Exekutive: rund um unsere Polizei

Sagt fändet ihr es eigentlich in Ordnung, wenn man hier, wie in England dazu verpflichtet wird seine Passwörter der Polizei zu geben damit die gegen euch ermitteln kann, euren Laptop oder Desktop PC durchsuchen?
Oder wenn bei einer Festnahme euer Smartphone/Tablet standartmäßig unteruscht werden darf, wie in Kanada?

Was tun wir eigentlich dagegen das die nicht auf die grandiose Idee kommen das hier einzuführen?

Hoffen das Truecrypt endlich geforkt wird und Alzheimer vortäuschen.

@Wayfarer: In England kannst du dafür in den Knast gehen:

Ist kein Witz. Und das war 2010. Am besten lässt man wichtige Dokumente einfach nicht mit auf solche Reisen. Wenn ich wirklich Zugriff brauche dann habe ich zuhause einen Server auf den ich dann von überall per SSL zugreifen kann. Wenn ich dienstlich unterwegs bin sollte die Firma so etwas anbieten, denn Firmendaten sollte man bei so etwas nicht mit sich herumtragen. Das ist zwar traurig, aber mittlerweile leider Alltag.

Schlechtes Gedächtnis, soll mir einer das Gegenteil beweisen, überhaubt wo bin ich? :stuck_out_tongue:

Na SSL ist doch leider auch nicht mehr das gelbe vom Ei …

[QUOTE=Wayfarer;388796]Schlechtes Gedächtnis, soll mir einer das Gegenteil beweisen, überhaubt wo bin ich? :p[/QUOTE]
Zu tun als hättest du es vergessen hilft dir da nicht. Mach dir da mal keine Illusionen, oder glaubst du du währest der Erste der auf diese Idee gekommen ist?

Na SSL ist doch leider auch nicht mehr das gelbe vom Ei …

Kann man nicht so pauschalisieren. Das hängt von den verwendeten Cryptoalgorithmen, der SSL-Bibliotheken und schlussendlich der Implementierung in der Software und deren Patchlevel ab. SSL an sich ist ja nur eine Verfahrungsbeschreibung. Es ist in jedem Fall als sicherer anzusehen als wenn deine Daten unverschlüsselt an der Grenze abgezogen werden, weil du dein Passwort herausrücken musstest.

Auch klar aber imo haben die offenen Verfahren von SSL ihren Ruf weg und die Bugs die nach Heartbleed noch kammen, stärken mein Vertrauen auch nicht.
Die geschlossenen kann man sowieso getrost abschreiben.

Natürlich bin ich nicht der erste, der die Idee hatte, danach gehts in Beugehaft, die Frage is nur, wen es wirklich einen gibt, der das Passwort nicht mehr weiß, das wäre doch mal ne Frage an die Juristen.

Dafür gibt’s versteckte Container.
Vorab die Info, dass die vorletzte Truecrypt-Version meiner Meinung nach noch wunderbar funktioniert und auch sicher ist.

Versteckte Container funktionieren so: Du verschlüsselst zunächst einmal den gesamten Datenträger, so dass über den gesamten Speicher zufällig erscheinende Zahlen erscheinen.
Truecrypt lässt für den Bootbereich immer genug Speicher frei, dass locker die doppelten Infos reinpassen.
Wenn man ein Passwort eingibt mit welchem sich der Bootbereich im ersten Teil des reservierten Speichers nicht entschlüsseln lässt prüft Truecrypt auch noch nach ob sich vielleicht im hinteren Teil des reservierten Speichers ein Bootbereich entschlüsseln lässt.
Und wenn ja, dann lässt sich damit vielleicht ein Betriebssystem booten, welches nur auf den hinteren Teil des gesamten Festplattenspeichers zugreifen kann und in dem vielleicht noch andere Daten versteckt sind.
Wenn man das Passwort für den vorderen Bootsektor eingibt darf man die hdd allerdings niemal über 50% beschreiben, sonst wird der hintere Teil überschrieben ohne dass man dabei etwas merkt.
Crux des ganzen ist, dass es unmöglich ist zu beweisen ob es so eine versteckte Partition gibt oder nicht.
Wer das jetzt nicht verstanden hat darf sich das hier mal anschauen:
[SPOILER]
//youtu.be/UFaFhCBGpac
[/SPOILER]

edit: Truecrypt-Download mit Versionshinweis gibt es hier:

edit2: Hab ganz vergessen mich zum Topic zu äußern.

Durchsuchung von Gegenständen welche ein Subjekt am Leib trägt finde ich in Ordnung, bei Standardmäßig ist das ne Zeitfrage.
Wer private Daten hat und nicht preisgeben will soll die verschlüsseln.

Zwang zur Passwortherausgabe sowie schwach begründete Beschlagnahmung finde ich ganz fürchterlich.
Wenn ein Richter befindet, dass mit der Passwortherausgabe sehr wahrscheinlich ein Verbrechen bei welchem Gefahr für Leib und Leben besteht verhindert werden kann ist mMn. bis zu eine Woche Beugehaft hinnehmbar, ansonsten nicht.

Was ich auch ganz fürchterlich finde sind schlecht begründete Beschlagnahmungen.

Das man mit TrueCrypt noch so verschlüsseln kann, dass die Polizei das nicht auf bekommt ist ja noch was wert. Alleine es macht Arbeit.
In Dresden gab es wärend einer Anti-Nazidemo eine Funkzellenabfrage um alle beteiligten Handys also Personen zu identifizieren.
Das Gericht hat das im Nachhinein als okay eingestuft.
Sollte diese Praxis bei großen Menschenansammlungen Standart werden: also das pauschal mal alle Handys im Umkreis identifiziert und dem Besitzer zugeordnet werden - dann nehm ich mir in Zukunft einen großen Sack leihe mir von ein paar hundert Leuten das Handy und zieh um den Bundestag. Das sieht dann so aus als kreiste dort eine riesige Menschenmenge.

Ich finde am Horizont zeichnen sich so unschöne Dinge ab, die ordentlich in die Intimssphäre eingreifen - schaut euch mal die 15 Jährigen Schüler an, die haben neben sämtlichen Sozialkontakten auch noch ihre Konsuminteressen ihre politischen und sexuellen Präferenzen und im Grunde ihre Tagebücher auf den Rechnern und Smartphones - das ist sehr ungut das wir in den ersten 20. Grundgesetzartikel nichts haben das das schützt, oder?

Ts, ihr tut so, als wenn das alles etwas schlechtes wäre.
Ihr ewig gestrigen habt einfach die Segnungen der globalen Totalüberwachung noch nicht erkannt!

[SPOILER]
//youtu.be/qGvZveB1osw
[/SPOILER]

Und schwupps! ist Deine Akte wieder ein bisschen dicker geworden, Scumdog :mrgreen: #Querulant