusammenhang auch mal den Emotionen freien Lauf lassen, anstatt mit zusammengekniffenen Arschbacken den Stock im Selbigen zu halten kann ich an sich nichts peinliches finden.
Da finde ich ausdruckslos vor sich hinstarrende, sich ganz „erwachsen-seriös“ unter Kontrolle habende Schnarchtüten viel peinlicher - und bemitleidenswerter.
Fußball-Fans sind trotzdem doof. :stuck_out_tongue_closed_eyes: